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Brandenburg Steinmeier redet nicht mit „Zukunft Heimat“
Brandenburg Steinmeier redet nicht mit „Zukunft Heimat“
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12:30 22.02.2018
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Quelle: dpa
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Potsdam

Nach den Auseinandersetzungen um das Zusammenleben von Flüchtlingen und Einheimischen in Cottbus empfing Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Dienstag Vertreter der dortigen Stadtgesellschaft. Zu den Inhalten des vertraulichen Gesprächs gab es keine Angaben.

Verschiedene Vertreter eingeladen

Unter anderem kam Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU), sowie Vertreter des Vereins „Cottbuser Aufbruch“, des Fußballvereins „Energie Cottbus“, der Brandenburgischen Technischen Universität, der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen vor Ort, der Industrie- und Handelskammer (IHK), des Stadtmarketings und des Menschenrechtszentrums.

Nach Angriffen auf Asylsuchende und von Flüchtlingen geriet Cottbus bundesweit in die Schlagzeilen. In der vergangenen Woche demonstrierten mehrere Tausend Menschen gegen Fremdenfeindlichkeit. Zuvor hatte es in der Stadt mehrere Aufmärsche des Vereins „Zukunft Heimat“ und der rechten Szene gegeben.

Der Verein „Zukunft Heimat“, der für kommenden Samstag wieder zu einer Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik aufgerufen hat, hat unterdessen keine Einladung ins Schloss Bellevue erhalten. Es solle ein überschaubarer Kreis an Gesprächspartnern geben, hieß es zur Begründung. „Es kann auch gar keinen Anspruch auf Vollständigkeit geben“, sagte eine Sprecherin.

Verein befürchtet „Schauveranstaltung“

„Wir haben Zweifel daran, ob die Veranstaltung dem Zweck dient, sich ein objektives Bild von Cottbus zu machen oder sie eher den Charakter einer Schauveranstaltung hat“, sagte Hans-Christoph Berndt, Vereinschef von „Zukunft Heimat“. „Es hätten gar nicht unbedingt wir eingeladen werden müssen“, sagte er. Man hätte auch eine Elterinitiative einer Schule nehmen können oder die Initiative, die Spenden für den mit einem Messer verletzten Jugendlichen sammelt.

Für Energie Cottbus wird Präsident Michael Wahlisch an der Runde teilnehmen, wie Vereinssprecher Stefan Scharfenberg erklärte. „Wenn der erste Mann im Staat zu einem Gespräch bittet, muss man nicht lange überlegen. Natürlich kommt man dann“, sagte er. Der Bundespräsident habe sicher Fragen dazu, wie der Verein die Stimmung in der Stadt aktuell einschätzt. „Dem wollen wir nicht vorgreifen“, sagte Scharfenberg.

Bundespräsident plant Besuch

Bundespräsident Steinmeier plant für Ende Juni einen Besuch in Cottbus. Er ist als Festredner bei der Preisverleihung des Bündnisses „Tolerantes Brandenburg“ vorgesehen. Auch deshalb wolle er sich mit dem Gespräch am Dienstag ein eigenes Bild von der Lage vor Ort verschaffen, hieß es.

Von MAZonline

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