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Brandenburg Terrorverdacht: Polizei gibt Entwarnung
Brandenburg Terrorverdacht: Polizei gibt Entwarnung
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19:28 17.08.2016
In Eisenhüttenstadt vereitelte die Polizei offenbar einen Anschlag. Quelle: dpa-Zentralbild
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Eisenhüttenstadt

Vorläufige Entwarnung in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree). Der Terrorverdacht, der Polizei und Staatskanzlei in Atem hielt, hat sich bislang nicht bestätigt. Bei der Durchsuchung der Wohnung eines 27-jährigen Verdächtigen wurden nach Angaben aus Polizeikreisen keine Hinweise auf einen geplanten terroristischen Anschlag gefunden. In seiner Wohnung seien auch keine Hinweise auf einen möglichen islamistischen Hintergrund gefunden worden.

Ein SEK-Kommando hatte am Mittag einen 27-jährigen Mann festgenommen, weil Hinweise bei den Sicherheitsbehörden über ein Sprengstofflager und mögliche Anschlagspläne eingegangen waren. Der Mann ist gebürtiger Eisenhüttenstädter und hat laut Polizei keinen Migrationshintergrund.

Auch Gerüchte, wonach es sich um einen zum Islam konvertierten Mann handelt, möglicherweise ein Salafist, wollte die Polizei auf Nachfrage nicht bestätigen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) war bei einer Pressereise in Südbrandenburg von dem Einsatz unterrichtet worden. Auch er sprach zunächst davon, dass es einen „Verdacht auf einen terroristischen Akt mit islamistischem Hintergrund“ gebe, erklärte jedoch, dass die Umstände noch geprüft werden müssten.

Polizeieinsatz in Eisenhüttenstadt. Quelle: dpa-Zentralbild

Die Gerüchte kochen hoch

Auch, dass der junge Mann einen Nagelbomben-Anschlag auf das Eisenhüttenstädter Stadtfest geplant haben soll, das am Wochenende des 26. bis 28. August stattfindet, bestätigte sich nach der Durchsuchung nicht. Es wurden laut Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) lediglich „geringe Mengen pyrotechnischer Erzeugnisse“, also Böller gefunden. Tausende Besucher werden zu der beliebten Veranstaltungen erwartet. Die Stadt an der Grenze zu Polen hat rund 30.000 Einwohner. Die Stadt selbst kündigte an, dass das Stadtfest wie geplant stattfinden soll.

Quelle: dpa-Zentralbild

Die Behörden wurden durch Hinweise auf den Mann aufmerksam, hatte ihn offenbar seit längerem im Visier. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und von der Kriminalpolizei verhört. Am Nachmittag hieß es, der Mann gelte als „psychisch nicht gefestigt“. Womöglich wollte er sich nur wichtig machen. Die Behörden ermitteln jetzt nicht mehr wegen eines Terrorverdachts, sondern wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

Viele Gewalttaten im Juli haben Deutschland erschüttert

Im Juli hatte eine Serie von Gewalttaten innerhalb einer Woche Deutschland erschüttert: In Würzburg ging am 18. Juli ein 17-Jähriger mit Axt und Messer auf Fahrgäste einer Regionalbahn los - fünf Menschen wurden verletzt.

Drei Tage später tötete ein 18-Jähriger in München mit einer Waffe neun Menschen und anschließend sich selbst. Am 24. Juli sprengte sich in Ansbach auf einem Platz vor einem Konzert ein 27-Jähriger in die Luft, 15 Menschen wurden verletzt.

Von MAZonline

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