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Brandenburg Sommermärchen für die Brandenburger Getränkehersteller
Brandenburg Sommermärchen für die Brandenburger Getränkehersteller
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00:18 17.06.2018
Sommer, Sonne, Fußball und Bier: Brauereien fahren Sonderschichten zur Fußball-WM. Quelle: Foto: dpa
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Potsdam

Die einen kicken, die anderen trinken. Viele Fans werden die Spiele der Fußballweltmeisterschaft vor Großbild-Leinwänden verfolgen, kaufen kastenweise Bier, Cola und Mineralwasser. Doch ein sportliches Großereignis allein beschert den Brauereien und Herstellern alkoholfreier Getränke nicht automatisch bessere Umsätze. Ein Sommermärchen muss her.

Nicht das sportliche Großereignis, sondern das Sommerwetter sei der eigentlich bestimmende Hauptfaktor für den Getränkeabsatz, sagt Annett Stang, Marketingleiterin der Mineralquellen Bad Liebenwerda. „Wenn das Wetter zur WM so sommerlich bleibt, rechnen wir auch weiterhin mit einer extremen Nachfrage unserer Produkte.“ Aus acht Brunnen pumpt das Unternehmen mit Sitz in Elbe-Elster stündlich tausende Liter Mineralwasser aus der Erde, die in „Bad Liebenwerda“- und „Spreequell“-Flaschen für den Handel abgefüllt werden. „Die über Wochen anhaltenden sommerlichen Temperaturen lassen unsere Produktionsanlagen auf Hochtouren laufen“, so Stang. 20 Prozent mehr Absatz im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet der Mineralwasserhersteller mit seinen 220 Beschäftigten.

Kunden horten Getränkekisten

Wegen der heißen Wochen kommt es bereits zu Leergut-Engpässen. „In Hitzeperioden, wie wir sie gerade erleben, ist Leergut immer ein Engpass, da die Verbraucher sich stärker bevorraten und oftmals mehr Kisten zuhause über einen längeren Zeitraum verbleiben.“ Durch die fehlenden Kästen und die sehr hohe Nachfrage gebe es bereits vereinzelt „Grifflücken im Handel“ – und das gleich zu Beginn der Fußballfestwochen.

Ähnliches berichtet der Getränkehersteller Vivaris, der zur Berentzen-Gruppe gehört und in Grüneberg (Oberhavel) Mineralwasser wie „Märkisch Kristall“ und „Grüneberg Quelle“, aber auch Limonaden wie „Mio Mio Mate“ produziert. „Wir machen wetterbedingt Sonderschichten und sind bei der Produktion an der Kapazitätsgrenze angekommen“, sagt Berentzen-Sprecher Thorsten Schmitt. Lieferschwierigkeiten gebe es keine, wohl aber mussten schon zusätzliche Aufträge abgesagt werden. Fans, die in den Fußballfestwochen auf alkoholfreie Durstlöscher setzen, müssen sich laut Schmitt dennoch keine Sorgen machen. „Auch wenn es noch in den nächsten fünf Monaten so hochsommerlich bleibt, wird es nicht passieren, dass Kunden in einem deutschen Supermarkt kein Mineralwasser mehr bekommen.“

Sonderschichten für die Biertrinker

Sommer, Sonne, Fußball und Bier: Auch bei den Brauereien sorgen das Wetter und die am Donnerstag startende Fußball-WM in Russland für Jubelstimmung. „Die sommerlichen Temperaturen der vergangenen Wochen haben die Nachfrage bereits erheblich angekurbelt“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele. „Manche Brauereien fahren in diesen Wochen Sonderschichten, um genügend Getränke liefern zu können.“ Der Juni dürfte wegen der WM kaum schlechter laufen. „Gerade zur WM wird es sicherlich wieder zahllose Public Viewings, Straßenfeste und Grillpartys geben, die ohne ein kühles Bier nur schwer vorstellbar sind.“

Auch bei den Kleinbrauereien in Brandenburg herrscht gute Stimmung. „Wir übertragen die Spiele bei uns im Brauhaus. Unsere Tanks sind voll und der Brauprozess läuft auf Hochtouren.“, sagt Varinia Skalske vom Finsterwalder Brauhaus (Elbe-Elster). Die Bestellungen der Gaststätten für die diesjährige Fußballweltmeisterschaft hätten den Absatz schon jetzt angekurbelt.

„Kleines Wässerchen“ auf die Gastgeber

Auch bei der Braumanufaktur Potsdam ist das Sommermärchen längst da. 40 000 Liter Bier in der Woche braut das mittelständische Unternehmen zurzeit mit seinen 30 Beschäftigten. Damit hat sich der Bierabsatz im Vergleich zu kühleren Monaten verdreifacht. „Bier ist ein stark wetterabhängiges Geschäft“, sagt Thomas Köhler, einer der beiden Brauerei-Chefs. Wegen der heißen Wochen lasse sich schon jetzt sagen, dass der Juni 2018 kaum schlechter laufen dürfte als vor vier Jahren. Fußball und die „Potsdamer Stange“ gehören für den Brauingenieur untrennbar zusammen. „Jeder Fan braucht ein kühles Getränk, um sich nach dem Torjubel wieder einzukriegen.“

Hartgesottene Fußballfans können dieses Jahr auf das „Kleine Wässerchen“ setzen: So heißt im Russischen Wodka, das Nationalgetränk der WM-Gastgeber.

Von Diana Bade

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