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Trotz Protest: Kein Physik-Unterricht mehr

Neuer Rahmenlehrplan für Brandenburg Trotz Protest: Kein Physik-Unterricht mehr

Viele Eltern und Lehrer waren Sturm gelaufen gegen den neuen Rahmenlehrplan für Brandenburg und Berlin. Doch sie wurden nicht in allen Punkten erhört. Und so wird sich einiges ändern an den Schulen. Biologie, Physik und Geschichte in der Grundschule sind als eigenständige Fächer künftig sprichwörtlich Geschichte.

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An den Schulen wird sich einiges ändern.
 

Quelle: dpa

Potsdam.  Trotz vieler Proteste und Befürchtungen von Eltern und Lehrern werden in Brandenburg künftig mehrere Unterrichtsfächer zusammengefasst: Biologie, Physik und Geschichte gibt es in den Jahrgangsstufen 5 und 6 ab dem Schuljahr 2017/18 nicht mehr als eigenständige Fächer. Geschichte wird Teil der Gesellschaftswissenschaften, worin auch politische Bildung und Geografie vermittelt werden sollen. Bio und Physik verschmelzen zu dem Fach Naturwissenschaften. Das geht aus dem gemeinsamen Rahmenlehrplan für Berlin und Brandenburg hervor, den Bildungsminister Günter Baaske und Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (beide SPD) am Mittwoch überraschend unterzeichneten.

Der neue Lehrplan war sehr kontrovers diskutiert worden. Geschichtslehrer warnten davor, dass die Vermittlung von historischem Wissen zur Nebensache würde. Mehrere Tausend Hinweise und Änderungswünsche hatten Eltern und Lehrer bei einer Online-Diskussion eingebracht. Dies habe „inhaltlich Verbesserungen gebracht und Vertrauen geschaffen“, sagte Baaske.

Das sieht nicht jeder so positiv. „Unsere Gesellschaft verändert sich. Natürlich müssen auch die schulischen Lehrpläne darauf reagieren und in regelmäßigen Abständen überarbeitet werden“, sagte Gordon Hoffmann, Bildungsexperte der CDU-Fraktion. Aber: „Wir lehnen nach wie vor die Abschaffung von Geschichte als eigenständigem Fach in der Grundschule ab. Künftig zählten sogenannte Kompetenzen mehr als solides Fachwissen. „Das wird zu einer weiteren Verflachung der Schulbildung führen“, befürchtet Hoffmann.

400 Schulberater sollen die Schulen nun bei der Umsetzung des neuen Lehrplanes unterstützen. Das umfassende Werk kann ab sofort im Internet eingesehen werden.

Von Torsten Gellner

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