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Supermarkt-Räuber muss lebenslang in Haft

Urteil in Hannover Supermarkt-Räuber muss lebenslang in Haft

Der 42-Jährige, der wegen bundesweit 24 Überfällen auf Supermärkte und wegen Mordes in Hannover vor Gericht steht, ist am Mittwochnachmittag zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der Mann, der auch in Brandenburg sein Unwesen trieb, hatte am letzten Prozesstag sein Schweigen gebrochen und der Polizei schwere Vorwürfe gemacht.

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Marek K. vor dem Landgericht Hannover.

Quelle: dpa

Hannover. Nach einer Serie von Supermarktüberfällen ist ein 42-Jähriger in Hannover wegen Raubes und Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach Überzeugung des Landgerichts führte der Raubzug des Mannes unter anderem durch Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern. In Hannover erschoss er laut Urteil einen 21-Jährigen, der ihn aufhalten wollte. Das Gericht hielt eine besondere Schwere der Schuld für gegeben. Damit ist eine vorzeitige Entlassung aus der Haft auf Bewährung erschwert. Die Taten konnten dem 42-Jährigen anhand von DNA-Spuren zugeordnet werden.

Damit folgten die Richter der Staatsanwaltschaft, die eine lebenslange Haftstrafe gefordert hatte. Die Verteidigung verlangte kein konkretes Strafmaß, plädierte aber dafür, von einer Sicherungsverwahrung für den Angeklagten abzusehen. Dem Angeklagten werden 24 Überfälle in etlichen Bundesländern angelastet, darunter auch in Brandenburg, wobei er in Hannover einen Kunden erschossen und einen anderen schwer verletzt haben soll.

Angeklagter beschuldigt die Polizei

Der Angeklagte hatte am letzten Prozesstag am Mittwoch sein Schweigen gebrochen und die Taten bestritten. „Ich denke, dass es hier zu vielen gefälschten Beweisen gekommen ist durch die deutsche Polizei“, sagte er vor dem Landgericht.

Angeklagter will zur Tatzeit in Polen gewesen sein

Während etlicher der ihm zur Last gelegten 24 Überfälle habe er sich zu Hause in Polen und nicht in Deutschland befunden. Anhand von DNA-Spuren wurden dem Angeklagten Taten unter anderem in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Bayern zugeordnet.

Sein Handy sei an Tatorten von der Polizei geortet worden, obwohl es bereits vom polnischen Netzbetreiber blockiert gewesen sei. Während einer der Taten habe er sich an einer polnischen Tankstelle befunden und müsse dort von Kameras gefilmt worden sein.

Bei dem Überfall im Dezember 2014 in Hannover ist ein Kunde des Supermarktes getötet worden

Bei dem Überfall im Dezember 2014 in Hannover ist ein Kunde des Supermarktes getötet worden.

Quelle: dpa

Kopfschuss auf einen Kunden

Die Anklage wirft dem Mann vor, bei einem Überfall vor gut einem Jahr in Hannover einen Kunden erschossen haben. Außerdem ist er wegen 23 weiterer Überfälle angeklagt, bei denen er in acht Fällen ebenfalls geschossen haben soll.

Mehrere Überfälle in Brandenburg

Der Mann soll auch für mehrere Überfälle in Brandenburg verantwortlich sein. Unter anderem soll er am 29. April 2015 den Lidl in Neuruppin und am 20. Februar 2015 den Netto in Schwante überfallen haben. Auch in Nauen und Brandenburg an der Havel schlug der Mann zu.

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Von dpa

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