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Streiks in Tegel und Schönefeld rücken näher

Sicherheitskräfte wollen mehr Geld Streiks in Tegel und Schönefeld rücken näher

Flugreisende müssen sich im Herbst auf längere Wartezeiten an den Airports von Schönefeld (Dahme-Spreewald) und Berlin-Tegel einstellen. Denn auch die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit um eine bessere Bezahlung der Sicherheitsmitarbeiter ging ergebnislos zu Ende. Jetzt stehen die Zeichen auf Streik.

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In Tegel und Schönefeld könnte gestreikt werden.

Quelle: dpa

Potsdam. Flugreisende müssen sich im Herbst auf längere Wartezeiten an den Airports von Schönefeld (Dahme-Spreewald) und Tegel einstellen. Gestern ging auch die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit um eine bessere Bezahlung der Sicherheitsmitarbeiter ergebnislos zu Ende. „Nach dem heutigen Termin ist ein Streik wahrscheinlicher geworden“, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Benjamin Roscher, der MAZ. „Das haben wir der Arbeitgeberseite auch klar gemacht und hoffen, dass sie das verstanden hat.“

Am 29. September, einen Tag vor Ende der Friedenspflicht, wollen die Verhandlungspartner noch einmal zusammentreffen. Kommt es zu keinem Kompromiss, sind laut Roscher im Oktober stundenweise Warnstreiks möglich. Allerdings würden nicht gleich alle 2500 Sicherheitskräfte in Tegel und Schönefeld die Arbeit nieder legen. „Wir werden klein anfangen, aber so, dass es der Arbeitgeber merkt“, so Roscher.

Parteien liegen weit auseinander

Die Konfliktparteien liegen weit auseinander. Verdi fordert, dass die Stundenlöhne von 11,72 Euro auf 16 Euro für die Personal- und Warenkontrolle und von 15,64 auf 19 Euro für Beschäftigte in der Passagierkontrolle erhöht werden. Die Arbeitgeberseite – vertreten durch den Fachverband Aviation im Bundesverband Sicherheitswirtschaft – hat dagegen bisher nur eine Erhöhung in zwei Schritten von jeweils bis zu 38 Cent pro Stunde angeboten. Zu wenig, findet Verdi. Schließlich seien die Flughäfen wegen des Passagierwachstums überlaufen und die Anforderungen an die Mitarbeiter wegen der Terrorgefahr gestiegen. „Wer gute Sicherheit will, muss bereit sein, dafür auch Geld auszugeben“, sagte Roscher.

Von Torsten Gellner

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