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Brandenburg Tropenhitze, aber Unwetter am Nachmittag
Brandenburg Tropenhitze, aber Unwetter am Nachmittag
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11:09 24.06.2016
Hitze und viel Sonne am Freitag – zumindest bis zum Nachmittag. Quelle: dpa
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Potdam

Es bleibt heiß: Große Teile Brandenburgs haben am Freitag einen hochsommerlicher Start ins Wochenende. In der Niederlausitz werde das Thermometer am Nachmittag bis zu 36 Grad Celsius erreichen, in Berlin bis zu 35 Grad, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Freitag. Die Sonne werden im Großteil der Region den ganzen Tag zu sehen sein, am Nachmittag gebe es einige Quellwolken. Für Brandenburg wie für viele Regionen Deutschlands liegt eine Hitzewarnung vor.

Unwetter drohen

Den Nordwesten Brandenburgs erreicht am Nachmittag hingegen ein Unwettergebiet, das in der Nacht auf Freitag schon über Teile Niedersachsens und Mecklenburg-Vorpommerns hinwegzog. Der DWD gab eine entsprechende Warnung heraus.

Bei Temperaturen von bis zu 32 Grad im Raum Prignitz rechnen die Meteorologen mit Niederschlägen von mehr als 30 Litern pro Quadratmeter pro Stunde, heftigen Hagelschauern und Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 150 Kilometern pro Stunde. Am Wochenende könnte das kühlere Wetter dann ganz Berlin und Brandenburg erreichen, sagte die Meteorologin.

Die kurze, aber heftige Hitzewelle hatte am Donnerstag in Berlin und Brandenburg begonnen. Am Nachmittag war es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zufolge in Berlin und im Süden Brandenburgs mit 32 Grad am wärmsten, die Uckermark bildete mit 30 Grad das Schlusslicht in der Region. Schon gestern gab es eine Hitzewarnung.

Tropentage und Tropennächte in Deutschland

Für die Einstufung heißer Tage haben Wetterkundler klare Kriterien:

TROPENTAG

Von einem heißen Tag oder Tropentag sprechen Meteorologen, wenn die Tageswerte 30 Grad oder mehr erreichen. Als Beispiel für eine außergewöhnliche Häufung von Tropentagen nennt der Deutsche Wetterdienst den Sonnenmonat Juli 1984, als in Frankfurt/Main gleich sechs solche Tage registriert wurden.

TROPENNACHT

In einer in Deutschland seltenen Tropennacht kühlt es nicht unter 20 Grad ab. In sehr heißen Sommern kann es örtlich zehn Tropennächte und mehr geben. Im «Supersommer» 2003 brachte es das badische Kehl sogar auf 21. Die Bezeichnungen spielen auf die Klimazone der Tropen an, die sich beiderseits des Äquators zwischen den Sonnenwendekreisen erstrecken.

Hitzewarnungen werden herausgegeben, wenn eine starke Wärmebelastung für mindestens zwei Tage in Folge vorhergesagt wird und eine ausreichende nächtliche Auskühlung der Wohnräume nicht mehr gewährleistet ist, erklärt der DWD.

Es gibt zwei Warnstufen: Eine Warnung vor einer starken Wärmebelastung wird dann heraus gegeben, wenn die Gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag bei etwa 32°C oder darüber liegt.

Überschreitet die Gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag einen Wert von 38°C, so wird vor einer extremen Wärmebelastung gewarnt.

Grundregeln bei einer Hitzewelle

Während einer Hitzewelle sollten laut DWD folgende drei Grundregeln beachtet werden:

1. Hitze meiden!

– Gehen Sie nicht in die direkte Sonne!

– Gehen Sie nicht in der heißesten Zeit (nachmittags) nach draußen!

– Verschieben Sie körperliche Aktivität im Freien auf die frühen Morgenstunden!

2. Wohnung kühl halten

– Lüften Sie nur dann, wenn es draußen kühler ist als drinnen!

– Vermeiden Sie tagsüber direkte Sonneneinstrahlung!

3. Körper kühl halten und auf ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr achten

– Tragen Sie luftige, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung!

– Nehmen Sie eine kühle Dusche oder ein kühles Bad!

– Trinken Sie ausreichend und regelmäßig!

Waldbrände am ersten Tag

In Brandenburg gab es am ersten Tag der aktuellen Hitzewelle mehrere Waldbrände. Bereits zur Mittagszeit wurden vier Brände gemeldet, sagte der Waldbrandschutz-Beauftragte des Landes, Raimund Engel. Das größte Feuer brach am frühen Nachmittag bei Märtensmühle (Teltow-Fläming) aus und erreichte eine Fläche von einem Hektar.

Angesichts steigender Temperaturen und Trockenheit wurde die Warnstufe für die Waldbrandgefahr in vielen Landkreisen Brandenburgs bereits am frühen Freitagmorgen angehoben. Um kurz nach 9 Uhr galt in Dahme-Spreewald, im Havelland, Oberspreewald-Lausitz, Ostprignitz-Ruppin, der Prignitz sowie Spree-Neiße und Stadt Cottbus die Warnstufe 4. In allen anderen Kreisen hatte (noch) die dritthöchste Gefahrenstufe Bestand.

Gute Badequalität in Berlin und Brandburg

In Berlin können Wasserratten die heißen Tage für Besuche in See- und Flussbädern nutzen - die sind nämlich gerade einladend sauber: An den 39 offiziellen Badestellen gibt es nach den jüngsten Messungen weder vermehrt Bakterien noch Algen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales auf seinen Internetseiten mitteilt. Auch Brandenburg meldet für alle mehr als 200 offiziellen Badestellen an Seen eine gute Wasserqualität.

Die schönsten Badeseen

Brandenburg bietet jede Menge tolle Badeseen und alle haben eine ausgezeichnete Wasserqualität. Wir stellen die zehn schönste Badeseen vor. Darunter königliche oder familienfreundliche Badestellen. Aber auch welche für Naturliebhaber und FKK-Freunde.

Übrigens: Am Sonntag werden sich die Temperaturen demnach wieder bei 23 bis 26 Grad einpendeln. Bestes Public-Viewing-Wetter...

Von MAZonline

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