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Stimmen für BER-Neustart werden lauter

Pleiteflughafen Stimmen für BER-Neustart werden lauter

Wann in Schönefeld der geplante Hauptstadtflughafen BER fertig wird, ist unklarer denn je. Inzwischen ist sogar ein Baustopp verhängt worden. Und nun werden die Rufe nach einem kompletten Neustart immer lauter. Ein CDU-Politiker spricht sogar von Abriss. Auch Renate Künast von den Grünen findet Gefallen an dieser Idee.

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Der Flughafen in Berlin Schönefeld ist ein Dauerbau-Projekt.

Quelle: dpa

Schönefeld. Angesichts der fortlaufenden Probleme beim Hauptstadtflughafen BER schlägt die Brandenburger CDU einen Neubau als Lösung vor. „Wenn wir wirklich nicht weiterkommen, muss man das Gebäude entweder entkernen - das heißt: den Beton stehen lassen und innen alles neu machen - oder man baut wirklich neu“, sagte der Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen der Berliner „BZ“.

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2006 wurde das Projekt „Hauptstadtflughafen“ in Schönefeld mit einem Spatenstich offiziell eröffnet. Geplant wird der Flughafen aber schon länger – bereits 1991 gründete sich eine Berlin Brandenburg Flughafen Holding. In der Bildergalerie zeigen wir, wie sich der BER von einem hoffnungsvollen Vorzeigeprojekt zu einer Pleitenummer entwickelt hat.

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Der Neubau sollte dann gleich größer sein und den aktuellen Vorschriften entsprechen, meinte der uckermärkische Politiker. Die Berliner Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast schloss sich an. „Wir wollen sehen, ob es nicht vielleicht am Ende günstiger ist, nebenan ein neues Gebäude zu errichten“, sagte sie der Zeitung.

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Piraten-Politiker hält BER-Projekt für gescheitert

„Das Projekt BER ist final gescheitert“, erklärte Martin Delius, Vorsitzender des Berliner Flughafen-Untersuchungsausschusses dem Nachrichtenmagazin Focus. Er plädierte dafür, die Flughafengesellschaft in eine Betreiber- und Projektgesellschaft aufzuspalten. „Wahrscheinlich kommt dann heraus, dass es aus Steuerzahlersicht günstiger ist, den Verkehr über Tegel, Schönefeld und Leipzig/Halle abzuwickeln“, sagte der Politiker der Piraten-Partei.

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Ungeachtet der aktuellen Diskussion hatte der BER-Aufsichtsrat am vergangenen Freitag mehrere Bauvorhaben eingeleitet, die parallel zur Fertigstellung des eigentlichen Flughafens laufen sollen, um das Passagierwachstum bewältigen zu können. Der Vorsitzende, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) machte zugleich deutlich, dass der Zeitplan für den drittgrößten deutschen Flughafen nach vier geplatzten Eröffnungsterminen wieder unter Druck geraten ist. Geplant ist der Start derzeit für den Herbst 2017 zum Winterflugplan.

In einer Focus-Umfrage ist die Mehrheit für einen Weiterbau

Nach einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid für das Nachrichtenmagazin „Focus“ meinen 56 Prozent der Bundesbürger, dass der Flughafen fertig gebaut werden sollte, 21 Prozent sind für einen ersatzlosen Ausstieg aus dem Projekt, 15 Prozent für einen Neustart.

Laut einem Bericht der „Berliner Morgenpost“ sorgt sich unterdessen die Berliner Wirtschaft um die Nachnutzung des Flughafens Tegel. In einem dem Blatt vorliegenden Brief warnten hochrangige Vertreter die Landespolitik vor Änderungen in dem 2013 beschlossenen Konzept. Bisher sollten dort unter anderem ein Industriegebiet, Wohnungen und Grünflächen entstehen, schreibt die Zeitung. Jetzt gebe es aber Bestrebungen, Wasserschutz- und Wohngebiete auszudehnen. Davon wären weite Teile des geplanten Industrie- und Forschungsparks betroffen.

Von MAZonline

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