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Spielabbrüche und Unfälle – so war der Winterstart

Wintereinbruch Spielabbrüche und Unfälle – so war der Winterstart

Am Wochenende ist in Brandenburg der erste Schnee gefallen. Fußballspiele mussten abgebrochen werden, es kam zu Unfällen und langen Staus. Wir geben einen Überblick, welche Folgen der Wintereinbruch hatte und sagen, wie viel und ob in den nächsten Tagen Schnee fällt.

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Wegen des dichten Schneetreibens musst die Partie in der Kreisoberliga Havelland zwischen Dallgow und Schenkenberg abgebrochen werden.

Quelle: Foto: Julian Stähle

Potsdam. Der erste Schneefall des Winters hat in Brandenburg und Berlin zu glatten Straßen und Unfällen geführt. Es sei aber größtenteils bei Blechschäden geblieben, teilte die Polizei mit. In Groß Schacksdorf (Spree-Neiße) rutschte eine 20-Jährige am Montag mit ihrem Auto von der Fahrbahn und prallte gegen einen Baum. Sie wurde verletzt.

Auch der Sport ist betroffen. Wegen Schneetreibens mussten am Sonntag im Havelland und in Oberhavel zwei Fußballspiele in der Kreisoberliga beziehungsweise Kreisliga Ost abgebrochen werden. Die Torhüter hätten nicht mehr bis zur Strafraumgrenze schauen können, sagte der Trainer von Grün-Weiss Ahrensfelde II, dessen Mannschaft bei Fortuna Glienicke antrat.

Chaos nach Unfall auf der A24

Im dichten Schneetreiben gab es in der Nacht zum Montag einen schweren Unfall auf der Autobahn A 24 in Richtung Hamburg nahe der Raststätte Linumer Bruch. Ein polnischer Lkw-Fahrer war auf einen anderen Lastwagen aufgefahren. Die Polizei geht allerdings nicht davon aus, dass Glätte und die Witterung die Gründe waren. Es kam zu kilometerlangen Staus. Der Streckenabschnitt zwischen Kremmen und Fehrbellin war komplett gesperrt. Auch die Umfahrungsstraßen waren dicht. Erst gegen Mittag löste sich die Blechlawine auf. In der Folge gab es auf der Autobahn A 10 einen weiteren Auffahrunfall zweier Lkw. Dabei wurde der Tank des auffahrenden Lasters beschädigt. Hunderte Liter Diesel liefen auf die Fahrbahn.

Hertha-Spiel verkommt zur Rutschpartie

Der meiste Schnee fiel in der Prignitz und im südlichen Brandenburg. Auch Berlin lag zwischenzeitlich unter einer weißen Schneedecke. So verwandelte dichtes Schneegestöber am Sonntag den Rasen des Olympiastadions in eine Rutschfläche. Beim Spiel der Hertha gegen Hoffenheim (1:0) ließ der Schiedsrichter den weißen Spielball gegen einen orangenfarbigen eintauschen.

Auf dem Flughafen Berlin-Tegel konnten am Sonntag wegen des Schnees weniger Flüge landen als geplant – 18 statt der geplanten 22. Der Flugzeug-Enteiser sei im Dauereinsatz gewesen, sagte ein Flughafensprecher am Montag.

Weihnachtsmärkte werden abgesichert

Der klassische Winter ist allerdings noch nicht in Sicht. Es bleibt laut Deutschem Wetterdienst in den nächsten Tagen bei nasskaltem Wetter und Frost in der Nacht unbeständig. Es muss mit Glätte und vorübergehend auch mit einer dünnen Schneematschschicht gerechnet werden.

Wie wird’s Wetter: Auf www.MAZ-online.de/wetter steht’s

Passend zum kalten Wetter öffnete am Montag in Potsdam der erste Weihnachtsmarkt in Brandenburg. Die meisten anderen Adventsmärkte im Land erwarten ihre Besucher ab dem kommenden Wochenende. Auch die großen Weihnachtsmärkte in Berlin sind wieder geöffnet. Sie stehen in diesem Jahr unter besonderer Beobachtung von Polizei und Wachschützern. Nach den Terroranschlägen von Paris herrscht erhöhte Wachsamkeit. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) warnte jedoch vor Panikmache. „Nach wie vor gibt es in Berlin keine konkreten Hinweise auf Anschlagsziele“, sagte er.

Von Igor Göldner

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