Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Teilsieg der Kritiker: Kreisreform wird korrigiert
Brandenburg Teilsieg der Kritiker: Kreisreform wird korrigiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:31 11.04.2017
129.464 Menschen hatten im vergangenen Jahr gegen die Kreisreform unterschrieben. Quelle: dpa
Anzeige
Potsdam

Die anhaltende Kritik aus der Bevölkerung, aber vor allem von den betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten selbst, zeigt Wirkung: Die rot-rote Landesregierung will die Kreisgebietsreform in Teilen korrigieren. Der ungeliebte Großkreis im Süden des Landes – die sogenannte Lausitzbanane – wird aufgeteilt. Der Lausitzkreis an der Grenze zu Sachsen, zusammengefügt aus Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und der Stadt Cottbus, ist damit vom Tisch. Darüber informierte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Dienstagmittag das rot-rote Kabinett.

Neue Struktur im Süden

Stattdessen wird es zwei Kreise geben, zusammengelegt aus Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster sowie Cottbus, das in den umliegenden Kreis Spree-Neiße eingemeindet werden soll.

Hinzu kommt eine deutlich aufgestockte Anschubfinanzierung. Künftig sollen die fusionierten Kreise statt 1,5 Millionen pro fusioniertem Kreis mindestens fünf Millionen Euro pro betroffenem Kreis erhalten. Wenn zwei Kreise also zusammengehen, erhalten sie mindestens 10 Millionen Euro Anschubfinanzierung, erklärte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD).

Keine Fusion von Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald

Auch die wirtschaftlich starken Kreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald bleiben eigenständig. Sie sollten eigentlich zu einem großen Flughafen-Kreis verschmolzen werden. Der Kreisvorsitzende der Linken in Teltow-Fläming begrüßt den Entschluss: „Wir freuen uns, dass die Landesregierung anerkannt hat, dass der Landkreis Teltow-Fläming das Potenzial hat, auch in Zukunft eigenständig bestehen zu können“, sagte Felix Thier am Dienstag.

Nach der geplanten Korrektur würde die Zahl der Kommunen von derzeit 18 auf 12 reduziert.

Von Torsten Gellner

Sie piesacken schon wieder – für die Mücken hat die Saison aufgrund guter Witterungsbedingungen zwei bis drei Wochen früher begonnen als sonst. Und bei feuchtem und warmen Wetter droht in diesem Jahr eine echte Plage.

11.04.2017

Immer mehr Kormorane, Biber und Fischotter machen Fischern in Brandenburg das Leben schwer. Sie fordern, dass in den Bestand dieser geschützten Tiere eingegriffen wird. Bei der EU stoßen sie auf ein offenes Ohr.

14.04.2017

Wer derzeit in Brandenburg einen Handwerker braucht, muss geduldig sein. Der Auftragsvorlauf je Betrieb liegt inzwischen im Schnitt bei neuen Wochen. Die Auftragslage ist demnach weiterhin auf einem Spitzenniveau. Eine Flaute ist nicht abzusehen. Die Handwerker blicken so optimistisch wie selten in die Zukunft.

11.04.2017
Anzeige