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Spürhunde suchen nach riesiger Goldmünze

Polizeieinsatz in Berlin Spürhunde suchen nach riesiger Goldmünze

Vor vier Wochen haben Diebe auf der Berliner Museumsinsel aus dem Bode-Museum eine riesige Goldmünze gestohlen. 100 Kilo waren einfach mit einer Schubkarre abtransportiert worden – ein Millionen-Coup. Jetzt scheint Bewegung in die Fahndung gekommen zu sein.

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Die „Big Maple Leaf“ ist 100 Kilo schwer. Sie wurde von Dieben aus gestohlen. Vier Wochen danach hat die Polizei jetzt Spürhunde zur Suche eingesetzt.

Quelle: dpa

Berlin. Vier Wochen nach dem spektakulären Diebstahl einer riesigen Goldmünze auf der Berliner Museumsinsel hat die Polizei Spürhunde zur Fahndung eingesetzt. In der Nähe des Tatorts, des Bode-Museums, wurde dafür am Mittwoch die S-Bahnstrecke zwischen den Stationen Hackescher Markt und Friedrichstraße gesperrt. „Unsere Kolleg. des #LKA begeben sich dort mit Hilfe von Mantrailer-Hunden auf die Spur der Goldmünze aus dem Bodemuseum & deren Diebe“, twitterte die Polizei.

Nach dem Einsatz machte ein Sprecher keine weiteren Angaben. „Es sind laufende Ermittlungen.“ Am Museum hieß es, sechs Beamte seien mit einem Hund im Haus und im Umfeld unterwegs gewesen. „Mantrailer“ haben einen ausgeprägten Geruchssinn und werden bei der Suche nach Menschen eingesetzt.

Goldmünze mit einer Schubkarre abtransportiert

Unbekannte waren in der Nacht zum 27. März in das Gebäude auf der Museumsinsel im Zentrum der Hauptstadt eingebrochen. Sie benutzten eine Leiter und stiegen durch ein Fenster ein. Im Museum stahlen sie die kanadische 100-Kilo-Goldmünze „Big Maple Leaf“, die einen geschätzten Materialwert von 3,8 Millionen Euro hat. Mit einer Schubkarre transportierten sie die Münze ab.

Das Bode-Museum in Berlin wurde bestohlen

Das Bode-Museum in Berlin wurde bestohlen.

Quelle: dpa

Die Münze hat laut Polizei einen Durchmesser von 53 und eine Dicke von 3 Zentimetern und zeigt das Bild von Königin Elizabeth II. Die Rückseite zeigt drei Ahornblätter, Symbole des Prägelandes Kanada. Sie wurde von der «Royal Canadian Mint», der königlichen kanadischen Münze, geprägt. Das Museum zeigte sich schockiert darüber, dass die Einbrecher das Sicherheitssystem des Hauses überwunden hatten.

Angst um die Münze

Die Polizei hat Fotos von den sichergestellten Tatwerkzeugen veröffentlicht. Die Einbrecher hatten das Griffstück einer Axt, die dreiteilige Leiter, die Schubkarre mit weißem Rad, ein Brett mit Rollen zum Transport und einen Türkeil im sowie nahe dem Bode-Museum zurückgelassen.

Diese Leiter nutzten die Einbrecher, um in das Bode-Museum zu gelangen

Diese Leiter nutzten die Einbrecher, um in das Bode-Museum zu gelangen.

Quelle: dpa

Es wird befürchtet, dass die Diebe das Goldstück zersägen, um die kleineren Stücke einzuschmelzen und zu verkaufen. Die Ermittler hoffen auch auf Hinweise von Händlern, denen womöglich größere Goldmengen zum Verkauf angeboten werden. Am Dienstag berichtete die Polizei, es seien mehr als 50 Hinweise eingegangen. Die Informationen würden sorgfältig geprüft.

Spektakuläre Münzraube

Der Diebstahl einer Millionen-Goldmünze wie jetzt in Berlin ist spektakulär. In Deutschland gab es bereits in der Vergangenheit Fälle - wenn auch von geringerem Wert. Eine Auswahl:

August 2016: Aus dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig verschwinden mehr als 570 wertvolle Münzen. Als ein Exemplar, das eigentlich im Depot hätte liegen müssen, in der Öffentlichkeit angeboten wird, überprüft das Haus den gesamten Depotbestand der rund 25 000 Münzen sowie weiterer Gegenstände. Bis heute ist lediglich ein kleiner Teil der Münzen wieder aufgetaucht. Tatverdächtig ist ein ehemaliger Beschäftigter des Museums. Im Dezember 2016 wird der Verlust auf knapp 350 000 Euro geschätzt.

Juni 2012: Aus dem Städtischen Museum in Göttingen werden mittelalterliche Goldmünzen geklaut. Das Haus gibt den Gesamtwert der historischen Stücke, die großteils aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammen, mit rund 65 000 Euro an. Insgesamt seien 18 unterschiedlich große Goldstücke verschwunden.

April 2012: Aus einer mit mehr als 100 Millionen Euro versicherten Gold-Ausstellung in Münster stehlen Diebe rund 50 Münzen. 30 000 Euro sind sie laut dem Museum wert.

November 2010: Aus dem Museum der Universität Tübingen werden 44 historische Münzen aus dem Zeitraum vom 5. Jahrhundert vor Christus bis zum 3. Jahrhundert nach Christus gestohlen - ihr Wert: zwischen 150 000 und 200 000 Euro. Der Täter habe nur solche Gold- und Silbermünzen entwendet, die einen hohen Wiederverkaufswert hätten, heißt es. Münzen mit hohem Seltenheitswert waren nicht darunter.

Von MAZonline/dpa

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