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Brandenburg Sturmtief deckt Wohnhaus-Dach ab
Brandenburg Sturmtief deckt Wohnhaus-Dach ab
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13:56 24.02.2017
Brandenburg blieb weitestgehend verschont. Quelle: dpa
Berlin/Potsdam

Sturmtief “Thomas“ hat Berlin und viele Teile Brandenburgs weitgehend verschont, im Süden gab es allerdings viele Feuerwehreinsätze. Etwas heftiger traf es die Kleinstadt Guben (Spree-Neiße), dort deckte der Sturm am Freitagmorgen die komplette Dachschicht eines Wohnhauses ab, wie die Stadt mitteilte. Die Schweißbahnen des Flachdaches fielen in den Innenhof, verletzt wurde niemand. Auch Teile des Mauerwerks und Dachbleche lösten sich. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten aber in ihren Wohnungen bleiben, weil die Holzkonstruktion des Daches stand hielt, wie es weiter hieß.

Im Süden des Landes rückte die Feuerwehr wegen des Sturmtiefs deutlich häufiger aus als an durchschnittlichen Tagen - in der Nacht zum Freitag gab es demnach 37 Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume und Telefonmasten. Auf der Bahnstrecke zwischen Cottbus und Görlitz lag am frühen Morgen nach Angaben der Regionalleitstelle Lausitz ein umgestürzter Baum auf den Gleisen. Der Zugverkehr sei zeitweise unterbrochen worden.

Auf der Autobahn 10 bei Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) wurde laut Polizei der Fahrer eines Kleinlastwagens am frühen Morgen leicht verletzt, als das Fahrzeug von einer Windböe erfasst, gegen eine Mittelleitplanke gedrückt wurde und danach umkippte.

Unwetterwarnung aufgehoben

In Berlin war die Lage dagegen viel entspannter. Es gab zwei Fälle, bei denen sich Bleche gelockert hatten, wobei die Feuerwehr nicht eingreifen musste, sagte ein Sprecher am Morgen. “Berlin wurde verschont.“

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte seine Unwetterwarnung für die Region in der Nacht zum Freitag wieder aufgehoben.

Dennoch bleiben in Berlin und Brandenburg am Freitag zahlreiche Parks und Schlösser zu. Das teilte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten mit. Betroffen sind in Berlin und Potsdam alle Gärten und Parks der Stiftung sowie Schlösser, die nur über einen Park erreichbar sind. Trotz Sturms geöffnet bleiben die Schlösser Sanssouci, Neues Palais, Charlottenburg, Cecilienhof. Auch in Rheinsberg, Paretz, Caputh, Oranienburg und Königs Wusterhausen bleiben Schlösser und Parks geschlossen.

Viele Parks und Schlösser bleiben am Freitag dicht. Quelle: MAZonline

Entwurzelte Bäume und lahmgelegte Bahnstrecken

Andere Teile Deutschlands, insbesondere der Westen, sind nicht ganz so glimpflich davongekommen. Beim Einsturz eines Podiums bei einer Fastnachtsveranstaltung im baden-württembergischen Dornhan wurden drei Frauen und eine Neunjährige verletzt. Probleme gab es auch am Wuppertaler Hauptbahnhof, wie eine Bahnsprecherin sagte. Kurz vor dem Bahnhof stürzte ein Baum auf die Oberleitung und auf einen ICE. Die rund 70 Fahrgäste wurden aus dem Zug gebracht. Der liegengebliebene ICE verursachte weitere Verspätungen anderer Züge. In Bremen stürzte bereits am Nachmittag ein sieben Meter hoher Baum auf einen stehenden Zug. Verletzt wurde dabei niemand, teilte die Feuerwehr mit.

Karnevalsfeiern abgesagt und abgebrochen

In Köln, wo die Rettungskräfte ohnehin wegen der Karnevalsfeiern im Großeinsatz waren, zählte die Feuerwehr am Abend bereits mehr als 150 Einsätze. In Bonn wurde wegen der Sturmwarnung eine Karnevalsparty auf dem zentralen Münsterplatz abgesagt. In Düsseldorf beendeten die Karnevalisten wegen des schlechten Wetters ihr Bühnenprogramm zu Altweiber vorzeitig. Für den Rosenmontag sagt der Deutsche Wetterdienst eine entspanntere Lage mit etwas Regen voraus. Mit einem Sturm wie im vergangenen Jahr wird nicht gerechnet.

Von dpa

Wer für den morgigen Freitag einen Ausflug in den Park Sanssouci oder in den Schlosspark Rheinsberg geplant hat, sollte besser umdenken. Denn die Parkanlagen bleiben wegen der Sturmwarnung geschlossen. Auch einige Schlösser bleiben geschlossen.

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