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Tod im Werbellinsee: Mädchen ist obduziert

Erste Ergebnisse der Obduktion Tod im Werbellinsee: Mädchen ist obduziert

Die Untersuchungen nach dem tragischen Badetod eines 7 Jahre alten Mädchens am Montag im Werbellinsee (Barnim) laufen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) die ersten Ergebnisse der Obduktion veröffentlicht. Einige Fragen bleiben weiterhin offen.

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Am Montag ist im Werbellinsee ein Mädchen ertrunken.

Quelle: dpa

Joachimsthal, Frankfurt (Oder). Nach dem Tod einer siebenjährigen Grundschülerin im Werbellinsee gehen Rechtsmediziner davon aus, dass das Mädchen ertrunken ist.

Das habe die Obduktion ergeben, teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Ricarda Böhme, mit. Weitere Untersuchungen seien aber nötig, um beispielsweise Herzfehler ausschließen zu können.

Mädchen (7) ertrinkt beim Klassenausflug

Technische Überprüfung der Badestelle ist abgeschlossen

Unklar sei auch noch, ob das Mädchen Nichtschwimmerin war und eine Badegenehmigung der Eltern vorlag. Die beiden hätten bislang nicht befragt werden können. Ebenfalls ungeklärt sei, ob Lehrer oder Bademeister möglicherweise Fehler gemacht hätten. Die technische Überprüfung der Badestelle sei hingegen abgeschlossen. Hier gebe es nichts zu beanstanden, betonte Böhme.

Das Mädchen war auf Klassenfahrt in der Europäischen Jugenderholungs- und Begegnungsstätte (EJB) Werbellinsee bei Joachimsthal (Barnim) und wurde dort am Montag leblos aus dem See geholt. Das Kind starb kurz darauf im Krankenhaus.

Rettungsschwimmer warnen: „Kinder ertrinken leise“

Rettungsschwimmer warnen, dass für Kinder oft schon im flachen Wasser Gefahren drohten. Gerade in Badeseen gebe es im Uferbereich einzelne tiefere Stellen. „Kinder ertrinken leise“, sagte etwa der Rettungsschwimmer Frank Villmow von der DLRG Berlin im vergangenen Sommer. „Sie schreien nicht um Hilfe wie Erwachsene.“ Bei kleinen Kindern, die nicht schwimmen können, müssten Eltern oder Aufsichtspersonal im Wasser danebenstehen.

Nicht das erste Unglück im EJB Werbellinsee

Vor zwei Jahren gab es auf dem Gelände, das jetzt die EJB Werbellinsee betreibt, schon einmal einen tödlichen Unfall. Am 23. Juni 2014 war ein zwölf Jahre alter Junge aus Ketzin (Havelland) während eines Schulausflugs so unglücklich eine Treppe heruntergefallen, dass er noch vor Ort verstarb. Die Ermittler stellten nach dem Unglück einige Sicherheitsmängel auf dem Gelände fest, die aber relativ zeitnah behoben wurden, so dass das Jugenddorf weiter geöffnet bleiben konnte.

19 tödliche Badeunfälle 2015 in Brandenburg

Das Unglück am Werbellinsee ist bereits der zweite tödliche Badeunfall dieses Jahr in Brandenburg. Am 4. Juni war eine 82 Jahre alte Frau aus Potsdam in einem Badesee in Wittbrietzen (Potsdam-Mittelmark) ertrunken.

82-Jährige ertrinkt in Badesee

Im vergangenen Jahr hat es in Brandenburg 19 Badetote gegeben. Die Ursache für die meisten Unfälle waren laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Herz-Kreislauf-Probleme. Beunruhigender Trend: Die Zahl der Nichtschwimmer steigt weiter an.

Von MAZonline und dpa

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