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Sturm „Xavier“ hat tausende Bäume zerstört

Berlin und Brandenburg Sturm „Xavier“ hat tausende Bäume zerstört

Zwei Wochen nach dem Sturm „Xavier“ wird das Ausmaß der Zerstörung bekannt. Allein in Berlin sind rund 56.000 Bäume so schwer beschädigt worden, dass sie gefällt werden müssen. Auch in Brandenburg haben hunderte Bäume das Sturm-Chaos nicht überlebt.

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In Oranienburg mussten etliche Bäume gefällt werden.

Quelle: TKO

Berlin. Durch den Extrem-Sturm „Xavier“ am 5. Oktober sind in Berlin rund 56.000 Bäume teilweise massiv beschädigt worden. Diese Zahl nannte Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Allein in Parkanlagen, Straßen und Friedhöfen seien ungefähr 10.000 Bäume „vernichtet“ worden. Im Wald gebe es nach Angaben der Berliner Forsten rund 46.000 geschädigte Bäume.

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Abgeknickte Bäume, blockierte Straßen und Bahntrassen, beschädigte Häuser und Autos – all dies waren Folgen des Sturmtiefs Xavier das am Donnerstagnachmittag auch über die Prignitz zog und eine Schneise der Verwüstung hinterließ. Bis zum Abend gab es etwa 100 Einsätze landkreisweit, ein Feuerwehrmann wurde verletzt.

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Günther sprach von immensen und vielfältigen Schäden. Zum einen seien viele Bäume umgerissen worden, andere seien „extrem und in hohem Maße geschädigt und nicht mehr standsicher“. Da dies im Unterschied zu früheren Stürmen nicht nur lokal, sondern flächendeckend der Fall sei, rate sie weiter davon ab, in Wäldern oder bestimmten Parkanlagen spazieren zu gehen, sagte Günther.

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Derzeit liefen noch die Aufräumarbeiten. Zudem gebe es in den Bezirken umfangreiche Prüfungen, welche weiteren Bäume zum Schutz der Menschen gefällt werden müssten. Der Senat überlege in diesem Zusammenhang, die Bezirke finanziell besser auszustatten, damit sie ihre Aufgaben wahrnehmen könnten.

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Umgestürzte Bäume, Feuerwehren im Dauereinsatz – Sturm Xavier hat in der Region Dahmeland-Fläming eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Vor allem Bahnfahrer mussten sich gedulden. Auf den Schienen ging auch einen Tag nach dem Sturm nicht viel.

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Bei dem Sturm war eine Berlinerin ums Leben gekommen, der öffentliche Nahverkehr war stundenlang lahmgelegt. Günther zufolge muss sich Berlin prinzipiell Gedanken machen, wie man sich künftig für solche Naturereignisse wappnet. „Wenn wir darüber reden, was wir in Zukunft tun, muss uns bewusst sein, dass solche Stürme zukünftig in Städten überhaupt mehr auftreten werden. Wir leben in Zeiten des Klimawandels, und das ist keine Fiktion.“

Von dpa, MAZonline

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