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„Tote Hose“ beim Bachelor-Einzelgespräch

Sabrina und viele offene Fragen „Tote Hose“ beim Bachelor-Einzelgespräch

Die Bachelor-Teilnehmerinnen fahren die Krallen aus: Aus aufgespritzten Lippen lästert es über unverschämte Bikinis, zu heiße Hüftschwünge und die zweifelhaften Absichten der Kandidatinnen. Die Brandenburgerin Sabrina hingegen scheint vom Bachelor genug zu haben. Kein Wunder, gibt der sich in den Einzelgesprächen doch nicht immer charmant.

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Sabrina aus Panketal (Barnim) mit einer der heiß begehrten Rosen.

Quelle: RTL

Potsdam. Mittwochabend ging es in Miami Beach im Kampf um die roten Rosen in die dritte Runde.

Bereits 5 Minuten nach Sendebeginn gab es den ersten Zickenkrieg: Kattia war ihren Konkurrentinnen in ihrem äußerst knappen Bikinihöschen zu freizügig bekleidet. Sebastian belohnte ihr klug gewähltes Outfit jedoch prompt mit einer Einladung zum Einzeldate.

Kattia und Sebastian essen Sushi bei ihrem ersten Einzeldate

Kattia und Sebastian essen Sushi bei ihrem ersten Einzeldate

Quelle: RTL

Dazu äußerte sich dann auch mal die sonst auffällig selten lästernde Panketalerin Sabrina „Ich muss ganz ehrlich sagen, ich war etwas geschockt, dass es Kattia ist.“ Die Fragen, die dazu in ihrem Kopf herumschwirrten, beantwortete Sebastian bereitwillig per Kameraschnitt : „Katja war die Offenste an diesem Tag, diejenige, die am meisten Spaß hatte. Sie ist einfach persönlich herausgestochen.“ Okay Mädels, also merkt euch, ihr müsst euch mit der Leistung, den Bachelor zu bezirzen, nicht nur Mühe geben (Note 3), sondern herausstechen (1 mit Sternchen)!

Gemeinsam Sushi mampfend genossen Katja und Sebastian den Abend. Die Stimmung war vergleichbar mit einer morgendlichen Wechseldusche: mal heiß, mal kalt. Kattia kam zunächst aus sich heraus und betörte den grünäugigen Prinzen mit provokanten Flirtversuchen. Leider verspielte sie sich kurz darauf seine Gunst mit peinlichem Extrem-Fishing for Compliments und fast schon aggressiv gestellten Fragen, die den zurückhaltenden Junggesellen einschüchterten.

Hier fühlte sich der Bachelor noch wohl in Kattias Nähe

Hier fühlte sich der Bachelor noch wohl in Kattias Nähe

Quelle: RTL

Neidisch auf den Eiswagen

Die hübsche Brünette Clea-Lacey (ungefähr ausgesprochen wie ein bekannter Gesichtsreinigungsschaum) hätte es zu gerne besser gemacht, als ihr ein Eiswagen-Einzeldate angeboten wurde. Dummerweise löste Viola ihre weiße Rose als Joker ein und tauschte mit Clea-Lacey. Als der Wagen von dannen zog, sprach wohl die Mami aus Brandenburgerin Sabrina „Mit dem Eiswagen zu fahren und Eis zu verteilen, hätte, glaube ich, jede gern gemacht, da waren alle neidisch!“

Viola durfte mit Sebastian Eiswagen fahren

Viola durfte mit Sebastian Eiswagen fahren

Quelle: RTL

Wie sich herausstellte, hätten sie das gar nicht sein müssen. Nach nur mäßigem Eisverkauf und einem unangenehmen Ameisenüberfall am Strand ging´s gaaanz spontan auf die mit Scheinwerfern ausgeleuchtete und perfekt dekorierte Kuschelcouch. Hier kamen sich Münchnerin Viola und der Bachelor etwas näher und kuschelten. Zum Kuss kam es jedoch nicht, da der Bachelor „die Spannung aufrecht erhalten will“. Sicher zur großen Enttäuschung aller am Fernseher klebenden „Knutschelor“-Necker, die sich köstlich über den letzten Bachelor Leonard und seinen unstillbaren Mädchenhunger amüsierten.

Doch nicht nur im Appetit unterscheiden sich Leonard und Sebastian. Auch die Dates haben bei Sebastian ein ganz anderes Niveau. Langweilte Leonard letztes Jahr noch mit dem 100. Helikopterfug und Jetski-Erlebnissen, besinnt sich Sebastian dateweise auf die inneren Werte. Zum Beispiel beim Gruppendate im Theater. Auch wenn dieses eher wie eine semispirituelle Selbsthilfegruppe, angeleitet von Sozialarbeiter Basti, wirkte.

Man fragt sich, ob Sebastian vor der Bachelor-Teilnahme von Heidi Klum gecoached wurde. Schließlich müssen die „Mädels“ nicht nur motivationstechnisch „richtig Gas geben“, sondern sich auch täglich neuen Herausforderungen stellen, wie zum Beispiel auf der Theaterbühne ganz sie selbst zu sein. Dabei überzeugten ironischerweise die kreativen Underdogs eher als die teilweise sogar beruflichen Künstlerinnen. Allen voran Musicaldarstellerin Julia, die dem Bachelor trotz und nicht wegen ihrer Tanz-und Gesangseinlage gut zu gefallen scheint. Dieter Bohlen hätte seine Freude mit Julia gehabt und Julia eher keinen gelben „Recall“-Zettel.

Musicaldarstellerin Julia beeindruckte den Bachelor nicht

Musicaldarstellerin Julia beeindruckte den Bachelor nicht

Quelle: RTL

Nach getaner Arbeit genehmigten sich die Improvisationskünstlerinnen zur Belohnung auf der Bühne Cocktails. Anschließend entführte Sebastian Janika auf die Tribüne.

Mit charmanten Äußerungen, wie „Ich brauche viel Freiraum in einer Beziehung. Meine Freunde sind mir super wichtig, die waren vorher da und die werden nach einer gescheiterten Partnerschaft auch bleiben“, spielte er sich direkt in ihr Herz.

Sebastian stellt gleich klar, dass er viel Freiheit braucht

Sebastian stellt gleich klar, dass er viel Freiheit braucht

Quelle: RTL

Über Hunde und Kinder

In der Nacht der Rosen angelte sich wie üblich eine Kandidatin nach der anderen den Bachelor zum Einzelgespräch. Da kommt ein merkwürdiges Geständnis von Sabrina: Sie findet die Einzelgespräche mit dem Bachelor offensichtlich langweilig und nahm deswegen Konkurrentin Caroline ins Schlepptau.

In der Gruppe zusammensitzend, drehte sich das Gespräch dann aber doch hauptsächlich um die Blondine. Sabrina erklärte Sebastian, dass ihr Ehrlichkeit besonders wichtig sei und viele Männer in der Vergangenheit nicht ehrlich zu ihr waren. Diese Vorfälle hätten sie sehr verletzt, woraufhin sie vorsichtiger geworden sei. Auch auf das beim Kennenlernen häufig schwierige Thema Kinder kamen sie zu sprechen. Da hakte Caroline, die im Gesprächsverlauf eher in den Hintergrund trat, charmant mit einem Vergleich zu ihrem Hund, den sie ihr Fellkind nannte, ein. Eine gewisse Taktlosigkeit bemerkte Sunnyboy Sebastian, kurz bevor er selbst den Vogel abschoss mit dem Kommentar: „Dann lasst uns mal wieder reingehen. Hier draußen ist ja tote Hose.“

„Falsches Spiel“

Im weiteren Verlauf des Abends gab Kattia wertvolle „How to be a Latina“-Anleitungen für die Zuschauer vor dem Fernseher zum Besten und schmiegte sogleich ihr Hinterteil beim Tanzen an den amüsierten Bachelor. Die Background-Sängerinnen trällerten neidische Lästerattacken. Und endlich fiel von Konkurrentin Fabienne auch der Satz, den alle Bachelor-Fans Staffel für Staffel herbeisehnen: „Sie spielt hier ein falsches Spiel. Monumental ist diese von äußerst präziser Beobachtungsgabe zeugende Äußerung in jeder Staffel aufs Neue. Sebastian hingegen ließ wieder die Heidi raushängen: „Beim Tanzen spürte ich Kattias feuriges Blut. Sie versucht auf jeden Fall, ihre Chance zu nutzen und hat ordentlich Gas gegeben“.

Eine Rose für Sabrina

Besonders angetan sieht der Junggeselle bei solchen Äußerungen allerdings selten aus. Der bildschöne Mann entstellt sich vielmehr mit völliger Ausdruckslosigkeit in den Augen. Er wirkt auch häufig sehr müde, fast schon gelangweilt. Reizen ihn die Bachelor-Kandidatinnen etwa nicht?

Zumindest einige nicht, wie es scheint. Schlussendlich flogen die Oberlästerschwester und selbst ernannte Sexbombe Fabienne und die beiden sich stark ähnelnden, aber nicht weiter in Erscheinung getretenen Damen Anna und Caroline raus.

Sabrina erhielt die zweite Rose des Abends. Die rechtfertigte der Bachelor mit folgenden Worten: „Sabrina bekam die Rose, weil wir uns schon besser kennenlernen konnten, ich aber das Gefühl habe, dass noch nicht alle Fragen geklärt sind.“ Das ist doch mal eine legitime Begründung dafür, unserer Panketalerin ein Foto, nein, eine Rose, zu schenken. Nach ihrem wieder sehr zurückhaltenden Auftritten bleibt beim Zuschauer eine ganz andere Frage: Will Sabrina den Bachelor überhaupt?

Von Josefine Kühnel

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