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Team von Saskia Ludwig trat mit falschem Azubi an

Vorwürfe gegen Bundestagskandidatin Team von Saskia Ludwig trat mit falschem Azubi an

Neuer Ärger für die frühere CDU-Landesvorsitzende in Brandenburg, Saskia Ludwig, die sich in Potsdam um ein Direktmandat für die Bundestagswahl bewirbt: Die Politikerin trat bei einem Firmenlauf in Potsdam im Sommer mit einem falschen Azubi an, der damit einem Schüler den ersten Platz nahm.

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Saskia Ludwig

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Neuer Ärger für die frühere CDU-Landesvorsitzende in Brandenburg, Saskia Ludwig, die sich in Potsdam um ein Direktmandat für die Bundestagswahl bewirbt: Die Politikerin trat bei einem Firmenlauf in Potsdam im Sommer mit einem falschen Azubi an, der damit einem Schüler den ersten Platz nahm. Das berichtet der „Tagesspiegel“.

Beim DAK-Firmenlauf ging das „Team Ludwig 2017“ an den Start und holte in der Kategorie „Azubi“ den ersten Platz. In Wirklichkeit aber war der Sieger gar kein Auszubildender, sondern ein Polizist. Die Familie des unterlegenen Schülers hatte sich an Ludwigs Büro gewandt, allerdings ohne eine Antwort zu bekommen, schreibt das Blatt. „Für diese jungen Menschen festigt sich damit die Meinung: Politik hat nichts mit Ehrlichkeit und Fairness zu tun, siegen um jeden Preis, es wird schon keiner mitkriegen“, heißt es in dem Brief an Ludwig.

Am Dienstag schaltete sich CDU-Landeschef Ingo Senftleben ein. Frau Ludwig habe ihm in einem Telefonat versichert, die Sache zu klären. Sie habe ihm mitgeteilt, dass sie mit der Familie des Schülers Kontakt aufgenommen habe und dass „die Angelegenheit anständig aus der Welt geschafft“ werde.

Die Politikerin räumte gegenüber der MAZ ein, dass tatsächlich ein Polizist und kein Azubi in ihrem Team gestartet war. Sie betonte, dass sie sich inzwischen bei dem Team, das auf Rang zwei gelandet war, entschuldigt habe. Ob sie sich bei dem Schüler persönlich entschuldigt hat, ließ sie offen, ebenso, wie es überhaupt zu dem Start des falschen Azubis kommen konnte.

Auch auf anderem Gebiet hat Saskia Ludwig Ärger. Ein früherer Springer-Journalist, der sie in ihrem Wahlkampf beraten wollte, fordert von ihr Schadensersatz. Ludwig habe ihn als Berater engagiert, dann aber doch nicht mit ihm arbeiten wollen, behauptet er.

Beide Seiten verkehren inzwischen nur noch über Anwälte, die sich in Briefen mit juristischen Schritten drohen. Pikant ist, dass der Anwalt des Ex-Journalisten der frühere CDU-Fraktionschef im Landtag, Peter-Michael Diestel, ist. Er sagte der MAZ, zwischen seinem Mandanten und Frau Ludwig sei ein mündlicher Vertrag über eine Beratertätigkeit besiegelt worden. Sein Mandant fordere daher eine Schadensersatzsumme von 2000 Euro.

Ludwig bezeichnete die Vorwürfe als „haltlos“. Sie behalte sich vor, gegen den früheren Journalisten eine Unterlassungsverfügung wegen der Verbreitung unwahrer Tatsachenbehauptungen zu beantragen, teilte sie mit. Laut Ludwigs Anwalt hätten sich die beiden nur im Rahmen von Kennenlern- und Vorstellungsgesprächen getroffen. Anschließend sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Zusammenarbeit nicht gewünscht sei. Anwalt Peter-Michael Diestel drohte damit, für seinen Mandanten alle jurischen Mittel auszuschöpfen.

CDU-Chef Senftleben hofft, dass das Ganze möglichst schnell erledigt ist. „Im Wahlkampf möchte man meist nur gute Nachrichten haben. Das lässt sich aber nie immer bewerkstelligen“, sagte er.

Von MAZOnline

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