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Studentenparty gestürmt, Verdächtige schweigen

Cottbus Studentenparty gestürmt, Verdächtige schweigen

Nach dem Hooligans und Neonazis am Freitagabend eine Studentenparty in einem Cottbuser Jugendhaus gestürmt haben, ermittelt nun der Staatsschutz und eine sechsköpfige Ermittlergruppe. Die Tatverdächtigen verweigern die Aussagen und sind inzwischen auf freiem Fuß. Beim Jugendclub ist man nach der Attacke geschockt.

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Die Angreifer traten auch einen Zaun kaputt und richteten einen Schaden von rund 500 Euro an.

Quelle: Facebook/Checkov

Cottbus. Nach der Stürmung einer Studentenparty in einem Cottbusser Jugendclub durch Maskierte ermittelt der Staatsschutz gegen zwölf Personen. Von ihnen seien vier Männer dringend tatverdächtig, die aber die Aussage verweigerten, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Es sei derzeit naheliegend, dass es sich um eine rechtsmotivierte Tat handeln könnte. Einen Teil der Verdächtigen zählt die Polizei zum rechten Spektrum. Alle zwölf Personen seien inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Verantwortlichen des Jugendclubs zeigen sich schockiert

Beim Jugendclub „Chekov“ zeigte man sich am Sonntag von dem Überfall geschockt. Der Verein, der den Club betreibt, veröffentlichte eine lange Stellungnahme auf Facebook. Darin wird der Vorfall aus Sicht des Clubs geschildert. Man sei in den vergangenen 12 Monaten dreimal überfallen worden - dieser Überfall sei aber der aggressivste gewesen. Beim Club geht man davon aus, dass es sich um einen Überfall durch Rechtsextreme handele. Das Angebot des Clubs, dass allen, unabhängig von Herkunft und Sprache offen stehe, sei den Rechten ein Dorn im Auge. Man wolle sich durch den Überfall nicht einschüchtern lassen.

Rund 20, teils maskierte, Störer haben die Party gestürmt

Der Angriff passierte in der Nacht zu Samstag im Stadtteil Spremberger Vorstadt in einer Jugendeinrichtung, die auch Konzerte und Partys ausrichtet. Rund 20 teils maskierte Störer pöbelten nach Polizeiangaben die Studenten an, die gerade ihren Abschluss feierten, und schlugen zwei Frauen mit der Faust ins Gesicht. Der Staatsschutz ermittele wegen Landfriedensbruchs. Eine Ermittlungsgruppe mit sechs Kriminalisten sei eingerichtet worden.

Bei einem Verdächtigen sind auch Waffen gefunden worden

Die Gruppe flüchtete laut Polizei nach der Stürmung, wenig später seien in der Nähe neun tatverdächtige Männer zwischen 17 und 24 Jahren festgenommen worden. Darunter seien vier Männer, die sich früher bereits bei Krawallen zu Fußballspielen beteiligt hätten sowie ein Mann, der durch rechte Straftaten aufgefallen sei. Ein weiterer sei der Polizei wegen Körperverletzung bekannt. Die Beamten hätten bei den Festnahmen ein Springmesser, einen Axtstiel sowie eine Skimaske und eine Sturmhaube sichergestellt. Bei den weiteren Ermittlungen gerieten dann drei weitere mutmaßliche Angreifer in den Fokus.

Von MAZonline

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