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10 Gründe, warum wir Bier lieben

Zum Tag des deutschen Bieres 2015 10 Gründe, warum wir Bier lieben

Ein Prosit der Gemütlichkeit! Am 23. April ist der Tag des Bieres - ein Feiertag für Braumeister und Gerstensaftfreunde. Vor 499 Jahren wurde das weltberühmte Deutsche Reinheitsgebot erlassen. Seitdem lassen Wasser, Malz, Hopfen und Hefe die Herzen der Biertrinker höher schlagen. Wir verraten, warum Sie sich heute mal ein Glas gönnen sollten.

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Heute ist der Tag des Bieres.

Quelle: dpa

Die Hiobsbotschaft platzte ausgerechnet am Donnerstag herein, am Tag des Bieres – dem inoffiziellen Feiertag der Brauer: Die Deutschen trinken immer weniger Bier. Die Nachricht kommt nicht überraschend, dürfte aber doch dem einen oder anderen Braumeister seinen Ehrentag vermiesen. Dabei hätte dieser 23. April so schön werden können, bei einem kühlen Blonden im Biergarten und herrlichem Sonnenschein.

Vor genau 499 Jahren erließen bayerische Herzoge das Reinheitsgebot – und haben uns damit so manche Biersünde erspart. Vorher landeten im Bier nicht selten auch mal Bohnen und Erbsen. Schlimmer noch: Ochsengalle, harte Eier, Ruß, Kreide oder Fliegenpilz sollten das Bier süffig machen. Jeder hatte sein eigenes Patentrezept.

Seit 1516 aber gilt: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe. Mehr braucht’s nicht, um Biertrinker – gleich ob Mann oder Frau – glücklich zu machen. Und nun sollen wir Deutsche unser Lieblingsgetränk verschmähen? Dabei gibt es doch so viele gute Gründe, hin und wieder mit einem vollen Bierkrug anzustoßen:

1. Bier verbindet

Der Gerstensaft war schon Erfrischung für Könige und Arbeiter. Er verbindet über soziale Grenzen hinweg. Nach zwei Bieren sind wir eben alle gleich. Bier bringt Freunde und Fremde zusammen. Und was ist überhaupt geselliger als so ein Stammtisch nach Feierabend?

2. Bier schützt vor Herzinfarkten

„Wer Bier trinkt, lebt hundert Jahre“, sagt der Volksmund in Italien. Recht haben sie. Denn Untersuchungen zeigen, dass Biertrinker ein 40 bis 60 Prozent geringeres Herzinfarkt-Risiko haben als Nichttrinker. Aber Vorsicht: Nicht mehr als einen halben Liter pro Tag trinken!

3. Bier ist das ideale Getränk nach dem Sport

Ein kühles Blondes, wenn man so richtig ausgepumpt ist? Dann aber Alkoholfrei! Denn das ist isotonisch, wird also nach einer schweißtreibenden Einheit schnell vom Körper aufgenommen und verarbeitet. So ist man schnell wieder bei Kräften.

4. Bier macht die Haare schön

Wirklich wahr! Der Gerstensaft enthält mehr als 1000 Inhaltsstoffe, darunter auch Vitamine und Mineralien, die das Haar zum Glänzen bringen. Nicht umsonst empfiehlt der fachkundige Friseur eine Bierspülung. Die macht feines Haar kräftig und voluminös.

5. Bier macht schlank

Wer Bier in Maßen genießt, ist seltener übergewichtig. Denn ein Bier enthält kaum Zucker und hat wenige Kalorien – sogar weniger als ein Glas Apfelsaft. Und es regt noch dazu den Stoffwechsel an. Der Bierbauch kommt eher vom Appetit beim Biertrinken. Was uns zum nächsten Punkt bringt …

6. Bier ist Appetitanreger

Zu einem guten Bier gehört immer auch gutes Essen. Oder zumindest eine Kleinigkeit zum Knabbern. Denn: Hopfenbitterstoffe, Kohlensäure und Alkohol regen die Verdauungssäfte an. Man sollte jedoch aufpassen, wie viel man isst: Bierbauchgefahr!

7. Bier fördert die Muttermilch

Aufgepasst, liebe Frauen, das könnte euch interessieren: Ein Team der Kinderklinik der Universität München hat herausgefunden, dass alkoholfreier (!) Biergenuss die Produktion der Muttermilch anregt, weil er die Ausschüttung des Hormons Prolactin fördert.

8. Bier ist ein Wundermittel gegen Erkältungen

Schnupfen, Husten, Gliederschmerzen? Wie wär’s mit einem warmen Bier? Das regt die Durchblutung an und stärkt das Immunsystem. Wirkt übrigens auch vorbeugend. Und wer den bitteren Geschmack des heißen Gerstensafts nicht mag, gibt einfach ein paar Löffel Honig dazu.

9. Bier ist ein Kulturgetränk

„Die erste Pflicht der Musensöhne ist, dass man sich ans Bier gewöhne“, forderte bereits Wilhelm Busch. Schon die großen Hochkulturen der Geschichte wussten den Gerstensaft zu schätzen. Ägypter nutzten ihn als Grabbeigabe, für die Römer war Bier ein Trank der Götter.

10. Bier schmeckt einfach

Ob Pils oder Helles, Weizen oder Kölsch, Schwarzbier oder (für die Autofahrer) auch mal Alkoholfreies – Bier schmeckt einfach. Als Erfrischung, zum Entspannen, allein und in Gesellschaft. Bier ist und bleibt unser Lieblingsgetränk.

Deutsche trinken weniger Bier

Die Deutschen trinken immer weniger Bier. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland pro Tag durchschnittlich 22 Millionen Liter des Gerstensafts konsumiert, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Insgesamt kamen die Biertrinker auf 8 Milliarden Liter. 2011 hatte die Menge noch bei rund 8,3 Milliarden Litern gelegen. Die Zahlen enthalten auch Biermischungen. Alkoholfreies Bier und Malztrunk zählen nicht dazu.

In Brandenburg und Berlin waren zuletzt 54 Brauereien angemeldet, sechs mehr als noch im Jahr 2013.

Unangefochtener Spitzenreiter unter den Hersteller-Ländern blieb Bayern: Dort lag über die Hälfte aller deutschen Brauereien (616), gefolgt von Baden-Württemberg (189) und Nordrhein-Westfalen (128).

Das sind unsere Brandenburger Brauereien

24 Brauereien sind laut eines Branchenportals in Brandenburg gelistet. Viele sind so genannte Mikrobrauereien. In der Braumanufaktur Forsthaus Templin in Potsdam wird beispielsweise ein Bio-Pils gebraut. Auch das Potsdamer Stangen-Bier kommt von dort. In der Landeshauptstadt gibt es sogar eine zweite Brauerei: Das Gasthaus Meierei im Neuen Garten . Braumeister Jürgen Sokolowski produziert hier ein Diätpils, Dampfbier und das preisgekrönte Potsdamer Schwarze.

Naturbelassene, unfiltrierte Biere gibt es auch im Burgbräuhaus Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark). Die Maische entsteht dort mit Wasser aus dem Naturpark Hoher Fläming. Im Bräuhaus "Kneipe Pur" in Brandenburg an der Havel werden ungewöhnliche Sorten wie das Plauer Dampferbier, das Jacobi Festbier oder das Plauer Nackenschweiß gebraut. Aus der Privatbrauerei Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) kommt das Kronprinzen Pils. Und in der kleinen Brauerei im Schloss Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) entsteht das "Wusterhausener Zwölfender", ein naturtrübes Bier mit ur-würzigem Geschmack.

Der größte Brandenburger Bierproduzent ist aber wohl die Frankfurter Brauerei aus Frankfurt (Oder). Export, Hefeweizen, Pilsator, Pilsener und Radler werden an der Oder gebraut. Besitzer des Brauhauses ist die TCB-Holding, die ihren Hauptsitz in Frankfurt (Oder) hat. Ihr gehören auch Brauereien in Frankreich und Polen sowie die Feldschlößchen-Brauerei in Dresden.

Von Christoph Brandhorst

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