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Totale Mondfinsternis im September

Sternenhimmel über Brandenburg Totale Mondfinsternis im September

Nach den vielen Sternschnuppen - den Perseiden - im August können sich Hobby-Astronomen und Sternenfreunde auch auf den September freuen: Am Montag, 28. September, gibt es eine totale Mondfinsternis. Lesen Sie, wie eine Mondfinsternis zustande kommt und was der September in astronomischer Hinsicht sonst noch bereithält.

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Verlauf der Mondfinsternis am 28. September.

Quelle: Stellarium

Nach dem eindrucksvollen Sternschnuppenregen der Perseiden im August steht im September eine totale Mondfinsternis im Mittelpunkt. Am Montag, dem 28. September, ist der Vollmond in Erdnähe und gleichzeitig im Erdschatten. Bei einer totalen Mondfinsternis benennt man fünf „Kontakte“ (vgl. Abb. oben):

  • 1. Kon­takt – Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde (in Königs Wuster­hausen wird das um 3.07 Uhr sein);
  • 2. Kon­takt – Beginn der Totalität, der Mond ist vollständig im Kernschatten der Erde (4.11 Uhr),
  • 3. Kontakt – Mitte der Finsternis (4.47 Uhr),
  • 4. Kontakt – Ende der totalen Verfinsterung (5.23 Uhr);
  • 5. Kontakt – Mond ist vollständig aus dem Kernschatten ausgetreten (6.27 Uhr).

Im Unterschied zu einer Sonnenfinsternis, bei der die Sonne ja nur durch den Mond verdeckt und nicht finster wird, wird der Mond bei der Mondfinsternis wirklich finster . Trotzdem wird er uns bei gutem Wetter in einem dunklen Kupferrot erscheinen. Das wird möglich, da der rote Anteil des Sonnenlichtes durch die Erdatmosphäre zum Teil im Schattenraum gebeugt wird und so den Mond färbt.

In jedem Jahr finden mindestens zwei Mondfinsternisse statt, jedoch befinden wir uns dabei oft auf der Tagseite der Erde und können dieses Himmelsschauspiel nicht live erleben. Auch bietet eine Mondfinsternis die Gelegenheit, die wahre Bewegung des Mondes um die Erde (von West nach Ost) direkt zu beobachten.

Außerdem findet jedes Jahr im September die zweite Tag- und Nachtgleiche des Jahres statt. Die Sonne wechselt am 23. September um 10.20 Uhr auf den südlichen Himmel. In Königs Wusterhausen ist dann auf Grund der Lage auf der Erde am 26. September die beschriebene Tag- und Nachtgleiche, sozusagen der lokale Herbstanfang . Ab diesem Tag sind die lichten Tage wieder kürzer als die Nächte.

Der abgebildete Südhimmel ist für den 15. September um 23 Uhr Sommerzeit (MESZ) erstellt und bildet den Sternenhimmel entsprechend am Monatsanfang rund eine Stunde später sowie am Monatsende ca. eine Stunde früher ab. Entlang des Schwans zieht sich die Milchstraße. Bei M13 handelt es sich um den hellsten Kugelsternhaufen am nördlichen Himmel, der ein schönes Feldstecher-Objekt darstellt und unter guten Bedingungen auch mit bloßem Auge sichtbar ist (wichtig dabei: gute Adaption an die Dunkelheit). Die Andromedagalaxie M31, die hellste Galaxie am nördlichen Himmel, kann als einzige ihrer Art bei uns mit bloßem Auge gesehen werden.

Bei den Sternbildern vollzieht sich der Übergang von den Sommer- zu den Herbststernbildern. Das Sommerdreieck aus Deneb (Schwan), Wega (Leier) und Atair (Adler) wird durch das „ Herbstviereck “ des Pegasus abgelöst. Im Herbst hat man einen guten Blick auf unsere Nachbargalaxie, die Andromedagalaxie. Sie befindet sich im Sternbild Andromeda, dessen Sternenkette an der oberen linken Ecke von Pegasus hängt (siehe Abbildung). Im Norden hat der „Große Wagen“ seine Arbeitsposition erreicht, also Räder unten und Deichsel fast waagerecht nach links. Kassiopeia strahlt fast genau im Zenit über dem Beobachter.

Knapp über dem Horizont im Nordosten funkelt am Abend ein heller Stern. Das ist Capella aus dem Sternbild Fuhrmann. Während Fuhrmann noch nicht aufgegangen ist, ist Capella das ganze Jahr über am Himmel zu finden. Im Winter steht sie dann fast im Zenit.

Selbst beobachten und informieren in der Sternwarte Dahlewitz >

Uwe Schierhorn ist Fachlehrer für Mathematik, Physik und Astronomie am Friedrich–Schiller–Gymnasium Königs Wusterhausen.

Quellen: Abbildung mit Hilfe von Stellarium 12.0 vom Autor
Daten: www.calsky.com

Von Uwe Schierhorn

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