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Stadler will Standort Velten weiter ausbauen

Millioneninvestition Stadler will Standort Velten weiter ausbauen

Gute Nachrichten für die Ofenstadt: Stadler will seinen Standort Velten in Oberhavel weiter ausbauen und kräftig investieren. Der Umsatz des Unternehmens in der Region Berlin-Brandenburg wird 2017 kräftig auf rund 400 Millionen Euro steigen. Darüber informierte der Schienenfahrzeughersteller am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

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Straßenbahnen für Stuttgart, die in Pankow gebaut und in Velten in Betrieb genommen werden.

Quelle: Hohenhaus

Velten. Schienenfahrzeughersteller Stadler will in diesem Jahr kräftig in Velten (Oberhavel) investieren. „Die bisherige Leichtbauhalle wird durch ein festes Gebäude auf der vorhandenen Grundplatte ersetzt. Weiterhin wird der Bürokomplex in der 1. Etage erweitert“, erklärte Geschäftsführer Ulf Braker am Dienstag bei der Jahrespressekonferenz des Unternehmens in Berlin-Pankow. Stadler investiert in den Ausbau 3,5 Millionen Euro. Das Unternehmen könne damit künftig flexibler reagieren, so der Geschäftsführer. Ab Frühjahr starten die Bauarbeiten und sollen im Herbst abgeschlossen werden.

„In Velten werden unsere in Berlin-Pankow gebauten Bahnen zum Leben erweckt“, so Braker. In drei Hallenkomplexen wird dort die Inbetriebnahme der Schienenfahrzeuge durchgeführt. Dabei ermöglichen die Kapazitäten eine Inbetriebnahme von bis zu 16 Fahrzeugen gleichzeitig. Außerdem werden in Velten die Fertigstellung der Fahrzeuge sowie Kundenabnahmen abgewickelt. Auf einer Teststrecke können zudem Testfahrten mit bis zu 120 Stundenkilometern durchgeführt werden und es besteht ein direkter Zugang zum Streckennetz der Deutschen Bahn. Die Inbetriebnahmen und Tests sind mit großem Aufwand verbunden, da auch immer mehr Software in den Bahnen steckt.

Stadler-Geschäftsführer Ulf Braker vor im Bau befindlichen U-Bahn-Zügen der neuen Reihe IK für Berlin

Stadler-Geschäftsführer Ulf Braker vor im Bau befindlichen U-Bahn-Zügen der neuen Reihe IK für Berlin.

Quelle: Hohenhaus

In den nächsten Jahren produziert das Unternehmen unter anderem für die BVG 38 Berliner-U-Bahnen des Typs IK. Zwei Prototypen sind bereits seit September 2016 im Einsatz und haben sich bisher bewährt. Die Wölbung oberhalb des Einstiegs sorgt dafür, dass der Innenraum dem Fahrgast mehr Platz bietet.

Während der Schienenfahrzeughersteller 2016 rund 300 Millionen Euro Umsatz machte, wird für 2017 die Marke von 400 Millionen Euro angepeilt. Für 2017 ist bereits die Produktion von 22 Vollbahnen, 51 Stadt- und Straßenbahnen sowie 19 Metros vorgesehen. Darunter fallen unter anderem die doppelstöckigen Züge Typ KISS für die Luxemburgische Staatsbahn, die einstöckigen Züge Typ FLIRT für die S-Bahn Rhein Ruhr, weitere Variobahnen für Aarhus in Dänemark sowie der Panoramawagen für Rocky Mountaineer in Kanada.

Derzeit habe Stadler am Standort Velten zwischen 40 und 50 Mitarbeiter vor Ort, so Braker. In der Region Berlin-Brandenburg sind es insgesamt 1100.

Von Heiko Hohenhaus

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