Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Supermarkt-Räuber muss lebenslang in Haft
Brandenburg Supermarkt-Räuber muss lebenslang in Haft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:14 17.02.2016
Marek K. vor dem Landgericht Hannover. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Nach einer Serie von Supermarktüberfällen ist ein 42-Jähriger in Hannover wegen Raubes und Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach Überzeugung des Landgerichts führte der Raubzug des Mannes unter anderem durch Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern. In Hannover erschoss er laut Urteil einen 21-Jährigen, der ihn aufhalten wollte. Das Gericht hielt eine besondere Schwere der Schuld für gegeben. Damit ist eine vorzeitige Entlassung aus der Haft auf Bewährung erschwert. Die Taten konnten dem 42-Jährigen anhand von DNA-Spuren zugeordnet werden.

Damit folgten die Richter der Staatsanwaltschaft, die eine lebenslange Haftstrafe gefordert hatte. Die Verteidigung verlangte kein konkretes Strafmaß, plädierte aber dafür, von einer Sicherungsverwahrung für den Angeklagten abzusehen. Dem Angeklagten werden 24 Überfälle in etlichen Bundesländern angelastet, darunter auch in Brandenburg, wobei er in Hannover einen Kunden erschossen und einen anderen schwer verletzt haben soll.

Angeklagter beschuldigt die Polizei

Der Angeklagte hatte am letzten Prozesstag am Mittwoch sein Schweigen gebrochen und die Taten bestritten. „Ich denke, dass es hier zu vielen gefälschten Beweisen gekommen ist durch die deutsche Polizei“, sagte er vor dem Landgericht.

Angeklagter will zur Tatzeit in Polen gewesen sein

Während etlicher der ihm zur Last gelegten 24 Überfälle habe er sich zu Hause in Polen und nicht in Deutschland befunden. Anhand von DNA-Spuren wurden dem Angeklagten Taten unter anderem in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Bayern zugeordnet.

Sein Handy sei an Tatorten von der Polizei geortet worden, obwohl es bereits vom polnischen Netzbetreiber blockiert gewesen sei. Während einer der Taten habe er sich an einer polnischen Tankstelle befunden und müsse dort von Kameras gefilmt worden sein.

Bei dem Überfall im Dezember 2014 in Hannover ist ein Kunde des Supermarktes getötet worden. Quelle: dpa

Kopfschuss auf einen Kunden

Die Anklage wirft dem Mann vor, bei einem Überfall vor gut einem Jahr in Hannover einen Kunden erschossen haben. Außerdem ist er wegen 23 weiterer Überfälle angeklagt, bei denen er in acht Fällen ebenfalls geschossen haben soll.

Mehrere Überfälle in Brandenburg

Der Mann soll auch für mehrere Überfälle in Brandenburg verantwortlich sein. Unter anderem soll er am 29. April 2015 den Lidl in Neuruppin und am 20. Februar 2015 den Netto in Schwante überfallen haben. Auch in Nauen und Brandenburg an der Havel schlug der Mann zu.

Lesen Sie auch:

Prozessauftakt in Hannover: Supermarkt-Räuber schweigt

Bewaffneter Überfall auf Supermarkt in Brandenburg an der Havel

Raubmörder-Spur bis nach Brandenburg

SEK nimmt Serientäter in Dresden fest

Von dpa

Der Zug- und Flugzeugbauer Bombardier streicht in den nächsten zwei Jahren weltweit 7000 Arbeitsplätze, davon allein 3200 bei der Zugsparte. In Deutschland sollen 1430 Jobs abgebaut werden. Damit muss auch die Belegschaft des Werks in Hennigsdorf (Oberhavel) zittern. Es ist mit 2850 Beschäftigten der größte Bombardier-Standort in Deutschland.

17.02.2016

Die Bewohner müssen einen riesigen Schrecken bekommen haben. Dienstagabend ist ein 24-Jähriger in einer kleinen Gemeinde im Kreis Oder-Spree mit laufender Kettensäge in ein Wohnhaus spaziert. Die Polizei konnte Schlimmeres verhindern und nahm den Mann mit zur Wache. Das hatte vor allem einen Grund.

17.02.2016

Schön, aber teuer. Die Buga in der Havelregion entwickelt sich für die beteiligten Kommunen immer mehr zum finanziellen Desaster. Das Defizit steigt weiter und liegt jetzt bei rund 20 Millionen Euro. Die Macher geben dafür mehrere Gründe an. Die stoßen nicht überall auf Verständnis. Und es könnte noch dicker kommen.

29.03.2018
Anzeige