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Täglich 3 Unfälle an A10-Baustelle Michendorf

Verkehr in Brandenburg Täglich 3 Unfälle an A10-Baustelle Michendorf

Die Polizei rührt in dieser Woche groß die Werbetrommel für die Rettungsgasse. Start war heute auf der Raststätte Fläming Ost, wo Flyer verteilt und Autofahrer informiert werden. Zudem gab die Polizei beunruhigende Zahlen zu Unfällen auf Brandenburgs Autobahnen bekannt – um zu zeigen, wie notwendig eine Rettungsgasse ist.

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Infomobil der Polizei am Montag auf der Raststätte Fläming Ost.

Quelle: Polizei Brandenburg

Potsdam. Der achtspurige Ausbau des Berliner Rings (A10) bei Michendorf hat im ersten Halbjahr statistisch gesehen zu täglich mehr als drei Unfällen geführt. Von Januar bis Juni seien auf dem Abschnitt 571 Zusammenstöße gezählt worden, bei denen 28 Menschen verletzt wurden, teilte die Polizeidirektion West am Montag mit. „Leider ereignen sich hier aufgrund der engen Verkehrsführung fast täglich Verkehrsunfälle mit schweren Folgen.“

Die Autobahnpolizei Michendorf ist bei ihrer Arbeit auf die Rettungsgasse angewiesen

Die Autobahnpolizei Michendorf ist bei ihrer Arbeit auf die Rettungsgasse angewiesen.

Quelle: Julian Stähle

Fehlende Rettungsgassen behindern Rettungseinsätze

Die Polizei nannte die Zahlen im Rahmen ihrer Aktionswoche, die zur Bildung einer Rettungsgasse bei Staus mahnt. In dem Baustellenbereich führe fast jeder Unfall zu einem Stau. Oft würden die Autofahrer aber keine Gasse für Rettungskräfte bilden. Der Bund hatte die Planung der Bauarbeiten wegen der vielen Unfälle und Staus bereits überarbeitet und will nun schneller fertig werden. Statt im Herbst 2020 soll ein erster Hauptabschnitt bereits kommendes Jahr fertiggestellt sein, zwei weitere Abschnitte sollen bis Mai 2020 folgen.

Flyer und Gespräche sollen Autofahrer sensibilisieren

Die Aktionswoche zur Rettungsgasse startete am Montagmorgen auf der Raststätte Fläming Ost. Noch bis 16 Uhr verteilen Präventionsmitarbeiter Flyer in verschiedenen Sprachen, und interessierte Autofahrer können sich am Infomobil informieren. Der Leiter der Polizeidirektion West, Peter Meyritz, sagte zur Eröffnung der Aktionswoche: „Ein schnelles Handeln aller Rettungskräfte ist zum Schutz von Leib und Leben, aber auch zur Vermeidung kilometerlanger Staus unabdingbar.“ Der Informationsbedarf ist laut Polizei groß, denn etliche angesprochene Kraftfahrer wussten nicht, unter welchen Umständen und wie die Rettungsgasse zu bilden ist.

§ 11 Abs. 2 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO):

„Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung eine freie Gasse bilden.“

Von MAZonline

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