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Brandenburg Ex-FDP-Mann wird überraschend Staatssekretär
Brandenburg Ex-FDP-Mann wird überraschend Staatssekretär
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00:24 16.09.2018
Andreas Büttner ist seit 2015 in der Linkspartei. Quelle: Linke
Potsdam

Für die Linke in Brandenburg soll nach MAZ-Informationen überraschend der frühere FDP-Politiker Andreas Büttner (45) den Posten des Arbeits- und Gesundheitsstaatssekretärs übernehmen. Über die Personalie soll am Freitag der Landesvorstand abstimmen. Zuvor war bekannt geworden, dass die 38-jährige Linken-Politikerin Susanna Karawanskij aus Leipzig neue Ministerin und damit Nachfolgerin von Diana Golze werden soll. Golze war wegen des Pharma-Skandals um gestohlene und möglicherweise unwirksame Krebsmedikamente zurückgetreten.

Karawanskij soll am kommenden Mittwoch im Landtag vereidigt werden soll und damit ihr Amt sofort übernehmen. Der Wechsel von Büttner ist für Anfang Oktober geplant. Die bisherige Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt soll entlassen werden. Büttner ist derzeit in Berlin als Polizeibeamter tätig.

Die designierte Ministerin in Brandenburg, Susanna Karawanskij, war von 2013 bis 2017 Bundestagsabgeordnete der Linken Quelle: picture alliance / dpa

 Büttner war von 2010 an vier Jahre Fraktionschef der Liberalen im Landtag. Seine Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2014 war erfolglos: Die FDP kam nur auf 1,5 Prozent der Stimmen und flog aus dem Landtag heraus. 2015 wurde Büttner, der in der Uckermark wohnt, Mitglied der Linken und gehört dem aktuellen Landesvorstand an.

Das neue Spitzen-Duo der Linken im Ministerium wird sich am Freitag im Landesvorstand präsentieren und bei Bestätigung durch die Mitglieder anschließend vor die Presse gehen, hieß es.

Susanna Karawanskij ist Politik- und Kulturwissenschaftlerin und derzeit Mitarbeiterin der Bundestagsfraktion der Linken. Karawanskij ist gebürtige Leipzigerin mit ukrainischen Wurzeln. Sie ist in der Bundestagsfraktion der Linken Beauftragte für die Belange des Ostens. Sie war von 2013 bis 2017 Bundestagsabgeordnete der Linken für den Wahlkreis Nordsachsen. In der Fraktion war sie damals Sprecherin für Kommunalpolitik. Sie war 2013 über die Landesliste Sachsen in den Bundestag eingezogen und wurde Sprecherin für Kommunalfinanzen. 2017 schaffte sie nicht erneut den Einzug in den Bundestag.

Von Igor Göldner

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