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Star-Reporterin im Kampf gegen Krebs

Susanne Klehns harte Zeiten Star-Reporterin im Kampf gegen Krebs

Susanne Klehn ist Reporterin – und sie ist in der Welt der Stars Zuhause. Oft moderiert sie im RBB. Sie verbindet aber auch noch andere Dinge mit Brandenburg, zum Beispiel den ersten Liebesurlaub. Doch die gefragte Blondine hat auch schwere Zeiten hinter sich. Sie kämpfte gegen Hautkrebs. Nun ist sie Botschafterin für Hautkrebsprävention.

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Reporterin Susanne Klehn.

Quelle: Foto: MDR

Potsdam. Die Rolling Stones und Madonna, Harald Schmidt und Udo Lindenberg: In der Welt der Prominenten ist Susanne Klehn zu Hause. Ihr TV-Format „Klehn hat’s gesehen“ erzielt – im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) seit vier Jahren auf Sendung – hohe Einschaltquoten. Viele Beiträge laufen auch in RBB und ARD. Darüber hinaus ist die 33-Jährige „Dschungelcamp“-VIP-Expertin im RTL-Frühstücksfernsehen. „Das macht viel Spaß“, sagt sie.

Die junge Frau hat aber auch schwere Zeiten hinter sich. Sie musste eine Krebstherapie überstehen. In ihrem jetzt erschienenen Buch „67 Prozent vom Glück“ schreibt Klehn, wie sich ihr Leben nach der Hautkrebs-Diagnose auf den Kopf stellt, die Ehe zerbricht und eine neue Liebe beginnt.

„Das Buch ist aber kein Krebs-Ratgeber, sondern einfach meine Geschichte. Ich schreibe, wie ich denke und das Buch ist, wie ich bin. Ich möchte unterhalten und nicht zum Umgang mit Krebs anleiten“, erklärt die Autorin, bei der sich mit nicht mal 28  Jahren ein dunkles Muttermal als „Malignes Melanom“ („Schwarzer Hautkrebs“) entpuppte. In „67 Prozent vom Glück“ – die Ärzte prognostizierten Klehn eine 67-prozentige Heilungschance – schildert die Journalistin, wie sich nach der Diagnose ihr Freundeskreis verändert und sie versucht, sich nicht auf die Rolle als gut betreute Patientin zurückzuziehen.

Botschafterin für Krebsprävention

Seit dem Frühjahr ist Klehn „Botschafterin für Hautkrebsprävention“ bei der Deutschen Krebshilfe. „Es ist mir eine Herzenssache zu helfen. Auch ich brauchte Menschen, auf die ich mich stützen konnte“, sagt Klehn, die das Screening zur Hautkrebsfrüherkennung ab dem 35. Lebensjahr empfiehlt. „Ich möchte die Leute motivieren, ihre Haut achtsam vor UV-Strahlung zu schützen.“ Nach Krebsdiagnose, Operation und Therapie bedarf es bei ihr einer zehnjährigen Nachsorge, um die Rückkehr des Tumors auszuschließen.

Klehn ist wieder das Energiebündel von vor der Erkrankung. „Die kleene Klehn“, sagen Kollegen manchmal scherzhaft. Von wegen, „Klehn, aber oho“, müsste es dann schon eher über die 1,63 Meter große TV-Frau heißen, korrigieren ihre Freunde. Was sind die beeindruckendsten Stars, die sie live erlebte? „Dazu zählen sicher die Rolling Stones. Clever, aber wahnsinnig freundlich“, erinnert sich Klehn. Der Gitarrist Ron Wood habe sie mal am roten Teppich unter Hunderten wartenden VIP-Reportern direkt angesteuert, weil er sie von einem früheren Interview in Erinnerung hatte. Von der deutschen Künstlerschar zählt sie Angelika Mann zu ihren „Lieblingspromis“. Auch Roland Kaiser oder Frank Schöbel, den sie schon im Fitnessstudio interviewte, gehören dazu.

Ausgedehnte Urlaube sind für Susanne Klehn eher die Ausnahme. Höchstens eine Woche geht es in die Ferien – am liebsten mit Freund Max, der in Klehns Buch eine Hauptrolle spielt. Die weiteste Reise führte bislang nach Las Vegas und Los Angeles. Sehr wohl fühlt sich die Promi-Reporterin in Italien: „Dieser legere Lebensstil gefällt mir.“

Kentern im Spreewald

Brandenburg und Berlin kennt Susanne Klehn gut. Oft dreht sie hier: Viele Prominente aus dem Showgeschäft wohnen im Märkischen oder in der Hauptstadt. Beispielsweise Tatjana Meißner. Ihre Freundin und Kabarettistin stammt aus Potsdam. In guter Erinnerung ist aber auch der erste Liebesurlaub mit ihrem Max im Spreewald. „Unser Paddelboot kenterte allerdings vor lauter Überschwang“, erzählt Klehn lachend. Und dann war da noch vor Jahren die Fahrschule: „Mein Fahrlehrer schrubbte mit mir alle Überlandfahrten von Leipzig nach Potsdam in einem Stück.“

Ja es stimmt, der Job sei stressig, sagt Klehn, die Theaterwissenschaften, Journalistik und Germanistik studiert hat. Dennoch gehe sie mit ihrer Gesundheit heute sorgsamer um, sagt die Leipzigerin, die seit 14 Jahren als Journalistin arbeitet. Der Berufswunsch stand schon früh fest. „Ich glaube, schon im Teenageralter sagte eine Freundin mal im Spaß: ‚Du wirst bestimmt Klatschreporterin’.“

Interesse an Stars und Sternchen entwickelte Susanne Klehn schon ziemlich früh: „Bei meiner Oma lagen immer diese bunten Blätter – mit Klatschgeschichten über Adelfamilien und Promis.“ Das habe sie fasziniert, sagt sie. Die großen und kleinen Dramen der Promi-Welt seien irgendwo auch Spiegelbild des Lebens von Otto-Normal-Verbraucher.

Lesetipp: Susanne Klehn: „67 Prozent vom Glück“. Eulenspiegelverlag, 240 Seiten, 14,99 Euro.

Von Jens Rümmler

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