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Brandenburg Studie: So kinderfreundlich ist Brandenburg
Brandenburg Studie: So kinderfreundlich ist Brandenburg
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11:43 16.05.2018
Bei der Gestaltung von Spielplätzen haben Kinder oftmals keine Mitspracherechte. Quelle: dpa
Berlin

Bei der Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen in der Schule nimmt Brandenburg bundesweit einen Spitzenplatz ein. Laut einer neuen Studie können 74 Prozent der Schülerinnen und Schüler häufig oder zumindest gelegentlich in der Schule mitbestimmen. Anders sieht es etwa in den Schulen in Baden-Württemberg aus. Dort werden nur 55 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Schulen häufig nach ihrer Meinung gefragt – der bundesweit niedrigste Wert. Das zeigt eine am Mittwoch in Berlin vorgestellte Umfrage im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks.

In vielen Bereichen gibt es deutliche Defizite bei der Umsetzung von Kinderrechten. Nur etwa jedes fünfte Kind (19 Prozent) kennt sich mit den in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechten „ganz gut aus“. In Brandenburg sind es 22 Prozent.

Zu wenig digitale Teilhabe an Schulen

Auch in Sachen digitaler Teilhabe sehen die Autoren der Studie Kinder und Jugendliche vielerorts abgehängt: Nur 39 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen gaben an, dass es in ihrer Schule einen Internetzugang für alle Schülerinnen und Schüler gibt. In Brandenburg war dies bei 43 Prozent der Fall. Auch würden wichtige Themen in Bezug auf digitale Medien, wie Mobbing im Internet, Urheberrechte, Datenschutz oder Cyber-Grooming nur in gut der Hälfte der Klassenzimmer behandelt. „In Brandenburgs Schulen spielen Fragen von Cyber-Grooming oder Mobbing im Internet nur eine sehr untergeordnete Rolle, hier wird in anderen Bundesländern wesentlich mehr getan“, sagt Uwe Kamp, Sprecher des Deutschen Kinderhilfswerks.

Die Umfrage zeigt auch: Gerade in der Schule wünschen sich Kinder und Jugendliche oftmals mehr Unterstützung. Nur in 82 Prozent der märkischen Schulen haben die Kinder einen Ansprechpartner, an den sie sich bei Problemen wenden können. Lediglich in Berlin fühlten sich Schüler noch weniger unterstützt: Hier lag der Wert bei 78 Prozent.

Brandenburg macht sich für Kinderrechte stark

An der Studie zur UN-Kinderrechtskonvention beteiligten sich deutschlandweit 1.591 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren. Hierzulande ist die UN-Kinderrechtskonvention seit 1992 in Kraft. Darin festgelegt sind Grundrechte wie der Schutz vor Diskriminierung, das Recht auf Bildung – und genauso das Recht auf Spielen, eine gewaltfreie Erziehung und elterliche Fürsorge.

Noch sind die Rechte von Kindern nicht im deutschen Grundgesetz verankert. Das Land Brandenburg will sich über den Bundesrat für eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz stark machen. Auch Organisationen wie das Deutsche Kinderhilfswerk oder Unicef werben seit mehr als 20 Jahren dafür, dass die Rechte des Kindes im Grundgesetz verankert sind. Dass Kinderrechte ins Grundgesetz kommen sollen, haben Union und Sozialdemokraten im Koalitonsvertrag vereinbart. Für Änderungen des Grundgesetzes ist in Bundestag und Bundesrat jeweils eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig.

Von Diana Bade

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