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Brandenburg Tote Wolfswelpen auf der A 10 entdeckt
Brandenburg Tote Wolfswelpen auf der A 10 entdeckt
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17:23 10.02.2016
Der Wolf breitet sich aus. Quelle: epd
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Potsdam

Auf der Autobahn A 10 zwischen der Abfahrt Ferch und dem Autobahndreieck Potsdam kamen am Mittwochmorgen vermutlich zwei Wölfe bei Verkehrsunfällen zu Tode. Mitarbeiter des Landesjagdverbands Brandenburg hatten einen verdächtigen Tierkadaver auf dem Mittelstreifen gesehen und das Landesumweltamt verständigt.

Der Wolfsbeauftragte des Jagdverbands, Robert Franck, wurde schließlich mit der Bergung beauftragt. Er bestätigte den Fund: „Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich bei den getöteten Tieren um zwei weibliche Wolfswelpen, die mit Ihrem Rudel die Autobahn versucht hatten, zu überqueren“, sagte er.

Obduktion soll Gewissheit bringen

Eines der getöteten Wolfsweibchen Quelle: Jagdverband

Noch aber herrscht keine letzte Gewissheit. Wie immer in solchen Fällen muss die Untersuchung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung abgewartet werden. Im Dezember war erstmals ein Wolf bei Glindow (Potsdam-Mittelmark) und damit innerhalb des Berliner Rings dokumentiert worden. Das Tier war in eine Fotofalle getappt. Berichte über Sichtungen bei Berlin hatte es zuvor schon mehrere gegeben. Der Jagdverband rief alle Jäger auf, Hinweise auf den Wolf in ihren Revieren an den Verband zu melden. Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) und Verbandspräsident Wolfgang Bethe hatten Ende vergangenen Jahres eine Wolfskooperation vereinbart. So sollen möglichst viele Informationen über die Verbreitung des Raubtiers gesammelt und ausgewertet werden.

Bund richtet Wolfszenrum ein

Seit 15 Jahren ist Deutschland wieder Wolfslebensraum – nun soll ein Beratungs- und Dokumentationszentrum des Bundes die wachsenden Populationen beobachten und in Konfliktfällen helfen. Die von vier Institutionen mit hohem wissenschaftlichen Anspruch getragene Koordinationsstelle beim Senckenberg-Museum im sächsischen Görlitz soll die zuständigen Landesbehörden beraten und bundesweit Daten zur Ausbreitung der Wölfe sammeln. Wie Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Mittwoch in Berlin mitteilte, stellt ihr Haus für drei Jahre 425 000 Euro zur Verfügung.

Nach aktuellen Zahlen des Lupus-Instituts für Wolfsmonitoring und -forschung sind bundesweit 31 Rudel und 8 Paare registriert. Experten gehen von insgesamt etwa 80 erwachsenen Wölfen aus. Sie kommen in den östlichen Ländern außer Berlin und zunehmend in Niedersachsen vor.

Streng geschützt

Die Tiere sind in Deutschland streng geschützt - das heißt, sie dürfen nicht gejagt werden. Trotz einiger Abschüsse durch Wilderer ist die mit Abstand größte Gefahr für Wölfe hierzulande der Straßenverkehr.

Hendricks sagte, die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland sei Grund zur Freude für Umweltschützer, aber auch „eine große Herausforderung, weil das Nebeneinander von Mensch und Wolf vielerorts erst wieder neu erlernt werden muss“. Sie verwies auf Konflikte mit Nutztierhaltern, Schäfern, Jägern und auch besorgten Anwohnern in Wolfsregionen. „Unsere Aufgabe ist es, diese Konflikte vernünftig zu regeln und möglichst klein zu halten.“

Von Torsten Gellner

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