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Stalking nimmt leicht ab in Brandenburg

Belästigung Stalking nimmt leicht ab in Brandenburg

Positive Nachrichten aus dem Brandenburger Polizeipräsidium: Die Zahl der Stalking-Fälle im Land ist leicht rückläufig. Einerseits wurden weniger Fälle zur Anzeige gebracht, andererseits konnten mehr aufgeklärt werden. Das Bundeskabinett berät heute eine geplante Gesetzesänderung zu strafbarer Belästigung.

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Stalking ist eine Straftat und bezeichnet das Nachstellen, Verfolgen oder Belästigen einer Person, zum Beispiel per Handy.

Quelle: dpa

Potsdam. In Brandenburg ist die Zahl der angezeigten Stalking-Fälle leicht zurückgegangen. Zugleich ist die Aufklärungsquote weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr seien 1114 Anzeigen registriert worden, 1195 waren es im Jahr zuvor, teilte das Brandenburger Polizeipräsidium auf Anfrage mit. Die Aufklärungsquote sei in dem Zeitraum von 89 auf 92 Prozent gestiegen.

Per Gericht können Verfügungen für die Täter erwirkt werden. Am Mittwoch berät das Bundeskabinett eine geplante Gesetzesänderung von Justizminister Heiko Maas (SPD). Stalking-Opfer sollen nicht wie bislang üblich erst nachweisen müssen, wie sie ihr Leben durch die Attacken ändern müssen.

Fall in Teltow-Fläming: Anrufe und ausgeschlagene Zähne

Stalking rückt oft durch prominente Beispiele ins Rampenlicht - Steffi Graf, John Lennon, Madonna. Ein Fall aus dem Landkreis Teltow-Fläming aus diesem Jahr zeigt, wie massiv Stalking das Leben der Opfer beeinträchtigt. 300 Anrufe am Tag und ausgeschlagene Zähne: Seit zehn Jahren wird Nadine Witte von einem Mann gestalkt. Auch ihre Kinder werden bedroht. Selbst ein Umzug von Berlin nach Teltow-Fläming und zig Anzeigen bei der Polizei bringen der Frau keine Ruhe. In der Prignitz startete im Februar ein Pilotprojekt der Opferorganisation Weißer Ring, das Betroffenen schneller helfen soll. Denn Polizei und Krankenhäuser sind zwar erste Anlaufstellen für Kriminalitätsopfer. Doch aus Datenschutzgründen dürfen sie keine Hilfen vermitteln.

Von MAZonline mit dpa

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