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Brand in Nauen: Täter leiteten Gas ein

Neue erschreckende Erkenntnisse Brand in Nauen: Täter leiteten Gas ein

Der Brand in einer geplanten Unterkunft für Flüchtlinge in Nauen hat bundesweit Schlagzeilen gemacht. Jetzt kommen erschreckende Erkenntnisse ans Licht. Die Tat soll professionell und von langer Hand geplant gewesen sein. Um den Brand auszulösen haben die Täter Gas in das Gebäude eingeleitet.

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Eine als Unterkunft für Flüchtlinge vorgesehene Turnhalle war Ende August abgebrannt.

Quelle: Julian Stähle

Nauen. Der Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen (Havelland) Ende August war offenbar äußerst professionell vorbereitet. Nach einem Zeitungsbericht sollen die mutmaßlich rechtsextreme Täter Gas in die Schulturnhalle eingeleitet haben, die als Notunterkunft für rund 100 Asylbewerber dienen sollte. Am Tatort soll auch eine Gasflasche gefunden worden sein. Das deute auf ein geplantes Verbrechen hin, heißt es. Bei vielen Anschlägen auf Flüchtlingsheime handelt es sich oft um spontane Taten, bei denen die Täter Brandsätze werfen oder im Gebäude das Feuer legen.

Polizei will laufende Ermittlungen nicht kommentieren

Dass die Täter in Nauen nach einem Plan vorgingen und Gas in die Unterkunft leiteten wollte die Sprecherin der Polizeidirektion West, Ingrid Schwarz, am Mittwoch auf MAZ-Nachfrage nicht bestätigen. „Laufende Ermittlungen kommentieren wir nicht“, sagte sie. Neue Erkenntnisse in dem Fall gebe es nicht. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatte nach einer Tatortuntersuchung mitgeteilt, dass Reste von Brandbeschleunigern und weiteres Beweismaterial gefunden worden seien. „Es handelt sich um einen gezielten Anschlag“, so Schröter.

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In der Nacht zu Dienstag, 25. August 2015, ist in Nauen (Havelland) ein Brandanschlag auf eine geplante Notunterkunft für Asylbewerber verübt worden. Die Turnhalle ist komplett niedergebrannt.

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Das Feuer in der Halle war in der Nacht zum 25. August ausgebrochen. Dabei wurde die Turnhalle komplett zerstört. Der Schaden dürfte in die Millionen gehen.

Halle sollte ab September für Flüchtlinge genutzt werden

Die Sporthalle gehört zum Oberstufenzentrum Havelland und liegt in der Straße Zu den Luchbergen, in der Umgebung gibt es zahlreiche Gewerbebetriebe und eine Behindertenwerkstatt. Der Landkreis hatte im Juli angekündigt, dass die Halle der vorübergehenden Unterbringung von Flüchtlingen dienen soll. Sanitärcontainer sind bereits aufgestellt, rund 100 Flüchtlinge sollten in den kommenden Tagen einziehen. Vorgesehen war eine Nutzung von September bis Jahresende. Mit Inbetriebnahme neu errichteter Container-Unterkünfte in Schönwalde und Dallgow-Döberitz sollte die Sporthalle dann wieder ihrem eigentlichen Zweck dienen.

Nach dem Anschlag äußerten sich viele Politiker entsetzt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sprach von rechtem Terror.

Von MAZonline

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