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Spektakuläre Polarlichter über Brandenburg

Fantastische Lichtspiele in Märkisch Oderland Spektakuläre Polarlichter über Brandenburg

Es gibt Menschen, die fahren für dieses Lichtspektakel weit weg und schlagen sich die Nächte um die Ohren, um ein perfektes Foto zu schießen. In der Nacht zu Montag haben nun in Brandenburg spektakuläre Polarlichter den Nachthimmel in bunte Farben getaucht.

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Dieses Polarlicht war in Lietzen (Märkisch-Oderland) zu sehen.

Quelle: dpa-Zentralbild

Lietzen. Polarlichter haben in der Nacht zum Montag den Himmel über Deutschland zum Leuchten gebracht. Zu sehen war das Schauspiel in vergleichsweise dunklen Regionen mit klarem Himmel, wie die wissenschaftliche Leiterin der Wilhelm-Foerster-Sternwarte in Berlin, Monika Staesche, erklärte. „Es ist aber nicht so stark, wie man sich das vielleicht vorstellt“, betonte sie. Einen besonders farbenfrohen Nachthimmel gab es in Lietzen, im Kreis Märkisch-Oderland, zu sehen.

Der Fotograf sieht grün, pink, lila – der normale Betrachter ein rötliches Leuchten

Auf Fotos seien zwar grüne, pinke oder lilafarbene Lichter zu sehen. Mit dem bloßen Auge könne man am Himmel aber lediglich „ein schwaches rötliches Leuchten“ erkennen. Dies sei etwa in Brandenburg und Sachsen der Fall gewesen. Auch in Thüringen wurden Himmelsbeobachter belohnt. In Städten wie Berlin sei es wegen der vielen Lichtquellen sehr schwierig, Polarlichter zu erkennen.

Einem unbedarften Beobachter entgehen die Polarlichter schnell

Je weiter im Norden man wohne, desto häufiger könne man Polarlichter sehen, erklärte Jost Jahn von der Vereinigung der Sternfreunde. In Süddeutschland sei das eher die Ausnahme. Generell treten Polarlichter ihm zufolge relativ häufig auf. „Alle zwei bis drei Monate sind sie mit dem Auge erkennbar.“ Wer nicht auf der Lauer liege, bekomme von dem Schauspiel in Deutschland aber nichts mit. „Ein unbedarfter Beobachter wird es vielleicht nie sehen.“

Auch in Großbritannien waren die spektakulären Lichter zu sehen

Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen. Dort regen sie Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle zum Leuchten an. Solche Lichtspiele treten vor allem in den Polarregionen auf. Ihre Häufigkeit in Mitteleuropa hängt von der Sonnenaktivität ab. Früher wurden Polarlichter auch als Vorboten drohenden Unheils gedeutet.

In Großbritannien waren die Lichter ebenfalls in der Nacht zu beobachten. Das Berliner Planetarium veröffentlichte bei Facebook etwa ein entsprechendes Foto bunter Lichter über der Insel Anglesey vor der Nordwestküste von Wales.

Von dpa

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