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Staugefahr: A10 ab heute Dauerbaustelle

Verkehr in Brandenburg Staugefahr: A10 ab heute Dauerbaustelle

In Brandenburg werden 2016 mehr als 400 Millionen Euro in den Straßenbau investiert. Heute startet eines der bedeutsamsten Projekte der kommenden Jahre: Der südliche Berliner Ring wird zwischen den Dreiecken Potsdam und Nuthetal auf acht Spuren verbreitert – Autofahrer müssen sich bis einige Jahre auf Staus gefasst machen.

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Ab 5.April wird auf der A10 gebaut.
 

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Autofahrer müssen sich auf erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen gefasst machen: An der Autobahn A10 auf dem südlichen Berliner Ring im Landkreis Potsdam-Mittelmark beginnen am Dienstag die Arbeiten für ein Millionenvorhaben. Der 8,2 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Dreiecken Potsdam und Nuthetal wird von sechs auf acht Streifen ausgebaut. Er verbindet die Autobahnen A2 und A9 und die A115 Richtung Berlin. Hintergrund des Ausbaus ist die bis 2025 prognostizierte weitere Zunahme des Verkehrs.

Die Kosten betragen 128 Millionen Euro. Im Zuge der Bauarbeiten wird auch die Rastanlage Michendorf-Süd neu geplant. Dort sollen mehr Stellplätze für Pkw und Laster entstehen. Zudem sind Lärmschutzwände vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich bis 2020 laufen. Zwar soll der Abschnitt auch während der Bauarbeiten auf sechs Spuren befahrbar sein, aber das Tempolimit wird auf 60 beziehungsweise 80 Stundenkilometer heruntergesetzt.

400 Millionen fließen in Brandenburgs Straßen

Insgesamt werden in diesem Jahr in Brandenburg mehr als 400 Millionen Euro in den Straßenbau investiert. Das Geld fließt in den Ausbau von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen. Insgesamt sind 196 Baustellen geplant, wie Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) erklärte. „Die Maßnahmen verteilen sich überall im Land“, sagte die Ministerin.

Weitere Großprojekte sind der sechsspurige Ausbau eines 1,7 Kilometer langen Teilstücks des nördlichen Berliner Rings westlich des Dreiecks Barnim sowie die Errichtung einer Grünbrücke über die A 9 westlich von Beelitz (Potsdam-Mittelmark) für 7,5 Millionen Euro. Zudem läuft das Programm zur Sanierung maroder Ortsdurchfahrten weiter. Von 2015 bis 2019 investiert das Land dafür 100 Millionen Euro.

Brandenburgs Unternehmen profitieren

Nach Auskunft der Fachgemeinschaft Bau für Berlin und Brandenburg profitieren vor allem hiesige Unternehmen von den Aufträgen. „Sorge bereiten uns die ÖPP-Projekte im Autobahnbau. Hier sind die mittelständischen Firmen der Region außen vor“, sagte Hauptgeschäftsführer Reinhold Dellmann.

Gemeinsame Kritik äußerten der Verband und die oppositionelle CDU-Landtagsfraktion am anhaltenden Werteverzehr der Straßen. Das Land habe sich in eine Sackgasse manövriert, kritisierte CDU-Infrastrukturexperte Rainer Genilke. Für Erhalt und Neubau von Straßen stelle Brandenburg nur 55 Millionen Euro pro Jahr bereit. Nötig seien aber 90 Millionen.

Das meiste Geld kommt vom Bund

403 Millionen Euro beträgt das Investitionsvolumen für den Erhalt und Neubau von Straßen in Brandenburg. Der Bund trägt 280 Millionen bei, das Land 123 Millionen.

Die CDU-Opposition rechnet dagegen vor, dass das Land tatsächlich weniger Geld (55 Millionen Euro) einsetze. In den 123 Millionen Euro seien auch Kosten für Planung, Betriebsdienst und Radwege enthalten.

90 Millionen Euro müssen laut Experten jährlich investiert werden, um Landesstraßen zu erhalten.

Von Bastian Pauly und MAZonline

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