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Wenn Tierhasser zuschlagen

Fälle von Tierquälerei in Brandenburg Wenn Tierhasser zuschlagen

Im Kreis Teltow-Fläming sorgt ein möglicher brutaler Fall von Tierquälerei für Entsetzen. Ein Pferd musste eingeschläfert werden, weil es möglicherweise ein Tierhasser brutal attackiert und ein Bein des Pferdes fast abgeschlagen hat. In Brandenburg ist es immer wieder zu Übergriffen an Tieren gekommen. Wir haben einige Fälle zusammengetragen.

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Auf einem Kinderspielplatz in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) wurde eine Katze auf brutale Art und Weise zu Tode gequält.

Quelle: Anke

Potsdam. In den vergangenen fünf Jahren sind in Brandenburg rund 1500 Verfahren wegen Tierquälerei (Verstöße gegen den Tierschutz lautet die formale Bezeichnung) angestrengt worden. Insgesamt sind 168 Geldstrafen verhängt worden. In zwölf Fällen wurden Freiheitsstrafen mit und ohne Bewährung verhängt, wobei zwei Verurteilte mit je neun Monaten die längsten Haftstrafen erhielten. In zwei Fällen wurde eine Verwarnung erteilt.

Wer sich in Brandenburg an Tieren vergeht, muss also meist nur mit geringen Konsequenzen leben. In den vergangenen Monaten ist es aber immer wieder zu Fällen von Tierquälerei gekommen. Darunter auch besonders brutale und abstoßende Fälle.

Mann vergeht sich an Ponys

Ende Juni ereignete sich im Kreis Oberhavel ein unglaublicher Vorfall. Ein Mann ist dabei beobachtet worden, wie er sich auf einer Koppel an mehreren Ponys verging. Der Mann konnte zunächst flüchten. Doch nur wenige Tage später ist er erneut erwischt worden, wie er sich an den kleinen Pferden verging. Er konnte von der Polizei geschnappt werden.

Brutale Tierquälerei auf Kinderspielplatz

Blutspritzer und ein ausgeweideter Tierkadaver: Unbekannte haben Ende Januar 2016 in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) ein Tier so brutal zu Tode gequält, dass zunächst nicht sicher gesagt werden konnte, um welches Tier es sich handelte. Einige Tage später stellte sich heraus, dass es sich um eine Katze gehandelt hat. Sie ist gegen mehrere Spielgerät geschlagen worden, außerdem ist dem Tier an einigen Stellen die Haut abgezogen worden.

Das Tier ist auch gegen diese Spielgerät geschlagen worden – davon zeugen die Blutspuren

Das Tier ist auch gegen diese Spielgerät geschlagen worden – davon zeugen die Blutspuren.

Quelle: Anke

Mann quält Hunde auf offener Straße

Ebenfalls in Kyritz ist es wenige Wochen später erneut zu einem Fall von Tierquälerei gekommen. Ein 52-jähriger Mann setzte sich auf offener Straße auf seine Hündin. Außerdem quälte er auch junge Tiere. Der Mann ist wegen ähnlicher Straftaten bereits polizeibekannt.

Unbekannte stehlen und köpfen Hasen

Ende Februar machte ein Mann in Bötzow (Oberhavel) eine grausame Entdeckung. Unbekannte hatten in der Nacht seine Hasen gestohlen. Eines der Tiere ist sogar geköpft worden. Der Leib des Tieres wurde auf dem Hof des Mannes liegen gelassen.

Aufregung um dubiose Fressnapf-Proben

Tierhasser quälen Tiere nicht nur körperlich, manchmal versetzen sie mit perfiden Aktion auch die Besitzer in Angst und Schrecken. So wie die Unbekannten, die im Frühjahr dieses Jahres angeblich Postwurfsendungen mit giftigen Tierfutterproben versandt haben sollen. Als Absender wurde Fressnapf angegeben, eine bekannte Fachmarktkette für Heimtierbedarf.

Tierhasser legen immer wieder Giftköder aus

Eine andere Masche von Tierhassern – ausgelegte Giftköder. Im Internet wird auf bestimmten Seiten immer wieder vor vergifteten oder mit Glassplittern versetzten Ködern gewarnt. Im Sommer 2013 etwa herrschte in Potsdam unter Tierbesitzern große Aufregung. Im Juni 2015 sind im Potsdamer Stadtteil Schlaatz Wurststücke mit Rasierklingen gefunden worden. Im November 2014 wurden in Großbeeren (Teltow-Fläming) vergiftete Fleischbällchen ausgelegt.

Hund getötet: Geringere Strafe für Torsten R.

Im März 2016 zog ein Mann aus dem Kreis Ostprignitz-Ruppin vor Gericht. Er hatte im Mai 2013 seinen Schäferhund erstochen. Weil er außerdem Polizisten mit einer Waffe bedrohte, ist er zu einer Haftstrafe von mehr als zwei Jahren verurteilt worden. Dagegen legte er Berufung ein – mit Erfolg. Für die Tötung seines Hundes musste er nur eine Geldstrafe zahlen. Doch wegen weiterer schwerer Vergehen wurde er vom Landgericht Neuruppin zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt.

Teures Sportpferd tot in der Koppel – stranguliert

Ein Unbekannter tötete im Oktober 2013 bei Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) ein wertvolles Sportpferd . Der Besitzer entdeckte sein totes Tier am auf einer Koppel. Ein Tierarzt stellte fest, dass das Tier stranguliert wurde. Der Wert des Tieres wird mit rund 8000 Euro angegeben. Der Vorfall erinnert an eine Serie von Übergriffen auf Pferde. Zwischen 1993 und 2003 hatte ein „Pferderipper“ in Brandenburg und anderen Bundesländern mehr als 100 Pferde getötet, die nachts auf der Koppel standen.

Der Begriff des Pferderippers

Der Begriff „Pferderipper“ ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Personen, die Pferde verstümmeln und dabei oftmals töten. Die Bezeichnung ist an den britischen Serienmörder Jack the Ripper angelehnt.

Zwischen 1993 bis 2003 hatte ein Serientäter Pferde im norddeutschen Raum angegriffen, vorrangig in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Niedersachsen sowie Brandenburg. Die Tatorte mit Schwerpunkt in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt liegen im Städteviereck Bremen, Hamburg, Schwerin, Hannover. Den Tieren wurden hauptsächlich mit Stich- (Messer, Lanze) und Schusswaffen Verletzungen zugefügt. Diese führten oftmals zum Tode.

Von MAZonline

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