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Brandenburg Tausende Militärfahrzeuge rollen durch Brandenburg
Brandenburg Tausende Militärfahrzeuge rollen durch Brandenburg
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00:33 18.05.2018
Anfang 2017 rollten bereits Militärkonvois durch Brandenburg. Quelle: dpa
Potsdam

Durch Brandenburg werden in den kommenden Wochen wieder Tausende Militärfahrzeuge rollen. Hintergrund ist die schon länger laufende Operation Atlantic Resolve, mit der die US-Armee die Nato-Alliierten in Osteuropa stärken will. Zum anderen werden sich im Rahmen der Nato-Übung Saber Strike („Säbelhieb“) tausende Soldaten aus ganz Europa samt ihrem Material Richtung Polen und Baltikum bewegen.

Ein Viertel der Manöver-Teilnehmer sollen nach Polen via Deutschland einreisen. Das teilte Oberst Olaf Detlefsen, Leiter des Landeskommandos Brandenburg, am Dienstag mit. Die ersten Transporte sollen ab 20. Mai losrollen. Das Manöver und die Abtransporte sollen bis Ende Juni laufen.

Eine Panzerbrigade geht, die nächste kommt

Im Rahmen der längerfristigen Nato-Unterstützungsaktion Atlantic Resolve findet ein Brigadetausch statt. Eine Panzerbrigade der 1. US Infanteriedivision mit 2000 Soldaten verlässt Polen via Brandenburg und wird von einer Panzerbrigade der US-Kavalleriedivision abgelöst.

Schweres Gerät wie Panzer würden per Zug transportiert, hieß es. Sie sollen bei Guben die Grenze überqueren. Die Militärfahrzeuge wie Jeeps oder Transporter werden dagegen weitgehend über die Autobahn rollen und bei Frankfurt (Oder) die polnische Grenze überqueren.

US-Colonel will Transparenz zeigen

Die Details würden mit den jeweiligen örtlichen Verwaltungen wie Landratsämtern abgesprochen, beteuerte der US-Colonel William S. Galbraith, der die Aktion mit dem Landeskommando koordiniert. Zu Straßensperrungen werde es nicht kommen, da die Militärkonvois aufgesplittet würden. Die Fahrzeuge würden über Tage hinweg in Einheiten von 10 bis 15 Stück fahren. „Es passiert nichts, ohne dass es die deutschen Behörden wissen“, sagte er. „Wir stehen für Transparenz.“

Im vergangenen Jahr hatten Truppenverlegungen im Rahmen von Atlantic Resolve in Brandenburg zu heftigen Kontroversen und zu einzelnen Protestaktionen geführt. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte damals gesagt: „Es hilft uns nicht weiter, wenn Panzer auf beiden Seiten der Grenze auf und ab fahren.“ Die CDU hatte daraufhin eine aktuelle Stunde beantragt und Woikde „plumpe Stimmungsmache“ vorgeworfen.

Am Dienstag äußerte sich Woidke deutlich diplomatischer, als er auf die Truppenbewegungen angesprochen wurde. „Wir sind Bündnispartner in der Nato. Polen kann sich jederzeit auf unsere Bündnistreue verlassen“, sagte Woidke, der zugleich Polen-Beauftragter der Bundesregierung ist. Nötig sei aber auch ein anhaltender Dialog mit Russland. „Deutschland hat eine besondere Verpflichtung gegenüber Russland – vor dem Hintergrund von 20 Millionen Toten im Zweiten Weltkrieg und der Rolle der Sowjetunion hinsichtlich der deutschen Einheit“ , so Woidke.

Von Torsten Gellner

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