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Streit um RE1: Städte fühlen sich abgehängt

Neue Verkehrsplanung Streit um RE1: Städte fühlen sich abgehängt

Auf der Regionalexpresslinie RE 1 sollen ab 2022 mehr Züge fahren. Das ist laut Verkehrsministerium Teil der neuen Nahverkehrsplanung. Von den angestrebten Verbesserungen bleiben aber offenbar zwei Städte ausgeschlossen: Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder).

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Quelle: Christel Köster

Brandenburg an der Havel. Auf der Regionalexpresslinie RE1 sollen ab dem Jahr 2022 mehr Züge fahren. Dies sei Teil der neuen Landesnahverkehrsplanung, sagte der Sprecher des Infrastrukturministeriums, Steffen Streu, am Mittwoch. Zuvor hatte die „Märkische Oderzeitung“ berichtet. So sollen pro Stunde im Grundtakt drei statt bisher zwei Züge rollen – allerdings nicht auf der gesamten Strecke zwischen Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel, sondern nur von Fürstenwalde (Oder-Spree) bis Werder (Potsdam-Mittelmark).

Streu betonte, es sei noch nicht abgemacht, dass Brandenburg und Frankfurt von diesem Angebot tatsächlich ausgenommen werden sollen. „Wir haben erstmal vorgeschlagen, den Abschnitt von Fürstenwalde nach Werder zu verstärken“, erklärte er. Dies sei auf Grundlage einer Korridoruntersuchung erfolgt. Eine prognostizierte Nachfragesteigerung verlange nach mehr Zügen.

Allerdings sei noch nichts beschlossen, da im Rahmen des landesweiten Regionaldialogs noch Vorschläge unterbreitet werden könnten, betonte Streu. Es sei durchaus möglich, weitere Züge bis Brandenburg oder Frankfurt fahren zu lassen, unterstrich Streu.

Brandenburg und Frankfurt werden abgehängt

Die beiden Städte empfinden den Vorstoß des Ministeriums aber als zementiert. „Das geht vollkommen am Bedarf vorbei“, erklärte Frankfurts Stadtsprecher Martin Lebrenz. „Wir haben morgens 13.000 Einpendler und abends noch einmal so viele“, unterstrich er. Sein Amtskollege in Brandenburg an der Havel, Jan Penkawa, sprach sogar davon, dass beide großen märkische Städte damit vom Land abgehängt und mit Standortnachteilen konfrontiert würden. Etwa 20.000 Menschen nutzten von und nach Brandenburg täglich die Linie RE1. Schon jetzt sei die Situation unzumutbar, da die Züge völlig überfüllt seien. Dass jetzt die Oberzentren Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) ausgeschlossen werden sollen, sei „unhaltbar“.

Alles sei noch offen, bekräftigte Streu. „Wir haben einen Vorschlag gemacht, wie wir das Angebot verbessern können.“ Am Donnerstag finde in Cottbus ein Regionaldialog statt und am Freitag in Angermünde. Danach komme es noch zu einem Treffen des Städtekranzes Berlin-Brandenburg ehe im Herbst das Beteiligungsverfahren zum neuen Landesnahverkehrsplan gestartet werde.

Täglich nutzen mehr als 3,8 Millionen Menschen die Nahverkehrsangebote des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg. Schon ab kommendem Jahr seien Verbesserungen geplant. So sollen den Angaben zufolge zusätzliche Züge auf der RE3-Linie zwischen Falkenberg und Jüterbog fahren. Ab Dezember dieses Jahres sollen nach Bahn-Angaben Regionalzüge wie die der Linie RE1 am neugestalteten Berliner Ostkreuz halten.

Von Georg Russew

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