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Brandenburg Brandenburger sind dicker als Berliner
Brandenburg Brandenburger sind dicker als Berliner
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16:20 12.12.2018
Personenwaage (gewichtsreduktion) Füße stehen auf Waage Quelle: 192839856
Potsdam

Zahlen, Daten, Fakten: Auf rund 700 Seiten lässt das am Mittwoch vorgestellte neue Statistische Jahrbuch für Brandenburg kaum einen Lebensbereich aus. Wie alt die Brandenburger werden, wie viel Geld sie für Bauland zahlen müssen und wie oft sie nach Alkohol-Exzessen in Krankenhäuser müssen - all das haben die Statistiker berechnet. Hier sind sieben Bereiche im Überblick:

ALKOHOL: Nach wie vor trinken einige Brandenburger einfach zu viel und müssen deswegen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Allein im vergangenen Jahr gab es 10 245 solcher Fälle. Der Alkohol ist vor allem ein Männerproblem: Ihr Anteil lag bei 77 Prozent. Eine Ausnahme bilden allerdings die Jugendlichen. Bei den unter 15-Jährigen kamen 52 junge Frauen, aber nur 39 junge Männer wegen exzessiven Alkoholkonsums in eine Klinik.

GEWICHT: Der durchschnittliche Brandenburger Mann wiegt 85,8 Kilogramm und misst 1,79 Meter. Der Berliner dagegen ist einen Zentimeter größer und wiegt nur 83,2 Kilogramm. Bei den Frauen ein ähnliches Bild: Mit 1,66 Meter sind die Märkerinnen im Schnitt einen Zentimeter kleiner als ihr Berliner Pendant. Sie sind aber auch etwas beleibter: 69,2 Kilogramm wiegt eine Durchschnittsfrau in Brandenburg. In Berlin sind es 66,6 Kilogramm.

19 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen gelten in Brandenburg als adipös, also fettleibig. In Berlin sind es nur 13,3 Prozent der Männer und 11,9 Prozent der Frauen. Auffällig in beiden Ländern: Der Anteil beleibter Personen steigt mit dem Alter. „Im Alter werden sie etwas moppeliger“, stellte Holger Leerhoff, Referatsleiter des Statistikamts Berlin-Brandenburg fest.

STERBEALTER: Frauen sterben in einem deutlich höheren Alter als Männer: Ein Drittel der gestorbenen Frauen in Brandenburg war jünger als 78 Jahre. Bei den Männern starb jeder dritte bereits vor dem 69. Geburtstag. Zu den Verstorbenen zählen immer wieder auch Neugeborene. In Brandenburg waren es von 2006 bis 2015 rund 550 Babys. In den meisten Fällen war den Statistikern zufolge eine angeborene Krankheit die Ursache.

AUSBILDUNG: Brandenburg hatte 2017 rund 25 900 Azubis, die meisten von ihnen lernten einen Beruf in Industrie und Handel. Den Statistikern zufolge bewegt sich die Zahl der Auszubildenden seit vier Jahren auf gleichbleibendem Niveau. 2008 gab es noch fast doppelt so viele Azubis. Die Zahl der Studenten hingegen veränderte sich kaum. Sie bewegte sich seit 2008 um die 50 000. 2017 waren rund 49 400 Studenten an den Hochschulen eingeschrieben.

GEBURTEN: Die Zahl der Geburten in Krankenhäusern ging leicht zurück von rund 16 700 in 2016 auf rund 16 500 im Jahr 2017. Drei Viertel der Frauen entbanden auf natürlichem Wege, jede vierte Geburt war ein Kaiserschnitt. In 82 Fällen wurden die Kinder mit Hilfe von Zangen geholt und rund 690 Mal wurde eine Saugglocke eingesetzt. Die Geräte werden bei Komplikationen benutzt.

BEVÖLKERUNG: Brandenburg wird in den kommenden Jahren stark altern. Aktuell kommen auf 100 Personen im Erwerbsalter rund 41 Personen ab 65. Im Jahr 2030 müssen deutlich mehr Ältere versorgt werden. Dann kommen auf 100 Personen nämlich 61 Ältere ab 65 Jahren. Laut den Statistikern muss dieser Entwicklung begegnet werden. Der Anteil der Auszubildenden in der Altenpflege steige zwar, aber noch nicht massiv.

BAULAND: Die Preise für Bauland sind erneut gestiegen - um mehr als 22 Prozent. Mit durchschnittlich 77 Euro pro Quadratmeter gab es erneut einen Höchstwert. Das hielt Bauherren und Investoren aber nicht vom Kauf ab. Rund 12 Millionen Quadratmeter Bauland wechselten 2017 den Eigentümer.

>> Alle aktuellen Daten vom Amt für Statistik für Brandenburg lesen Sie hier.

Von MAZonline/dpa

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