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Ton an Brandenburgs Schulen wird rauer

Bildung und Erziehung Ton an Brandenburgs Schulen wird rauer

Nach Auffassung der Lehrergewerkschaft GEW nimmt an Brandenburgs Schulen die verbale Gewalt von Schülern gegen Lehrer zu. Grund für die Gewalt seien gesellschaftliche Veränderungen, die vor den Schultoren nicht Halt machten, sagt der GEW-Chef.

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Quelle: Julian Stratenschulte (Genrefoto)

Potsdam. Nach Auffassung der Lehrergewerkschaft GEW nimmt an Brandenburgs Schulen die verbale Gewalt von Schülern gegen Lehrer zu. Die Situation habe sich zugespitzt, sagte der GEW-Landesvorsitzende Günther Fuchs am Freitag in Potsdam. Dabei spiele sich vieles in einer Grauzone ab, weil sich nicht jeder betroffene Kollege dazu äußere.

Grund für die Gewalt seien gesellschaftliche Veränderungen, die vor den Schultoren nicht Halt machten. Außerdem habe die Anonymität von Strukturen etwa durch größere Einzugsgebiete von Schulen zugenommen, erläuterte Fuchs.

«Ich glaube, dass wir mehr Zeit für die individuelle Betreuung brauchen und klar und eindeutig Grenzlinien ziehen müssen, wo gegen Normen verstoßen wird», so Fuchs. Die Nachfrage nach Fortbildungsangeboten der GEW für Lehrer etwa zur Konfliktvermeidung wachse, entsprechende Seminare seien teilweise überbucht.

Handgreiflichkeiten gegen Lehrer sind selten

Nach Einschätzung des Brandenburger Bildungsministeriums sind Handgreiflichkeiten gegen Lehrer selten. «Wenn es ein Problem wäre, hätten wir davon gehört», sagte ein Sprecher. Zwar gebe es eine Meldepflicht etwa bei größeren Straftaten. Dabei handele es sich aber um Einzelfälle.

Im Jahr 2015 43 Fälle von Gewalt

Nach Angaben des Bildungsministeriums gab es laut Polizeistatistik an den 900 Schulen in Brandenburg im vergangenen Jahr 43 Fälle von Gewalt: Fünf davon seien als schwere Körperverletzung eingestuft worden. Bei den verbleibenden 38 handele es sich um einfache Körperverletzung, zu der auch psychische Gewalt gehöre. 2014 seien insgesamt 38 Fälle gezählt worden, fünf davon stufte die Polizei als schwere Körperverletzung ein.

Von dpa

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