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Brandenburg Sozialministerin startet Pflegeoffensive
Brandenburg Sozialministerin startet Pflegeoffensive
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14:58 01.10.2015
Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam

Pflegebedürftige Brandenburger sollen nach dem Willen von Sozialministerin Diana Golze (Linke) so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Zu diesem Zweck startete sie am Donnerstag das erste Projekt der Brandenburger Pflegeoffensive. Es trägt den Titel „Fachstellen Altern und Pflege im Quartier“ und ist laut Ministerium die „zentrale Maßnahme“.

Die neuen Fachstellen sollen Kommunen im Land beim Aufbau von Strukturen unterstützen, mit denen pflegebedürftige Senioren möglichst lange Zuhause leben können. Dies könne beispielsweise die Organisation von Fahrgemeinschaften in einem Ort für Arztbesuche sein oder Hilfe beim Bau von Mehrgenerationen-Häusern.

Häusliche Pflege weiter ausbauen

Ziel sei es unter anderem, die häusliche Pflege weiter auszubauen. Schon heute vertrauten mehr als drei Viertel der Betroffenen auf solche Dienste sowie auf pflegende Angehörige, hieß es. Für das Modellprojekt sind zunächst bis Ende kommenden Jahres bis zu 655 000 Euro vom Land vorgesehen. Die Fachstellen seien aber langfristig angelegt.

Golze erklärte, angesichts der steigenden Lebenserwartung werde die Anzahl altersbedingter Erkrankungen wie Demenz und damit die Zahl der hilfe- oder pflegebedürftigen Menschen gerade in Brandenburg zunehmen. Künftig würden deutlich mehr Senioren über Jahre hinweg auf Unterstützung angewiesen sein. „Darauf müssen wir uns mit innovativen Ideen und Lösungen vorbereiten“, betonte die Ministerin. Die meisten Menschen wollten in den Orten alt und gepflegt werden, in denen sie den Großteil ihres Lebens verbracht hätten, fügte sie hinzu.

Pflegefälle nehmen zu

Nach Angaben des Ministeriums soll die Zahl der über 80-Jährigen in Brandenburg Schätzungen zufolge zwischen 2012 und 2030 von rund 120 000 auf fast 250 000 steigen. Es sei derzeit laut Hochrechnungen damit zu rechnen, dass es bis 2030 etwa 162 000 Pflegebedürftige, davon 87 000 Demenzkranke, gebe - eine Zunahme von 70 Prozent.

Von MAZonline und dpa

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