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Brandenburg Die Sommerferien haben begonnen
Brandenburg Die Sommerferien haben begonnen
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16:24 15.07.2015
Am Mittwoch beginnen die Ferien in Brandenburg. Quelle: dpa-Zentralbild
Potsdam

Für viele Schüler sind es wohl die schönsten sechs Wochen des Jahres – am Mittwoch beginnen in Brandenburg und Berlin die Sommerferien. Bevor es in die schulfreie Zeit geht, gibt es am Mittwoch für die meisten Schüler erst noch die Zeugnisse. Aber dann beginnen sie endgültig – die Sommerferien. Los geht es erst wieder am 31. August.

Die Fakten auf einen Blick

– 271.000 Zeugnisse werden verteilt, alle sind laut Bildungsministerium vollständig. Noch im Halbjahr bekamen 1448 Schüler wegen Unterrichtsausfall unvollständige Zeugnisse.

– Wie viele Schüler sitzen geblieben sind, kann das Bildungsministerium nicht sagen. Aber die Quote ist in Brandenburg generell sehr gering. Sie lag in den vergangenen Jahren meist unter 2 Prozent und damit unter dem Bundesschnitt.

– Ferienbeginn ist an 912 privaten und öffentlichen Schulen.

– Die Ferien enden am 28. August, Schuljahresbeginn ist am 31. August.

– 8028 Schüler haben das Abitur abgelegt, 179 davon mit der Traumnote 1,0.

– Im vergangenen Schuljahr haben 0,8 Prozent in den Jahrgangsstufen 3 bis 6 die Klassenstufe wiederholt, in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 waren es 2,9 Prozent. Die meisten Wiederholungen gab es in den Jahrgangsstufen 11 bis 13: 4,2 Prozent.

– Im kommenden Schuljahr werden rund 21.000 Kinder eingeschult.

Bester Abi-Jahrgang seit zehn Jahren

Die Abiturienten sind schon ein paar Wochen aus der Schule raus. Sie haben Ende April ihre Prüfungen abgelegt und einige Zeit später ihre Zeugnisse erhalten. Dieses Jahr hatte Brandenburg einen der besten Abi-Jahrgänge seit Langem. 179 Schüler haben die Prüfungen mit 1,0 bestanden. So viele, wie seit 10 Jahren nicht. Insgesamt haben 8028 Schüler die Abi-Prüfungen bestanden. Die meisten von ihnen werden studieren. Einige werden ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ähnliches absolvieren und andere werden Erfahrungen im Ausland sammeln.

Am Mittwoch haben über 270.000 Schüler in Brandenburg ihr Zeugnis bekommen. Fast alle werden versetzt. Ein paar Wenige bleiben sitzen. Sie müssen sich aber nicht grämen. Denn wer in der Schule sitzen bleibt, kann trotzdem beruflichen Erfolg haben. Wir zeigen prominente Beispiele.

271.000 Zeugnisse werden am Mittwoch verteilt

In Brandenburg gibt es am heutigen Mittwoch für 271.000 Schüler die Zeugnisse. Bildungsminister Günter Baaske gratuliert allen zu ihren Leistungen. „Viele werden glücklich über ihre Zensuren sein, manche etwas betrübt. Aber es gibt auch im nächsten Schuljahr viele Möglichkeiten, sich zu verbessern und manche Hürde zu nehmen“, sagt Baaske. Er rät Eltern und Schülern, die sich Sorgen wegen schlechter Noten machen, an einen Vertrauenslehrer oder andere Experten zu wenden. Es gebe Psychologen und den Verein „Nummer gegen Kummer“, die spezialisiert seien, in solchen Situationen zu helfen.

Zum Halbjahr konnten in Brandenburg tausende Zeugnisse nur unvollständig mit fehlenden Noten ausgeteilt werden. Der Grund dafür war Unterrichtsausfall. 1448 Schüler waren betroffen. Zum Ende dieses Schuljahres sind aber Zeugnisse komplett. „Ich freue mich sehr über die positive Entwicklung“, sagte Günter Baaske. Er bedankte sich bei allen Lehrern für Einsatz in diesem Schuljahr.

Hier gibt’s Hilfe bei Noten-Kummer

Der Verein „Nummer gegen Kummer“ bietet Kinder und Jugendlichen Hilfe an, wenn sie sich wegen schlechter Zensuren sorgen. Der Verein ist montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr telefonisch zu erreichen: 0800/111 0 333, die Nummer ist kostenlos.

Auch die Schulpsychologen können eine Hilfe in der Not sein, sie sind über die jeweiligen Schulämter zu erreichen (Brandenburg an der Havel: 03381-397401, Neuruppin: 0331-74035-5000, Frankfurt (Oder): 0335-5210413, Cottbus: 0355-4866519)

Das nächste Schuljahr beginnt erst in sechs Wochen wieder. Der erste Schultag wird der 31. August sein. Das Land Brandenburg rechnet damit, dass dann rund 21.000 Kinder eingeschult werden.

Was tun in den Ferien?

Einige Schüler nutzen die Ferien natürlich dazu, zu entspannen, nicht an die Schule zu denken. Sei ihnen gegönnt. Das beste Mittel zu entspannen, ist sicherlich das Nichtstun. Viele Schüler verreisen mit ihren Eltern, einige werden das erste Mal alleine unterwegs sein.

Es gibt aber auch viele Schüler, die nutzen die Ferien, um zu arbeiten. Besonders Unternehmen, die stark vom Fachkräftemangel geplagt sind, wählen ihr Personal schon in jungen Jahren mit Blick auf die Zukunftsperspektive aus. Bei Metallbau Windeck in Brandenburg an der Havel sind Schüler in den am 16. Juli startenden Sommerferien gern gesehen. „Wir nutzen Ferienjobs als Werkzeug zur Azubi-Gewinnung“, sagt Personalchefin Sandra Damaschke. Zwei Schülerjobs hat das Unternehmen ständig zu bieten. Einsteiger verdienen fünf Euro pro Stunde, wer gut ist, darf gern wiederkommen und mehr verdienen.

– Mehr zum Thema gibt es hier.

– Jobs im ganzen Land Brandenburg: MAZjob.de

Wer nicht arbeiten will, darf oder kann, der kann seine Ferienzeit wunderbar am Badesee verbringen. Davon hat Brandenburg einige zu bieten. Eine Liste mit den besten Badeseen gibt es hier.

Personalstreit um Lehrer

Die Ferien haben für Schüler und Lehrer begonnen. Doch hinter den Kulissen ist ein Streit um die Personalausstattung an Schulen entfacht. Die Streithähne: Das Bildungsministerium und die Lehrergewerkschaft GEW. Die Gewerkschaft hat der Landesregierung in einem Schreiben vorgeworfen, dass sich die personelle Situation in vielen Schulen dramatisch zugespitzt habe. Schuld seien Stellenkürzungen. Auf Druck von Finanzminister Görke sollen mehr als 200 Lehrerstellen an Brandenburger Schulen gestrichen worden sein. Viele davon waren als Ersatz für langzeiterkrankte Kollegen gedacht. Die Langzeiterkrankungen und zu wenige Ausgleichsstunden für andere Aufgaben als den Unterricht sind ebenso Schuld an der personellen Zuspitzung. In vielen Schulen herrsche große Unzufriedenheit.

Das Ministerium widersprach der Darstellung der GEW am Dienstag in Teilen. Es habe seit 2012 keine Stellenreduzierungen gegeben. Vielmehr sei die Zahl der Vollzeitstellen für Lehrer zuletzt „deutlich angestiegen und auch zukünftig deutlich steigend“. Zum Ende des Schuljahres seien sogar 388 neue Stellen geschaffen worden, schreibt Die Linke in einer Pressemitteilung. Nach den Ferien sollen weitere 277 Lehrkräfte eingestellt werden. „Diese Stellen gehen über die Zahl der ausscheidenden Lehrkräfte hinaus. Die Behauptung, dass es Stellenstreichungen gegeben habe ist daher falsch. Zusätzlich stellt das Finanzministerium mindestens weitere 124 Stellen für die Beschulung von Flüchtlingskindern zur Verfügung“, heißt es vom Pressesprecher.

Zudem, das bestätigt das Bildungsministerium, würden Lehrer entsprechend einer Forderung der Gewerkschaft ab dem kommenden Schuljahr auch an Gesamtschulen, Gymnasien und Oberstufenzentren um eine Unterrichtspflichtstunde entlastet. Die GEW bezeichnete dies in ihrem Schreiben als „nicht ausreichend“. Laut Ministerium liegt die Zahl der Stunden bereits unter dem Bundesschnitt. Das Thema Langzeiterkrankungen wolle man aber „dringend noch intensiver“ angehen.

Die GEW forderte zudem die Einsetzung einer Kommission, die sich Gedanken um den Erhalt von Schulen macht. Das Ministerium erklärte, man spreche gerne auch mit der Gewerkschaft über die Entwicklung insbesondere im ländlichen Raum. Ob dies im Rahmen einer Kommission geschehe, sei noch nicht entschieden.

Das Wetter

In den vergangenen Tagen sah es nicht gerade nach Kaiserwetter aus. Das hat sich pünktlich zum Ferienbeginn geändert. Und in den nächsten Tagen soll es schön und warm bleiben. Der Deutsche Wetterdienst sagt in den kommenden Tagen Temperaturen von bis zu 30 Grad und mehr voraus. Alles ist also angerichtet für einen perfekten Ferienstart.

Das Wetter für Ihre Region gibt es hier.

Von MAZonline

Das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg hat am Mittwoch mit einer Straßenaktion in Potsdam den Stimmenfang für das Volksbegehren gegen Massentierhaltung gestartet. Das Land soll nur noch die Betriebe finanziell fördern, die Tiere artgerecht halten. Eine Volksinitiative gegen Massentierhaltung ist im März vom Landtag abgelehnt worden.

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