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Brandenburg Terror in Berlin: Polizei prüft 60 Hinweise
Brandenburg Terror in Berlin: Polizei prüft 60 Hinweise
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14:53 23.11.2015
Quelle: dpa
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Berlin

Die Terroranschläge in Paris verunsichern auch die Menschen in Berlin. In den zehn Tagen seit den Anschlägen sind bei der Berliner Polizei mehr als 60 Hinweise aus der Bevölkerung zum Thema Terror eingegangen. Um ihnen nachgehen zu können, bildete die Polizei am Freitag extra ein eigenes Team von 70 Kriminalpolizisten, wie Polizeipräsident Klaus Kandt am Montag im Innenausschuss sagte. Angesiedelt ist es beim Staatsschutz der Polizei im Landeskriminalamt, der für politisch motivierte Taten zuständig ist. Innensenator Frank Henkel (CDU) warnte zugleich mit Blick auf die Weihnachtsmärkte und auf Silvester vor Panikmache.

Polizeipräsident Kandt sagte: „Die Bevölkerung ist nach wie vor beunruhigt.“ So habe es am Wochenende einen Alarm wegen Autos mit belgischen Kennzeichen gegeben. Das habe sich aber als harmlos herausgestellt.

Immer wieder werden verdächtige Gegenstände gemeldet

Bei den rund 60 Hinweisen von Berlinern ging es um verdächtige Menschen, Autos oder andere Sachverhalte, wie Polizeisprecher Stefan Redlich sagte. Bisher habe sich aber aus keinem Fall ein Verdacht auf eine konkrete Gefahr bestätigt. Trotzdem gehe die Polizei jedem Verdacht sehr sorgfältig nach.

Außerdem melden weiterhin Berliner immer wieder verdächtige Gegenstände wie Taschen, Koffer oder Pakete, die irgendwo vergessen wurden und dann für Nervosität sorgten. Die Polizei schickt dann Kriminaltechniker, die die Gepäckstücke durchleuchten und öffnen. Normalerweise geht pro Tag im Durchschnitt ein derartiger Hinweis ein, in der vergangenen Woche waren es bis zu acht am Tag.

Kandt bekräftigte unterdessen seine Forderung nach verbesserter Ausrüstung der Polizei. Die Bewaffnung der Attentäter habe neue Dimensionen erreicht, sagte er. Daher müsse man zum Beispiel beim Schutz der Polizisten nachbessern.

Henkel: die Sicherheitslage ist „dynamisch“

Henkel stellte fest: „Nach wie vor gibt es in Berlin keine konkreten Hinweise auf Anschlagsziele.“ „Ich möchte ausdrücklich davor warnen, in Panik oder Ähnliches zu verfallen.“ Die Polizei und die Geheimdienste würden alles Mögliche tun, aber die Sicherheitslage sei „dynamisch“. Es würden Faktoren bleiben, „die wir bei aller Vorsicht nicht beeinflussen können“, sagte Henkel. Daher bestehe die seit längerem bekannte „hohe abstrakte Gefährdung“ in Berlin und ganz Deutschland.

Nach den Terrorangriffen in Frankreich stehen die am Montag eröffneten Weihnachtsmärkte unter besonderer Beobachtung von Polizei und Wachleuten. Zum Teil sollen Taschen kontrolliert werden. Rucksäcke sind nicht überall erwünscht. Die Polizei wollte zusätzliche Streifen schicken.

Von dpa

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