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Brandenburg ADAC warnt vor Dauerstau auf Brandenburgs Straßen
Brandenburg ADAC warnt vor Dauerstau auf Brandenburgs Straßen
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18:30 11.09.2018
Viel Sanierungsbedarf und viele Baustellen: Im Land wird gerade auf mehr als 150 Straßenbaustellen gearbeitet. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Lange Staus rund um die zahlreichen großen Baustellen auf Brandenburgs Straßen sorgen seit Wochen für Frust bei Pendlern und Reisenden. Der Verkehrsclub ADAC warnt nun vor weiteren Jahren mit Dauerstau. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass uns dieses Thema erhalten bleibt“, sagt Jörg Becker, Verkehrsexperte des ADAC Berlin-Brandenburg. In den nächsten zwei, drei Jahren werde die Stau- und Baustellenbelastung „auch in der Intensität dieses Sommers bestehen bleiben“. Der Grund dafür sei ein jahrelanger Investitionsstau: „Jetzt, wo Geld da ist, wird überall gebaut.“

Situation „nicht vergleichbar mit den Vorjahren“

So seien auch die aktuell außergewöhnlich vielen Baustellen auf den Straßen des Landes zu erklären: „Die Situation ist aktuell nicht vergleichbar mit den Vorjahren. Vor allem die Vielzahl der Baustellen im Land sorgt für eine enorme Stau-Belastung.“ Das aber sei nicht nur ein Problem des Landes, sondern ein bundesweites Thema.

Die Landesregierung sieht jedoch die derzeit laufenden Baumaßnahmen im vorgesehenen Plan. Das sagte Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) auf MAZ-Anfrage: „Wir investieren in diesem Jahr 450 Millionen Euro in die Verbesserung unserer Straßen. Mit den mehr als 150 Baustellen auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen liegen wir gut im Zeitplan.“ Auch der finanzielle Rahmen für die Bauprojekte könne aller Voraussicht nach eingehalten werden, sagte ein Sprecher. Man sei in dieser Hinsicht „gut im Fluss“.

Auf der A15 erschien eine Baufirma nicht

Eine Ausnahme sei die Sanierung der Autobahn 15 zwischen Vetschau (Spreewald) und Cottbus. Dort wurden im Juni über Wochen zehn Kilometer Straße als Baustelle abgesperrt. Doch gearbeitet wurde nicht – aus einem kuriosen Grund: Die Baufirma aus Welzow (Spree-Neiße), die den Zuschlag für das Bauprojekt erhalten hatte, erschien einfach nicht. Grund dafür waren vermutlich Personalengpässe nach einem Eigentümerwechsel. In diesem Jahr jedenfalls kann der Straßenabschnitt nicht mehr saniert werden. Erst im kommenden Jahr wird der Auftrag erneut ausgeschrieben, bestätigte ein Ministeriumssprecher.

Im Hinblick auf zahlreichen Baustellen und Staus, die gerade in der kürzlich zu Ende gegangenen Hauptverkehrszeit während der Sommerschulferien für Frust bei Autofahrern im Land gesorgt hatte, sagte Ministerin Schneider: „Für die Autofahrerinnen und Autofahrer sind die Baustellen eine Belastung, weil sich die Fahrzeiten durch Umleitungen oder geringere Geschwindigkeiten im Baustellenbereich verlängern. Ich bitte dafür um Verständnis.“ Sanierte und sichere Straßen kämen aber allen zu Gute.

An mehreren Verkehrsadern wird massiv gebaut

Aktuell wird gleich an mehreren Hauptverkehrsadern im Land massiv gebaut. So ist insbesondere der Berliner Ring – die Autobahn 10 – von einer Vielzahl von Großprojekten betroffen. Zumindest im Süden gibt es seit gestern aber eine erste Nachricht der Entspannung. Im Rahmen des achtspurigen Ausbaus wurden zwischen dem Dreieck Potsdam und der Eisenbahnbrücke am Bahnhof Seddin zunächst alle vier Spuren der Südfahrbahn in Betrieb genommen. Der Verkehr auf der Nordfahrbahn in Fahrtrichtung Autobahndreieck Potsdam bleibt eingeengt dreispurig. Grund dafür sind abschließende Arbeiten im Bereich des Mittelstreifens. In etwa vier Wochen sollen diese Arbeiten beendet sein, wie das Ministerium mitteilte.

Von Ansgar Nehls

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