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Brandenburg Supermond und Sternschnuppenregen
Brandenburg Supermond und Sternschnuppenregen
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14:06 12.08.2014
Der Supermond über Brandenburg Quelle: Patrick Pleul

Der August bescherte uns den größten Vollmond des Jahres. Der sogenannte Supermond ist etwa 14 Prozent größer und auch heller als ein normaler Vollmond. Am Sonntagabend war er der Erde am nächsten, nämlich nur 356.896 km vom Erdmittelpunkt entfernt. Seine maximale Entfernung beträgt dagegen 406.000 km.

Nur das Wetter hat den Sternenfreunden vielerorts einen Strich durch die Rechnung gemacht. In Potsdam und Rathenow (Havelland) war der Himmel so wolkenverhangen, dass von dem Mond kaum etwas zu sehen war.

Eine Sternschnuppe leuchtet am Nachthimmel über Brandenburg. Quelle: Patrick Pleul

Auch der Sternschnuppenregen der Perseiden wird nur mit viel Glück gut zu sehen sein. Die Perseiden sind seit Sonntag sichtbar und erreichen in der Nacht zu Mittwoch ihr Maximum. Sie sind der aktivste Meteorstrom des gesamten Jahres und scheinen dem Sternbild Perseus zu entströmen.

Auf ihrer Bahn um die Sonne kreuzt die Erde jedes Jahr im August die Wolke aus Trümmerteilen des weitgehend aufgelösten Kometen Swift-Tuttle. Dann dringen Teilchen davon in die Atmosphäre ein und verglühen dabei als mehr oder weniger helle Meteore.

Die Sternschnuppen heißen im Volksmund auch Laurentiustränen, weil sie um den Gedenktag des Heiligen am 10. August besonders oft zu sehen sind. Die kleinen Lichtblitze galten als die Tränen des Himmels über das Martyrium des Laurentius. Er soll am 10. August 258 auf Befehl des römischen Kaisers Valerian auf glühendem Rost zu Tode gefoltert worden sein.

» Mehr zum Sternenhimmel im August

Der Mond

  • Der Mond beflügelt seit jeher die Fantasie der Menschen. Schon mit bloßem Auge sind helle und dunkle Gebiete auf dem Erdtrabanten zu erkennen. Frühere Beobachter vermuteten in den dunklen Bereichen Ozeane, daher werden diese Regionen noch heute mit dem lateinischen Wort für Meere als Maria (Einzahl: Mare) bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich allerdings um mit erstarrter Lava gefüllte Becken, die von gewaltigen Einschlägen stammen. Der Mond ist staubtrocken und aus den vergangenen Jahrmilliarden mit Einschlagkratern übersät.
  • Entstanden ist der Mond nach der heute am weitesten verbreiteten Theorie vor etwa 4,5 Milliarden Jahren durch eine gigantische kosmische Kollision der jungen Erde mit einem anderen sogenannten Protoplaneten. Aus den Trümmern dieses Zusammenstoßes formte sich der Erdtrabant. Sein Durchmesser beträgt mit knapp 3500 Kilometern nur ein gutes Viertel des irdischen. Er hat etwa 17 Prozent des Erdvolumens und besitzt nur 1/81 der Erdmasse (1,2 Prozent).
  • Dennoch hat der Mond verschiedene wichtige Auswirkungen auf die Erde: So stabilisiert er beispielsweise die Erdachse und damit das Klima auf der Erde. Am sichtbarsten ist der Einfluss des Erdtrabanten bei Ebbe und Flut. Die Gezeiten gibt es allerdings nicht nur auf dem Wasser. Auch das Festland hebt und senkt sich unter dem Einfluss der Schwerkraft des Mondes täglich um etwa 30 Zentimeter.
  • Der Mond läuft auf einer ovalen (eiförmigen) Bahn um die Erde, seine Entfernung schwankt zwischen 356.000 und 408.000 Kilometern. Steht er zum Vollmond gerade in Erdnähe wie dreimal in diesem Sommer, erscheint er beeindruckend groß am Firmament. Er kann dabei bis 14 Prozent größer und 30 Prozent heller werden als andere Vollmonde.
  • Da der Mond der Erde stets dieselbe Seite zuwendet, dauert ein Tag auf dem Mond ungefähr 14 Erdentage. Dabei wird das Mondgestein bis zu 120 Grad Celsius heiß. In der ebenfalls rund 14 Tage andauernden Mondnacht kühlt es auf minus 130 Grad ab.

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