Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Sturm „Xavier“ hat tausende Bäume zerstört
Brandenburg Sturm „Xavier“ hat tausende Bäume zerstört
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:40 19.10.2017
In Oranienburg mussten etliche Bäume gefällt werden. Quelle: TKO
Anzeige
Berlin

Durch den Extrem-Sturm „Xavier“ am 5. Oktober sind in Berlin rund 56.000 Bäume teilweise massiv beschädigt worden. Diese Zahl nannte Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Allein in Parkanlagen, Straßen und Friedhöfen seien ungefähr 10.000 Bäume „vernichtet“ worden. Im Wald gebe es nach Angaben der Berliner Forsten rund 46.000 geschädigte Bäume.

Zur Galerie
Abgeknickte Bäume, blockierte Straßen und Bahntrassen, beschädigte Häuser und Autos – all dies waren Folgen des Sturmtiefs Xavier das am Donnerstagnachmittag auch über die Prignitz zog und eine Schneise der Verwüstung hinterließ. Bis zum Abend gab es etwa 100 Einsätze landkreisweit, ein Feuerwehrmann wurde verletzt.

Günther sprach von immensen und vielfältigen Schäden. Zum einen seien viele Bäume umgerissen worden, andere seien „extrem und in hohem Maße geschädigt und nicht mehr standsicher“. Da dies im Unterschied zu früheren Stürmen nicht nur lokal, sondern flächendeckend der Fall sei, rate sie weiter davon ab, in Wäldern oder bestimmten Parkanlagen spazieren zu gehen, sagte Günther.

Sturmschäden in Brandenburg

In Wittenberge (Prignitz) ist das Ausmaß auch zwei Woche nach dem Sturm noch nicht vollständig zu erkennen. Für einige Parks gilt ein Betretungsverbot, bislang sind rund 150 Bäume gefällt worden. Mehr...

Im Kreis Ostprignitz-Ruppin sind auf einer Straße bei Lohm mehr als 100 Bäume gefällt worden. Die Aufräumarbeiten zogen sich über zwei Wochen. Mehr...

In Heiligengrabe (Ostprignitz-Ruppin) hält der Sturm die Gemeinde weiterhin in Schach. Immer wieder kommen dort Bäume ins Wanken. Mehr...

Derzeit liefen noch die Aufräumarbeiten. Zudem gebe es in den Bezirken umfangreiche Prüfungen, welche weiteren Bäume zum Schutz der Menschen gefällt werden müssten. Der Senat überlege in diesem Zusammenhang, die Bezirke finanziell besser auszustatten, damit sie ihre Aufgaben wahrnehmen könnten.

Zur Galerie
Umgestürzte Bäume, Feuerwehren im Dauereinsatz – Sturm Xavier hat in der Region Dahmeland-Fläming eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Vor allem Bahnfahrer mussten sich gedulden. Auf den Schienen ging auch einen Tag nach dem Sturm nicht viel.

Bei dem Sturm war eine Berlinerin ums Leben gekommen, der öffentliche Nahverkehr war stundenlang lahmgelegt. Günther zufolge muss sich Berlin prinzipiell Gedanken machen, wie man sich künftig für solche Naturereignisse wappnet. „Wenn wir darüber reden, was wir in Zukunft tun, muss uns bewusst sein, dass solche Stürme zukünftig in Städten überhaupt mehr auftreten werden. Wir leben in Zeiten des Klimawandels, und das ist keine Fiktion.“

Von dpa, MAZonline

Das wird viele S-Bahn-Fahrer und vor allem Pendler ärgern. Die beliebten Linien S1 und S5 werden in den kommenden Wochen ohne die sogenannten Verstärkerzüge auskommen müssen. Eigentlich sollten diese ab November wieder fahren. Reparaturarbeiten verzögern sich.

19.10.2017

Er gilt als inoffizieller Nobelpreis der Umweltwissenschaften: Seit 1992 vergibt die Asahi-Glass-Stiftung den Blue-Planet-Preis an Forscher, die bei der Rettung der Umwelt helfen. Es war eine Frage der Zeit, bis der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (Pik), Hans Joachim Schellnhuber zu den Preisträgern gehören würde – als zweiter Deutscher überhaupt.

19.10.2017

Am Mittwoch drohte eine 14-Jährige in einem Einkaufszentrum in Berlin mit einer Bombe. Damit löste sie einen Großeinsatz der Polizei aus, obwohl sich schnell herausstellte, dass es ein „Scherz“ war. Für die Familie des Mädchens könnte es nun dennoch teuer werden.

19.10.2017
Anzeige