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Stolpes Leibwächter ließ nichts anbrennen

Memoiren von Horst Pomplun Stolpes Leibwächter ließ nichts anbrennen

Er kennt Hugo Chávez, Phil Collins und Manfred Stolpe. Er ist einer der bekanntesten Personenschützer Deutschlands. Und er schreibt Bücher mit dem Titel „Mein Leben als Personenschützer“. Zwei Bände hat Horst Pomplun bereits veröffentlicht. Weitere sollen noch folgen – mit pikanten und intimen Details.

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Sicherheitsprofi Horst Pomplun.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Horst Pomplun hat viel erlebt. Er kennt Gott und die Welt. Phil Collins, Gabriela Sabatini, Jack Nicholson, die Scorpions, der venezolanische Staatsschef Hugo Chávez, oder Ex-Ministerpräsident Manfred Stolpe gehörten zu seinen Schützlingen. Pomplun ist Deutschlands wohl bekanntester Personenschützer, einer, der die Profession noch weiter professionalisiert hat. In gut 30 Jahren hat er mehrere tausend Bodyguards ausgebildet – mit Siegel der Industrie-und Handelskammer Potsdam.

Schwere Krankheit überstanden

Nachdem er eine schwere Krankheit überstanden hatte, gab er, wie er selbst sagt, dem Drängen von vielen Freunde, Bekannten und Kollegen nach und begann, seine Erlebnisse niederzuschreiben. „Mein Leben als Personenschützer“ liegt bereits in zwei Bänden vor, Teil drei und vier sind in der Planung. Auch einige seiner Klienten hätten ihn zur Niederschrift seiner Biografie ermuntert, so der Autor.

Ehrensache für den 68Jährigen, dass er, zu dessen Dienstpflichten absolute Diskretion gehört, keinen seiner ehemaligen Schützlinge ans Messer liefert. Namen und Orte, verspricht Pomplun, seien geändert. Und das ist für seine ehemaligen Klienten wohl auch gut so.

Teuflisch schöne Nebeneffekte

Denn so wie er sich als Bodyguard für seine „Zielpersonen“ in die Bresche geworfen hat, so sehr hat er die „teuflisch schönen Nebeneffekte“ (so der Untertitel seines ersten Bandes) seines Jobs genossen, die ihn nicht selten in Nachtclubs, Bars und Bordelle geführt hat. Und zwar als teilnehmender Beobachter.

Pomplun beschreibt, wie er ein Mädchen aus den Fängen skrupelloser Mädchenhändler befreit, siebenjährige Scheichsprösslinge beim Kauf eines 850 BMW begleitet oder einem Scheich in Marokko das Schwimmen beibringt. Er widmet sich auch der Beschreibung vorzugsweise weiblicher Körperteile, Haare, Hüften, Hintern, Brüste und was man damit alles anfangen kann. Nicht alles, was in seinem Buch steht, stimmt, räumt er ein. 13 Prozent seien erfunden: „Ich erhalte somit die Ungewissheit – falls doch etwas zu genau ausgeplaudert werden sollte.“

Horst Pomplun: Mein Leben als Personenschützer. VTP Verlag. 321 Seiten, 14,90 Euro. Empfohlen ab 16 Jahre.

Von Torsten Gellner

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