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Brandenburg Supermond entzückt in Brandenburg
Brandenburg Supermond entzückt in Brandenburg
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20:26 14.11.2016
Quelle: dpa
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Potsdam

In weiten Teilen Deutschlands ist vom Supermond am Montagabend nicht viel zu sehen. Wolken oder im Süden auch Hochnebel verdeckten das Himmelsschauspiel, wie Andreas Wirtz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach sagte.

Am besten ist der Vollmond zunächst noch in der Südhälfte Brandenburgs, in Sachsen, in Teilen Thüringens, Bayerns und Baden-Württembergs zu sehen. Dort haben Mondbegeisterte freie Sicht auf den derzeit besonders groß und hell wirkenden Erdtrabanten.

So spektakulär ist der Supermond>>

Wolken sollten aber im Laufe der Nacht zum Dienstag von Nordwesten her über ganz Deutschland ziehen, wie es vom DWD hieß. Am längsten sollte der Mond noch in der Lausitz sowie im Südosten Bayerns zu sehen sein.

So nah wie selten

Exakt um 14.52 Uhr war am Montag die Vollmondphase eingetreten. Drei Stunden zuvor war der Mond mit 356 509 Kilometern Distanz in extreme Erdnähe gekommen. Erst am 7. April 2020 wird unser Nachbar der Erde mit 356 907 Kilometern ähnlich nahe sein. Noch näher war er am 4. Januar 1912, als er bis auf 356 375 Kilometer an die Erde herankam

Der derzeitige Supermond ist nach Auskunft von Björn Voss, Leiter des Planetariums im LWL-Museum für Naturkunde in Münster, rund sieben Prozent größer als es im Durchschnitt der Fall ist. Die Bahn des Mondes ist elliptisch. „Er ist nie gleich groß“, sagte Voss. Ein Beispiel: Werde der kleinste Mond mit einer 1-Euro-Münze verglichen, so entspräche der größte in etwa einem 2-Euro-Stück.

Mondmeere zu entdecken

Die dunklen Bereiche als auffälliges Merkmal des Erdtrabanten seien „Mondmeere“, sagte Voss. Es handele sich aber nicht um Gewässer oder gebirgige Bereiche, sondern um dunkles Gestein wie etwa Basalt. Die Erhebungen des Mondes seien die hellen Regionen.

Der Supermond

Der sogenannte Supervollmond ist der Erde so nahe wie lange nicht. Was es mit diesem Mond auf sich hat und was an ihm so super ist, erklärt im Interview sehr anschaulich der Potsdamer Astrophysiker Mirko Krumpe.

Wer den Erdtrabanten am Montagabend noch betrachten möchte, muss sich auf alle Fälle warm anziehen: Die Temperaturen sinken auf Werte bis zu minus 9 Grad. Nur im Nordwesten bleibt es mit vier bis Null Grad frostfrei - dort ist der Himmel aber wolkenverhangen.

Springfluten erwartet

Die Nähe des Mondes beeinflusst auch die Gezeiten. “Je näher der Mond an der Erde ist, desto höher ist die Gravitationskraft. Das kann zu höheren Springfluten führen“, erläutert Guido Thimm, Wissenschaftlicher Geschäftsführer am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg. Gravierende Auswirkungen seien aber nicht zu erwarten. Springtiden bezeichnen eine besonders hohe Flut und eine besonders niedrige Ebbe.

Schon am Sonntag hatten Abendspaziergänger in vielen Regionen Deutschlands freie Sicht auf den Super-Vollmond. Vor allem im Norden und Osten stand der Erdtrabant groß und mächtig am schwarzen Himmel, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Nur im Süden und Südwesten der Republik verdeckten dichte Wolken den Blick zum Firmament.

Mondfotos gesucht!

Da die Wettervorhersage für Montag relativ gut ist, werden sicher viele Menschen das Spektakel fotografieren. Wir freuen uns daher auf Ihre Vollmondbilder – gerne auch auf Ihre Vollmond-Selfies!

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14411 Potsdam

Von Susanne Kupke, Annett Stein

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