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Brandenburg Toter Elch kommt ins Naturkundemuseum
Brandenburg Toter Elch kommt ins Naturkundemuseum
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16:07 22.02.2018
Der Elch wird mittels Bagger auf den Anhänger gehievt. Quelle: dpa-Zentralbild
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Fürstenwalde

Nach den vermehrten Sichtungen von Elchen in Brandenburg ist nun ein erstes totes Tier zu beklagen. Auf der A12, nahe der Anschlussstelle Fürstenwalde-West, ist am Dienstagmorgen ein toter Elch gefunden worden. Der Jungelch wurde wohl angefahren, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Nun kommt der Kadaver ins Naturkundemuseum in Potsdam, wie es vom Umweltministerium und dem Museum hieß.

Der Elch wird mittels Bagger auf die Ladefläche gehoben. Quelle: Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg

Autofahrer bemerkten totes Tier

Kurz vor sieben Uhr hatten mehrere Autofahrer das tote Tier bemerkt, das auf dem Standstreifen und auf der rechten Spur nahe der Anschlussstelle Fürstenwalde-West lag. Der Elch wurde von der Autobahnmeisterei Fürstenwalde geborgen. Sein Kadaver sollte entsorgt werden.

Elch wiedererkannt

Im laufenden Jahr sind bereits mehrfach Elche in Brandenburg gesichtet worden. Laut Umweltministerium will ein Hobbyjäger das tote Tier von der A12 wiedererkannt haben. Im August hatte Ronald Fehling nach eigenen Angaben im Raum Golzow (Märkisch-Oderland) in Ostbrandenburg zwei Jungbullen gesichtet, die die Gegend durchstreiften. Anhand des Geweihwuchses habe er den toten Elch nun wiedererkannt, sagte er auf Anfrage.

Elch soll ins Naturkundemuseum

Der Tierpräparator des Museums, Christian Blumenstein, sagte: „Wir hatten Interesse angemeldet.“ Es sei der erste Elche aus Brandenburg, den das Museum erhalten habe. Es sehe aber derzeit danach aus, dass er auch aufgrund von Fellschäden als Gesamt-Schaupräparat ungeeignet sei.

Dem Kadaver wurde noch am Dienstag im Museum das Fell abgezogen, teilte die Stadtverwaltung Potsdam mit. Dieses wird später gegerbt und kommt in die wissenschaftliche Sammlung. Der Schädel könne präpariert werden, hieß es. Möglicherweise werde es dann im Museum eine Sonderschau geben, in der dieser gezeigt wird.

Einer der in Golzow gesichteten Elche. Quelle: Ronald Fehling

Der Elch ist los

Schon 2014 wanderten Elche aus Polen und Tschechien in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming ein. Seit Jahren werden immer wieder vor allem im Osten, aber auch im Süden Brandenburgs Elche gesichtet. Die Tiere gelten als Besucher beziehungsweise Grenzgänger aus anderen Gebieten, vor allem aus Polen. Hin und wieder kommt es zu Verkehrsunfällen. Bislang geht das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde nicht davon aus, dass es in Brandenburg wieder eine stabile Population von Elchen gibt. Seit kurzer Zeit können gesichtete Elche auch online gemeldet werden. Diese Daten fließen dann in den Elch-Managementplan ein.

Von MAZonline

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