Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Torffrei gärtnern auf der Buga

Zehn Tipps für einen gesunden Garten Torffrei gärtnern auf der Buga

Sie wollen Gutes für den Garten und die Umwelt tun und machen doch so viel falsch: Die meisten Hobbygärtner greifen im Frühjahr zur Blumenerde aus dem Baumarkt. Was sie nicht wissen: In den Plastiksäcken mit der Aufschrift „Erde“ befindet sich größtenteils Torf – der Stoff, aus dem Moorlandschaften bestehen.

Voriger Artikel
Kita-Streik geht kommende Woche weiter
Nächster Artikel
Herzlich Willkommen – trotzdem!

Recycelter Hingucker: das riesige Vogelhäuschen in der Kleingartenanlage „Am Nussberg“ in Havelberg.

Quelle: Nabu

Havelberg. Zehn Millionen Kubikmeter werden allein in Deutschland jedes Jahr für den Gartenbau verbraucht. Torf lockert zwar den Boden, gehört nach Ansicht des Naturschutzbunds (Nabu) aber nicht ins Beet. Denn Moore sind ein wichtiger Lebensraum für viele bedrohte Pflanzen und Tiere. Wer mit Torf gärtnert, trägt – oft unwissend – dazu bei, dass die Moore verschwinden. Anlässlich der Bundesgartenschau in der Havelregion rufen die Naturschützer deshalb zur torffreien Gartenarbeit auf.

Im Nabu-Naturgarten in der Kleingartenanlage „Am Nussberg“ in Havelberg zeigen die Umweltexperten, dass naturnahes Gärtnern nicht schwer sein muss. Dass der kleine Garten unweit des Havelberger Doms kein gewöhnlicher Garten ist, wird schon beim Betreten der Buga-Kleingartenanklage klar: Den Eingang markiert ein riesiges Vogelhäuschen aus Holz. Und wie es sich für Umweltschützer gehört, musste dafür kein einziger Baum sein Leben lassen. „Das Vogelhaus besteht zu 100 Prozent aus Recyclingholz“, versichert Nabu-Gartenexpertin Melanie Konrad, die den Konzept-Garten gemeinsam mit der Potsdamer Landschaftsarchitektin Renate Froese-Genz geplant hat.

Termine

Workshop „Torffrei gärtnern“ am 11. Juni, 11 Uhr, in Havelberg; 27. Juni, 14 Uhr, Havel-Schiffstour, am Haus der Flüsse.

„10 Dinge, die man im Leben getan haben sollte“ lautet das Leitsystem, das den Besucher durch den kleinen Garten führt. Was es damit auf sich hat? „Mit dem Nabu-Naturgarten wollen wir Tipps geben, wie sich Naturschutz und Ästhetik auch im Garten zu Hause verbinden lassen“, sagt Melanie Konrad. „Sich auch mal die Hände dreckig machen“ heißt etwa das Motto an Station 4, wo Tafeln über den Abbau von Torf informieren. Der Besucher erfährt hier nicht nur Wissenswertes über umweltverträgliche Alternativen zum Torf, darunter Kompost und Rindenhumus, vor Ort kann er sich auch direkt eine kleine Tüte torffreier Erde abfüllen.

Baustellen-Blamage

Das „Haus der Flüsse“ wurde direkt am Havelstrand auf einer ehemaligen Industriebrache in Havelberg errichtet. Die Form des Holzbauwerkes soll an ein riesiges Stück Treibholz erinnern. Als zusätzliche Buga-Attraktion gedacht soll das Haus der Flüsse über das Biosphärenreservat Mittlere Elbe informieren.
Baustart war im Juni 2014. Das ehrgeizige Ziel, pünktlich zum Buga-Start zu eröffnen, konnte nicht umgesetzt werden. Derzeit läuft der Innenausbau. Die Fertigstellung ist jetzt für Ende Juni anvisiert. Das Haus der Flüsse kann dann ohne BUGA-Eintrittskarte besichtigt werden.

Punkt 8 im Leitsystem erklärt „das mit den Bienchen und den Blümchen“: Interessierte lernen hier, wie sie ihren heimischen Garten möglichst insektenfreundlich gestalten können – etwa mit einer blühenden Wildblumenwiese oder dem Aufstellen eines Insektenkastens, auch Bienenhotel (MAZ berichtete, Ausgabe vom 15. Mai 2015) genannt. Essbare Blüten und Kräuter laden im spiralenförmigen Hochbeet im Zentrum des Nabu-Gartens zum schmackhaften Naturerlebnis ein. Tipps zum Mitnehmen und Nachmachen gibt es im überdimensionalen Vogelhaus.

Von Josefine Sack

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg