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Post-Streik zu Ende, Pakete bleiben liegen

Volle Postzentren Post-Streik zu Ende, Pakete bleiben liegen

Am Dienstag nehmen die Postboten und Paketausträger wieder ihre Arbeit auf. Das bedeutet aber nicht, dass liegengebliebene Pakete und Briefe am Mittwoch sofort zugestellt werden. Bis der Rückstand abgearbeitet ist, werden noch Wochen, wenn nicht Monate, vergehen.

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Ab Dienstag wird bei der Post wieder gearbeitet

Quelle: dpa

Postsdam. Nach der Einigung im Post-Streik müssen Kunden noch länger weiterhin mit unpünktlichen Lieferungen rechnen. Der vierwöchige Streik ist zwar ab Dienstag offiziell beendet, dennoch werde es noch ein bis zwei Monate dauern, bis sich die Lage wieder normalisiert hat, sagte Gewerkschaftssekretär Lutz Kämmerer am Montag. Das betrifft besonders die Paketzentren in Börnicke (Havelland) und Rüdersdorf (Märkisch-Oderland). Briefsendungen sollen hingegen schon in den nächsten Tagen wieder pünktlich ankommen.

Einige Beschäftigte haben Montag wieder angefangen zu arbeiten

Laut Gewerkschaft Verdi waren zuletzt etwa 3200 Mitarbeiter der Post in ganz Brandenburg und Berlin im Ausstand. Viele seien schon am Montag nicht mehr zu den Streiklokalen gekommen, sondern hätten sich bereits daran gemacht, den Beförderungsstau zu beseitigen. „Die Folgen des Streiks sind regional sehr unterschiedlich“, so Anke Blenn, Postsprecherin für Berlin und Brandenburg. Konkrete Angaben zu der Anzahl verzögerter Sendungen in den Paketzentren der Region konnte sie nicht treffen.

Die Post informiert auf ihrer Homepage darüber, wo es zu Verzögerungen kommen kann.

Allein in Börnicke sollen rund die Hälfte der 230.000 täglich eintreffenden Pakete liegen geblieben sein. „Es ist sicher, dass es dort einen erheblichen Rückstand gibt“, sagte Verdi-Funktionär Kämmerer. Nachdem rund 100 Mitarbeiter gestreikt hatten, platzte das Frachtzentrum aus allen Nähten. Die ankommenden Pakete mussten in Zelten vor der Lagerhalle deponiert werden.

Tarifparteien mit Kompromiss zufrieden

Die Deutsche Post AG und Verdi zeigten sich mit dem Ergebnis der Verhandlungen zufrieden. Die Gewerkschaft akzeptierte, dass sie eine ihrer zentralen Forderungen – die Ausgliederung regionaler Paketgesellschaften zurückzunehmen – nicht durchsetzen konnte. „Das Gesamtpaket passt, auch im Detail können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein“, findet Kämmerer. Nach drei Tagen Verhandlung in der siebten Runde konnte man sich nicht nur auf erweiterten Kündigungsschutz, sondern auch auf mehr Gehalt für Angestellte einigen.

„Beide Seiten sind einen großen Schritt aufeinander zugegangen und haben einen guten Kompromiss gefunden“, sagte Melanie Kreis, Personalchefin der Post. Die 49 regionalen Paketgesellschaften, die der Konzern Anfang des Jahres gegründet hatte, bleiben nun wie sie sind. Das bedeutet, Mitarbeiter dieser Delivery GmbH sollen bei regelmäßigen Überstunden schlechter bezahlt werden.

Für Verdi sei das schon ein Rückschlag, dennoch habe man sich auf einen gemeinsamen Nenner einigen können. „Sollten diese Gesellschaften Pleite gehen, haben die Angestellten wenigstens das Recht, in den Mutterkonzern zurückzukehren“, begründet Kämmerer.

Von Luise Fröhlich

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