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Startschuss für die Anti-Terror-Einheit

Schröter: Terrorgefahr in Brandenburg real Startschuss für die Anti-Terror-Einheit

Brandenburg gilt als Rückzugsort für islamistische Extremisten. Potentielle Attentäter haben nicht mehr nur Ziele in Berlin im Visier: Innenminister Karl-Heinz Schröter sieht auch für Brandenburg eine reale Terror-Gefahr. Das Land ist nun gewappnet gegen den Terror: Im Landeskriminalamt hat eine neue Einheit ihre Arbeit aufgenommen.

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Die Spezialeinsatzkräfte wurden aufgerüstet.

Quelle: dpa

Potsdam. Zur Verhinderung von Terroranschlägen hat im brandenburgischen Landeskriminalamt eine neue Einheit offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll mögliches Gefahrenpotenzial von Islamisten analysieren und Gefahrenabwehr planen.

Das Landeskriminalamt hat seinen Sitz in Eberswalde (Barnim). Die neue Polizeistruktur sei unter anderem deshalb angepasst worden, weil der Arbeitsaufwand der Überprüfung von möglichen politisch motivierten Tätern gestiegen sei, hieß es. In Brandenburg bestehe weiterhin eine hohe abstrakte Gefährdung. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) sagte dem rbb-Inforadio: “Wir wissen: Auch im Land Brandenburg, selbst in der Uckermark oder in der Prignitz, können Anschläge durchgeführt werden.“

Mehr Mitarbeiter, Arabischkenntnisse, neue Waffen

20 Mitarbeiter arbeiten für das neue Anti-Terror-Dezernat. Mehrere Spezialisten sollen Arabisch sprechen. So könnten Hinweise von Flüchtigen besser ausgewertet werden und Durchsuchungen bei arabisch Sprechenden konfliktfreier ablaufen. In der neuen Anti-Terror-Einheit werden unter anderem Hinweise zu auffälligen Verhaltensweisen und Wesensveränderungen von verdächtigen Personen bearbeitet, wie es vom Polizeipräsidium hieß.

Nicht nur personell, auch materiell hat die Polizei aufgerüstet. Man habe sich dabei auf die Kriegswaffen der Terroristen eingestellt, sagt Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke. Die Sondereinsatzkommandos sind mit G36-Sturmgewehren und leistungsstärkerer Munition, mit Titan-Schutzhelmen und Nachtsichtgeräten ausgestattet.

50 gewaltbereite Islamisten in Brandenburg

Im Sommer hatte der Verfassungsschutz angegeben, dass in Brandenburg mehr als 70 Islamisten leben. Davon seien mindestens 50 gewaltbereit. Allerdings seien die 50 nicht mit sogenannten Schläfern der Terrormiliz Islamischer Staat zu vergleichen. Man gehe von einer niedrigen zweitstelligen Zahl potenzieller Gefährder aus.

Von MAZonline

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