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Brandenburg Terrorverdacht gegen Syrer aus Brandenburg
Brandenburg Terrorverdacht gegen Syrer aus Brandenburg
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15:04 25.03.2016
Erhöhte Polizeipräsenz nach dem Terror von Brüssel. Quelle: dpa
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Potsdam, Karlsruhe

Ein 19-jähriger Syrer aus Brandenburg ist wegen Terrorverdachts in Haft genommen worden. Der Asylbewerber sei dringend verdächtig, sich der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat Irak und Großsyrien“ angeschlossen zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag mit.

Festnahmen in Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Brüssel soll es in Gießen und im Raum Düsseldorf gegeben haben.

Nach Brüssel-Anschlägen Festnahmen in Deutschland

Unterdessen soll es bei einer Durchsuchung im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek am Freitag erneut Explosionen gegeben haben.

Explosionen und Festnahme bei weiterer Razzia in Brüssel

Haftbefehl

Der 19-jährige Syrer habe als Asylsuchender im Landkreis Potsdam-Mittelmark gelebt und sei am Dienstag festgenommen worden, sagte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Rudi Sonntag. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs erließ am Mittwoch Haftbefehl.

Keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne

Die Bundesanwaltschaft hatte am selben Tag das Verfahren gegen den 19-Jährigen wegen des Tatvorwurfs der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland übernommen. Es lägen keine Anhaltspunkte für konkrete Anschlagspläne vor, so die Bundesanwaltschaft. Auch bestehe kein Zusammenhang mit den jüngsten Terroranschlägen in Frankreich und Belgien.

An Militäroperationen teilgenommen

Nach den bisherigen Ermittlungen habe der Syrer an mehreren Militäroperationen des Islamischen Staats teilgenommen, berichtete die Behörde. Später soll er Lebensmittel zwischen den Stützpunkten des Islamischen Staats transportiert haben.

Sonderkommission „Salafismus“

Die Ermittlungen gegen den Syrer wurden nach Angaben von Sonntag von der Sonderkommission „Salafismus“ des Brandenburger Landeskriminalamts geführt. Weitere Verdächtige gebe es derzeit nicht. Die Sonderkommission war Anfang 2015 nach den Anschlägen auf die französische Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» gegründet worden. Nach Angaben des Innenministeriums ermittelten die knapp 20 Beamten im vergangenen Jahr in mehr als 330 Fällen.

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Von dpa

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