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Brandenburg Tote Rentnerin: Minderjähriger Syrer unter Tatverdacht
Brandenburg Tote Rentnerin: Minderjähriger Syrer unter Tatverdacht
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17:21 01.03.2017
Quelle: dpa
Cottbus

Fast drei Monate nach dem Fund einer toten Rentnerin in Cottbus hat die Polizei einen Verdächtigen ermittelt. Ein zum Tatzeitpunkt jugendlicher Syrer soll die 82-Jährige im Dezember in ihrer Wohnung umgebracht haben. Gegen den Tatverdächtigen wurde am Mittwoch Haftbefehl wegen Mordes erlassen, wie die Staatsanwaltschaft Cottbus und die Polizei mitteilten. Er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Wie er zu den Vorwürfen steht, blieb unklar.

Die 82-Jährige war im Dezember tot in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gefunden worden. Nach damaligen Polizeiangaben hatte ein Angehöriger die Leiche gefunden, nachdem die Frau nicht zu einer Weihnachtsfeier ehemaliger Arbeitskollegen erschienen war. Wie sie ums Leben kam, ist nicht bekannt. Die Ermittler gehen von einem Einzeltäter aus.

Tatverdächtiger soll Opfer gekannt haben

Der mutmaßliche Täter soll den Angaben zufolge das Opfer gekannt haben. Er lebe auch in Cottbus. Warum der Jugendliche die Rentnerin getötet haben könnte, blieb unklar. Er sei zu den Vorwürfen vernommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft lediglich mit und verwies im Zusammenhang zugleich auf den besonderen Schutz von Jugendlichen bei Ermittlungen. Auch das genaue Alter teilte die Behörde nicht mit.

Die Rentnerin soll vor ihrem Tod noch Einkäufe in der Stadt gemacht haben. Der Tatverdächtige soll ihr aber nicht aufgelauert haben, wie die Polizei betonte.

Eine Sonderkommission führt die Ermittlungen nun weiter. Es werden demnach noch Vernehmungen im Umfeld gemacht. Insgesamt seien 47 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, denen die Ermittler nachgegangen waren. Der mutmaßliche Täter sei erst seit kurzer Zeit tatverdächtig.

Oberbürgermeister von Cottbus mahnt zur Besonnenheit

Oberbürgermeister Holger Kelch zeigte sich am Mittwoch erleichtert: „Wir sind froh, dass es Aufklärung gibt und die wochenlange Ungewissheit beendet werden kann.“ In die Freude über den Ermittlungserfolg mische sich jedoch die Sorge, dass nun alle in Cottbus lebenden Ausländer unter Generalverdacht gestellt werden. Kelch appellierte an die Cottbuserinnen und Cottbuser, Ruhe zu bewahren.

Von Anna Ringle/MAZonline

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