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Brandenburg Superteleskope in der chinesischen Wüste
Brandenburg Superteleskope in der chinesischen Wüste
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14:26 25.11.2015
Astrophysikerin Adriane Liermann am Cerro Paranal (Chile) auf der Plattform an der Bergkuppe vor etlichen Teleskopen. Quelle: privat
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Potsdam

Ins sternenreiche Zentrum der Milchstraße blicken – das kann man am besten in Chile. Im Norden des Landes steht in der Atacamawüste der Cerro Paranal, der auf einer Höhe von 2635 Höhenmetern vier Superteleskope – die Spiegel haben einen Durchmesser von 8,20 Meter – sowie einige kleinere Teleskope der europäischen Südsternwarte beherbergt. Dort verbrachte Adriane Liermann 2008 zwei „sehr schöne“ Forschungsmonate während ihrer Promotionszeit. Von ihrer Arbeit und der Funktionsweise der Teleskope berichtet die 35-Jährige am Sonnabend beim ersten Kinder Science Day, der vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) und dem Urania-Planetarium ins Leben gerufen wurde. Gefördert werden soll die wissenschaftliche Bildung von Kindern und Jugendlichen. Eingeladen sind neugierige Acht- bis 16-Jährige.

„Astronomie ist die älteste Wissenschaft der Welt. Wer schon immer wissen wollte, woher wir kommen und wohin wir gehen, ist bei uns richtig“, sagt Adriane Liermann vom AIP. Man müsse die Neugier der Kinder ausnutzen, um sie an wissenschaftliche Themen heranzuführen. Und im Urania-Planetarium in der Gutenbergstraße könne man „wetterunabhängig die ganze Schönheit des Sternenhimmels“ betrachten. Die promovierte Astrophysikerin, Mutter einer vierjährigen Tochter, interessiert sich in ihrer Forschungstätigkeit insbesondere für massereiche Sterne, die sich beispielsweise in der Großen Magellanschen Wolke am Südhimmel und im Orion-Nebel finden.

Die neue Reihe des Kinder Science Day bietet dem Nachwuchs die Möglichkeit, echte Forscher zu treffen und sich mit ihnen zu unterhalten. Adriane Liermann wird am Sonnabend nicht nur Spannendes über die modernsten Superteleskope der Welt erzählen, sondern auch von der einsamen Wüstenlandschaft im Norden Chiles, von deren Bewohnern und vom südlichen Sternenhimmel berichten, der von unserem deutlich abweicht. Warum sich ausgerechnet in dieser chilenischen Region so gut in den Himmel blicken lässt? „Die Bedingungen sind ideal. Man befindet sich dort weit weg von großen Städten und Lichtverschmutzung, die Atmosphäre ist schön klar“, sagt die Wissenschaftlerin. Ihren Vortrag rundet eine interaktive Live-Vorführung, in der komplexe Inhalte anschaulich vermittelt werden, ab. Nach der Präsentation in der Planetariumskuppel werden gemeinsam kleine Teleskope aus Karton gebastelt, mit denen erste Beobachtungen des Mondes möglich sind. Mit dem AIP besitzt Potsdam den wichtigsten Standort für astrophysikalische Forschung in Ostdeutschland und das Urania-Planetarium begeistert seit vielen Jahren Besucher für naturwissenschaftliche Inhalte.

Mit der modernen Fulldome-Technik lässt sich der Kosmos auf beeindruckende Art in Form von 360-Grad-Videos auf die gesamte Planetariumskuppel projizieren. Wer ins Urania-Planetarium kommt, kann in die interaktive Welt der Sterne eintauchen!

Kinder Science Day, 28. November, 16 bis 18 Uhr, Urania-Planetarium, Gutenbergstraße 71/72. Eintritt: 7 Euro (inklusive Kartonbausatz)

Von Ricarda Nowak

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