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Brandenburg So läuft der Streik am Flughafen Schönefeld
Brandenburg So läuft der Streik am Flughafen Schönefeld
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11:58 10.08.2018
Fluggäste stehen am Flughafen Schönefeld am Check-in von Ryanair. Quelle: Bernd Settnik/dpa
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Schönefeld

Der Pilotenstreik bei der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair hat am Freitag auch Berlin und Brandenburg erreicht. Am Flughafen Schönefeld blieben am frühen Morgen mehrere Maschinen am Boden, erst nach 9 Uhr soll nach Flughafen-Angaben der erste Ryanair-Flug gehen.

Das große Chaos am Flughafen Schönefeld bleibt trotz des Streiks bislang aus. Die meisten betroffenen Passagiere wurden per SMS und Mail vorab informiert. Nur an den Check-In-Schaltern der irischen Fluglinie ist es am Freitagvormittag deutlich ruhiger.

Einige wenige Ryanair-Flüge starten weiterhin. Die eincheckenden Gäste sind entspannt. Die meisten freuen sich auf ihrem Urlaub in Pisa oder Mallorca.

Eine irische Familie, die heute zurück nach Dublin fliegt, hatte sogar gar nichts von dem Streik mitbekommen. „Wir waren etwas beunruhigt, als wir in der Bahn zum Flughafen Menschen über den Streik reden hörten“, sagen sie. „Aber zum Glück geht unserer Flieger wie geplant.“

Angestellte anderer Fluglinien berichten, dass am frühen Morgen einige wenige Passagiere gestrandet sein sollen. Die meisten hätten Pauschalreisen gebucht und sich dann mit ihrem Reiseveranstalter auseinandersetzen müssen.

Nach Flughafen-Angaben fallen in Schönefeld voraussichtlich 32 von 47 Flügen aus. Auch Tegel ist betroffen: Dort sind 4 der 10 Flüge gestrichen, die die irische Fluggesellschaft für Laudamotion übernimmt. Damit sind mehrere Tausend Passagiere betroffen. Der Flughafen verwies die Kunden für weitere Informationen an Ryanair und Laudamotion.

Streik endet in der Nacht auf Samstag

Der Streik der in Deutschland stationierten Ryanair-Piloten endet wie angekündigt am Samstag um 2.59 Uhr. Eine Verlängerung sei nicht geplant, sagte der Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, Janis Schmitt, am Freitag in Frankfurt. „Wir werden uns den heutigen Tag anschauen und bewerten. Wir hoffen, dass Ryanair unser Signal verstanden hat und dann zu ernsthaften Verhandlungen bereit ist.“

Wegen des Streiks an diesem Freitag hatte Ryanair bereits am Mittwoch vorsorglich nahezu das komplette Programm ihrer in Deutschland platzierten Jets gestrichen. 250 Flüge mit zehntausenden betroffenen Passagieren fielen deshalb aus, ohne dass die tatsächliche Streikbereitschaft der deutschen Piloten getestet worden wäre. Die VC geht nach Schmitts Worten davon aus, dass man eine ähnliche Anzahl von Flügen am Boden gehalten hätte.

Aus Sicht der Gewerkschaft hat das Unternehmen rational gehandelt, da man so sämtliche betroffenen Passagiere rechtzeitig informieren konnte. Das sei durchaus auch im Sinne der Piloten. Auch stünden die Flugzeuge nach einem Tag Pause am Samstagmorgen wieder dort, wo sie benötigt würden.

Bislang gebe es noch kein Signal des Unternehmens zur Fortsetzung der Tarifverhandlung, erklärte die VC. Weitere Streiks will die Gewerkschaft nicht ausschließen. „Wenn da nichts kommt, können wir uns auch weitere Aktionen vorstellen“, sagte Schmitt.

Von Ansgar Nehls

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