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Tierschützer wollen Kastrationspflicht für Katzen ausbauen

Tierschutz Tierschützer wollen Kastrationspflicht für Katzen ausbauen

Brandenburgische Tierheime sind überfüllt mit Katzen, sagen Tierschützer. Sie fordern den Ausbau der Kastrationspflicht. Bislang machen das nur vereinzelt Kommunen. Trotz einiger Diskussionen im Vorfeld hat man dort gute Erfahrungen gemacht und unterstützt Katzenhalter.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Tierschützer fordern den Ausbau der Kastrationspflicht bei Katzen in Brandenburg. Bislang gibt es das nur vereinzelt in Kommunen. Die Verordnung solle in noch viel mehr Städten für Katzen gelten, die Privatleuten gehören und Freilauf haben, fordert die Vorsitzende des Landestierschutzverbands Brandenburg, Renate Seidel. Die Tiere paarten sich vielerorts mit freilebenden Katzen und trieben die Population nach oben.

Viele dieser freilebenden Katzen seien krank, unterernährt und Katzenjunge würden sterben, weil die Mütter zum Beispiel zu schwach oder krank seien. Seidel betonte: „Unsere Tierheime sind voll mit Katzen.“ Den Landestierschutzverband gibt es seit 25 Jahren, annähernd 30 Tierschutzvereine sind Mitglied.

Eine Kommune unterstützt die Tierhalter finanziell

In Frankfurt (Oder), Jüterbog und Luckenwalde (beide Teltow-Fläming) gibt es bereits eine Kastrationspflicht für Katzen. Damit habe man gute Erfahrungen gemacht, wie aus den Kommunen zu hören ist.

In Jüterbog gibt es die Verordnung seit Februar, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Es hätten sich bereits viele Privatleute mit Katzen gemeldet. Die Stadt unterstütze die Kastration finanziell. Die Kosten seien von Tierarzt zu Tierarzt unterschiedlich. Tierhalter müssten in etwa mit rund 60 Euro rechnen. In Luckenwalde hieß es, dass die Zahl der Beschwerden über streunende Katzen an Spielplätzen oder Industriebrachen zurückgegangen seien, seitdem es eine Kastrationspflicht gebe.

Skepsis gegenüber flächendeckender Kastrationspflicht

Der Städte- und Gemeindebund Brandenburg hält eine solche Verordnung in den Städten, wo es Probleme mit der Katzenpopulation gibt, für sinnvoll. Von einer flächendeckenden Kastrationspflicht halte man aber nichts, hieß es.

In mehr als 350 Städten und Gemeinden in Deutschland gibt es laut Deutschem Tierschutzbund bereits Verordnungen, wonach Besitzer ihre Katzen kastrieren lassen müssen. Auch in Berlin wird zurzeit eine Kastrationspflicht diskutiert.

Zum 25-jährigen Bestehen des märkischen Landestierschutzverbands hob Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig (Linke) hervor, dass sich im Verlauf der Jahre immer mehr Menschen in Brandenburg für Tiere engagieren. Sien es vor einigen Jahren nur eine Handvoll Aktive gewesen, existierten zwischen Elbe und Oder 27 Tierschutzverein mit rund 3000 Mitgliedern. Seit Anfang der 1990er wurden vom Land 28 Tierheime beim Bau und der Ausstattung mit insgesamt 1,64 Millionen gefördert. Zusätzlich wurden die Vereine bei weiteren Aktionen wie zum Beispiel der Katzenkastration mit Geldern unterstützt.

Von Georg Russew, dpa

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